An Alle mit Beckenendlage...

  • :D OK, du hast die richtige Einstellung :D


    (Ich musste mich dafür damals richtig zusammenreißen - und eigentlich habe ich weniger gekämpft als getrickst... Ich wußte nämlich, dass sie sich mit der Entbindungstermin fast 2 Wochen verrechnet haben, daher bestand ich auf dem letzten Termin nach ihrer rechnung - was 5 Tage nach dem von mir errechneten Termin war. Und ich hatte recht behalten)

  • Hi!
    Ich wollte auch noch mal meine Erfahrungen weitergeben. Meine Kleine kam per geplantem KS 10 Tage vor ET. Obwohl ich nie einen KS wollte (hab nächtelang vorher geheult deswegen), und auf gar keinen Fall einen geplanten, war es mit 100%iger Sicherheit die richtige Entscheidung.


    Letztlich lag die Kleine in Querlage, eine Hand und ein Fuß voraus, und die sehr kurze Nabelschnur 2x um den Hals, deshalb hatte sie sich nicht drehen können. Normal rausgekommen wäre sie niemals, davon bin ich überzeugt. Ob man nicht doch bis zum ET hätte warten können, das kann ich nicht sicher sagen, aber da mir die Oberärztin in der Filderklinik eindeutig dazu geraten hat, 10 Tage vor ET den KS zu machen, war es für mich auch klar.


    Mir war es dafür wichtig, dass ich in einer Klinik bin, die auf BEL spezialisiert ist. Die entbinden wirklich oft und gerne spontan BEL, wenns sein muss auch bei ET+14 :D Ich dachte halt, jemanden kompetenteres in Sachen BEL finde ich sicher nicht.


    Ich bin also dort bei 37+0 hin, um eine äußere Wendung zu versuchen. Wir sind auch über 1 Stunde dort hin gefahren, es war mir einfach wichtig, mit sowas bei den "Spezialisten" zu sein. Leider hat die äußere Wendung nicht geklappt. Mir wurde auch im Vorfeld gleich gesagt, dass eine spontane BEL-Entbindung bei mir nicht in Frage käme, da die Kleine in Fußlage lag. Ehrlich gesagt hätte ich mir das sowieso nicht zugetraut (erste Geburt war auch nicht grad leicht, endete mit Saugglocke bei sehr kleinem Kind), und für eine spontane BEL-Geburt wäre mir die Klinik einfach auch zu weit weg gewesen (im ungünstigen Fall im Berufsverkehr bis über 1,5 Stunden). Die Klinik hier am Ort macht auch BEL-Geburten, aber nur sehr selten und ungern, und kam daher auf keinen Fall in Frage.


    Der KS 10 Tage vor Termin sollte dann sein, da die Kleine in Fuß-/Querlage lag, und die Gefahr eines NAbelschnurvorfalles bei Blasensprung dann besonders groß sei. Hätte ich darauf bestanden, hätten sie mich auch an/über Termin gehen lassen. Aber wie gesagt, ich habe auf den Rat der Experten vertraut und es auch nicht bereut.


    Letztlich hatte ich den KS dann in der Filderklinik, auch mit KS konnte ich die Vorteile dort auskosten ;) (Stillfreundlichkeit, Anlegen noch im OP etc., Rooming in und Bedding in, Abwesenheit eines Säuglingszimmers :)) Und es war eine schöne Geburt, auch wenn ich das Erlebnis einer spontanen Geburt schon nach wie vor sehr vermisse. Jetzt, 1,5 Jahre danach, habe ich den Schmerz aber schon nahezu verwunden.


    Meine Babys waren mit 2550 g und 3000 g auch sehr klein (aber sonst normal ;-)), und dieses Baby-zu-groß-Baby-zu-klein-Gedöns ist echt super nervig, zumal es sowieso nie stimmt. Meine waren beide auf 2700 geschätzt...(und da gibt es noch viel größere Diskrepanzen).


    Was spezielles sagen wollte ich mit meinem Beitrag jetzt nicht. Höchstens vielleicht, das Verallgemeinerungen wie "ein KS vor Termin ist bei BEL NIE nötig" oder "eine spontane BEL-Geburt kann man immer versuchen" auch nicht unbedingt allgemeingültig sein müssen...


    Edit:
    Ach ja, zum Thema, Kliniken wollen den KS-Termin festlegen. Das ist meistens so, außer bei den speziellen wie z.B. der Filderklinik. Aber letztlich kannst Du drauf bestehen, erst mit Wehen zu kommen. Schließlich bist Du nicht verpflichtet, zu irgendeinem Termin zu kommen. Und wenn Du mit Wehen vor der Tür stehst, werden sie Dich nicht abweisen ;)

  • Hehe, hast wohl Recht!
    Also ich hab gestern die Ärztin noch mal ordentlich mit Fragen bombardiert und anscheinend gibt es keinen medizinischen Grund, warum man nicht bis Wehenbeginn warten könnte. Es sei halt für alle Beteiligten entspannter, wenn man nen KS planen könne. Das wissen wir ja schon.
    Die Ärztin war auch nicht soooo kooperativ, mir alle Fragen zu beantworten, die ist mir oft ins Wort gefallen. :( Die seh ich aber auch nie wieder, hat sie sich wohl auch gedacht.
    Als ich meinte, dass ich Angst vor OPs hab und bei meinen Ops immer total durch war und nur geheult hab, hat sie sofort gesagt, das sei von der Narkose, aber ich hab ja VOR den OPs geheult :/ Da wusst sie auch nix. Toll.
    Ist auch nicht grad einfach... Ich versuch, mit Galgenhumor da rein zu gehn. Bleibt mir auch nix anderes übrig, ich will doch nicht mein Baby empfangen, wenn ich total Angst hab und so, das merkt es ja auch...

  • Hm, wenn Du Angst vor OPs hast, ist natürlich schwer, Dir was zu raten....


    Ich kann nur sagen, dass ich den KS selbst als überhaupt nicht schlimm empfunden habe, obwohl es meine erste "große" OP war (bisher nur Ausschabungen). Mir ist im OP, als die Spinale angefangen hat zu wirken, zwar der Kreislauf weggebrochen, was seeehr unangenehm war. Aber Angst hatte ich nie wirklich, ich hatte immer das Vertrauen, dass die schon wissen was sie tun ;)


    Liegt vielleicht auch daran, dass ich berufsbedingt schon bei sehr vielen OPs dabei war, und die Angst vor dem Unbekannten schonmal nicht da war. Vollnarkose finde ich auch etwas unangenehm, da man nicht "dabei" ist, aber so eine OP in Spinalanästhesie, wo man alles mitbekommt, ist echt oK.


    Obwohl, als mein Kreislauf dann wieder oK war, kurz bevor sie anfangen wollten zu operieren, hab ich dann vor Aufregung gespuckt (festgeschnallt wie ich war :S). Aber schlimm fand ich es eigentlich trotzdem nicht. Es waren einfach alle sehr nett und aufmunternd.


    Ganz schön fand ich auch, dass sie in die Spinalanästhesie ein Schmerzmittel mit reingegeben haben, was noch für einige Stunden nach der OP gewirkt hat. So war die Freude über das Baby wirklich ungetrübt :)


    Vielleicht hilft es Dir, wenn Du Dich bewusst auf Dein Baby freust in dem Moment wo Du Angst bekommst? Ich mein, eine Geburt mit Wehen ist auch nicht grad angenehm, da muss man sich auch öfters mal klar machen, wofür man das alles durchmacht ;)


    Jedenfalls, Kopf hoch und alles alles Gute für die Geburt!!!! Du wirst das schaffen und bald ein süßes kleines Baby in den Armen halten!

  • Huhu,
    lange habe ich überlegt, ob ich berichte - also was im Vorfeld eher Angst macht und was eher einen vielleicht ein bißchen vorbereitet...


    Das Schlimmste an der eigentlichen OP fand ich das Katheder setzen, das war echt schmerzhaft und eklig; hinzu kam allerdings sicher erschwerend, daß ich total gezittert habe vor Angst, war meine erste richtig große OP...ich kann Dir die Angst also gut nachfühlen ! Im OP haben sich eigentlich alle viel Mühe gegeben, es hat irgendwie gefühlt ewig gedauert, bis die Spinale saß, da mußten sie wohl auch ein bißchen suchen; bis dahin habe ich irgendwie gezittert und gefroren - und als die dann aber wirkte, war erstmal alles gut.
    Man hat eigentlich das Gefühl, man würde noch alles merken und denkt, heeee, die können doch nicht jetzt schon anfangen mich aufzuschneiden 8I, aber dann fragen sie solche Sachen wie "Ist das jetzt warm oder kalt?" - Du antwortest wahrheitsgemäß "recht warm" - dabei haben sie Dir wohl eigentlich gerade recht eisige Brühe übergeschüttet...
    War halt schräg, gar nicht zu sehen und nur zu ahnen, was hinter dem Vorhang vor sich geht, und so halb festgeschnallt zu sein; aber mein Mann hat mich die ganze Zeit gehalten und dann kam der erste Ton von unserer Maus und dann brachten sie sie; das war sooo surreal !


    Seeehr nett fand ich auch, daß die Betäubung für die ersten Stunden und ein ungestörtes Bonding ausreichten, wir waren dann erstmal wieder im Wehenzimmer zum ersten Kennenlernen, ehe wir in unser Familienzimmer umzogen (mußten dann nach einer Nacht nochmal umziehen, weil dann erst das richtige zimmer für uns frei wurde, aber ok).
    Die Schmerzen danach waren allerdings in der Tat erstmal nicht von schlechten Eltern, aber das ist ja bei jedem unterschiedlich; ich kenne auch Leute, da war das nach dem KS völlig unproblematisch.


    Aufgrund der Angst etc. hatte ich mich auch für den geplanten KS entschieden; uns war das dann irgendwie alles zu unsicher, in BEL dann ggf. mitten in der Nacht da einzufallen mit Wehen und dann ggf. doch einen KS etc. - eine Freundin hatte einen Not-KS in Vollnarkose :( Allerdings war es bei uns auch umgekehrt, unser Baby wurde viel größer geschätzt und zu groß für mein Becken :(
    Mit 3650 g Geburtsgewicht und 56 cm war sie sicher auch nicht ganz mini; trotzdem hätte sie es von meinem Empfinden her wohl noch einige Zeit in mir ausgehalten. Bei der primären Sectio bleibt halt so ein bißchen dieses unvorbereitet herausgerissen werden :(


    Und die Hauptsache ist halt, daß das kleine Mauserl gesund auf die Welt kommt und es Baby und Mama gutgeht!


    Ich hoffe, wir sehen uns morgen/nachher und ich wünsche Dir alles alles Gute !!

    Lieben Gruß
    Jerry mit den Maimäusen 2007 und 2010 und Septembermäuschen 2013


    Trageberaterin (ClauWi-Grund- und Aufbaukurs, Zertifikat in Arbeit)

  • Ich hole diesen Thread mal wieder aus der Versenkung, weil das Thema bei mir langsam auch aktuell wird und mir schon einige schlaflose Nächte bereitet hat ... Ein paar Wochen habe ich zwar noch Zeit und hoffe immer noch darauf, daß sich mein Baby von alleine wieder dreht. Denn eine äußere Wendung möchte ich nicht, aber ich würde es auf eine Spontangeburt ankommen lassen.


    Vielleicht gibt es ja in der Zwischenzeit noch mehr Erfahrungen, die bisherigen Berichte waren jedenfalls schon sehr hilfreich!!

  • Ich möchte dir außerdem noch erzählen, dass sich manche Babys auch sehr lange Zeit lassen: meine Tochter hat sich erst in der 38. Woche gedreht. Ich hatte ein Glöckchen am Hosenbnd und hab ihr gut zugeredet #cool.

    Wenn wir einen Menschen glücklicher und heiterer machen können, so sollten wir es in jedem Fall tun, mag er uns darum bitten oder nicht.


    - Hermann Hesse: Das Glasperlenspiel -

  • Hallo Isminaz,


    in ein paar wochen kann wirklich noch viel passieren. Meine Töchter haben sich beide bis zuletzt viel gedreht. die große bis 38+4, danach blieb sie dann in SL, die Kleine war 1 kg leichter (3,5kg), die schaffte es, sich noch zwei Tage vor Geburt (40 + 7) in Querlage zu begeben, dann BEL und schließlich ist sie doch in vorbildlicher vorderer Hinterhauptslage geboren.
    lass dir und dem Kind Zeit, und entspannt Euch.


    LG Marie

  • Ja, mein Kleiner hat sich im letzten Drittel auch mehrmals gedreht. Querlage, BEL, "normale" Lage, alles war dabei... :D


    am Ende hat er sich aber dann doch noch mit dem Kopf nach unten gedreht, da war ich doch sehr erleichtert!

  • :D
    Ach ja, da muss ich immer an die Geburt meiner Tochter denken, es geht nämlich auch "andersrum". Als meine Hebamme daheim noch getastet hat, lag sie mit dem Kopf schön richtig nach unten (wie schon ewige Wochen zuvor), aber noch nicht so richtig tief im Becken, Muttermund war bei 4cm. Dann sind wir ins KH gefahren, während der Fahrt hatte ich sehr schmerzhafte Wehen. Dann kamen wir in den Kreissaal und plötzlich kam überall die Panik hoch: das ist ja ne Steissgeburt #augen. Die kleine Motte hatte sich auf der Autofahrt wohl gedreht. Da kam dann der Chefarzt hinzu, eine Assistenzärztin und noch ne Hebamme (war echt gemütlich :S) und zwanzig Minuten später kam meine Tochter mit den Füßen zuerst zur Welt... Problematisch bei sowas kann natürlich sein, dass sich die Nabelschnur verheddert, aber wir haben Glück gehabt.


    Lieben Gruß,
    Sonja

    Tigerente mit Junge (5/2005), Mädchen (02/2008) und Mädchen (07/2015)


    "Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft zu leben." Hermann Hesse

  • Danke für eure Antworten, das macht Hoffnung. :)
    Mein Baby war halt bisher die ganze Zeit mit dem Kopf schon schön unten und drehte sich plötzlich in BEL. Jetzt liegt es seit 2 Wochen entweder quer oder in BEL ... Damit hatte ich gar nicht gerechnet und war bißchen betrübt, weil meine Beleghebamme im Fall einer BEL nicht mit mir entbinden könnte, da es in ihrem Krankenhaus wohl meistens auf Kaiserschnitt hinausläuft. Eigentlich wollte ich so langsam einen Termin für die Geburtsanmeldung machen, aber jetzt überlege ich, mich in einem anderen Krankenhaus anzumelden, die BEL auch spontan entbinden und bin irgendwie ganz hin und hergerissen.
    Noch bin ich ja guter Dinge, daß es sich wieder zurück dreht, möchte mich aber auch für den anderen Fall mental vorbereiten.

  • 35. Woche, dann ist ja locker noch alles drin! :) Mein erstes Kind lag ja die gesamte Schwangerschaft quer/diagonal oder in BEL, da war mir irgendwie früh klar, dass es auch so bleiben wird. Moxen, Glöckchen, Tschenlampe, indische Brücke hat auch alles nichts gebracht.


    Mein 2. Kind hat es richtig spannend gemacht, der lag lange Zeit in SL, um sich dann ab der 30. Woche munter alle paar Tage in BEL und wieder in SL zu drehen. Ab der 36. SSW entschied er sich dann aber zum Glück für SL.


    Setzt dich einfach in Ruhe mit allen Optionen auseinander, du kannst dich ja ruhig in dem anderen KH zusätzlich anmelden. Bleibt es bei der BEL, gehst du dorthin, dreht sich drin Baby noch in SL, bleibt es bei der Beleggeburt.


    Wenn du dir eine Geburt aus BEL nicht zutraust, dann hättest du auch noch die Option zumindest auf Wehen zu warten und dann kann immer noch ein KS mit PDA gemacht werden, hab dazu auf Seite 1 von diesem Thread geschrieben. Das hat für´s Baby einige Vorteile und eine gute Klinik läßt sich da auch drauf ein.


    Wünsch dir viel Glück!

  • Danke fürs Mutmachen, Sani! Ich rede mir und dem Baby auch schon die ganze Zeit gut zu. ;)
    Ja, das mit dem Warten, bis die Wehen starten, habe ich mir schon gemerkt, das möchte ich auf jeden Fall so machen. Etwas mulmig ist mir ja schon beim Gedanken an eine BEL-Entbindung, aber ich hatte beim ersten Mal eine gute (SL-)Geburt und mit erfahrener Unterstützung würde ich mir den Versuch zumindest zutrauen. Der Gedanke an einen von vornherein geplanten Kaiserschnitt macht mir dagegen mehr Angst.
    Und wenn das wirklich geht, würde ich mich tatsächlich in beiden Kliniken anmelden und dann spontan entscheiden, wo es hingehen soll. Eine Sectio wäre mir ohnehin in dem BEL-erfahrenen Krankenhaus lieber, vor allem, wenn ich danach nicht gleich nach Hause kann ...

  • Oh, es ist dein zweites Kind, das erhöht ja nochmal die Chancen, dass eine BEL Geburt gut klappen könnte.
    Klingt doch alles soweit schon ganz prima, ich würde einfach mal in das BEL-KH gehen und alles durchsprechen. Dann hast du den Kopf etwas freier und wenn du erstmal vorbereitet bist für alles und dann wahrscheinlich auch innerlich relaxter, sind das die besten Vorrausetzungen, dass sich dein Baby wieder in SL dreht. ;)