Tabéa Yaël ist da

  • Hallo!


    Hier ist es zu lesen:
    Tabéa Yaël ist da


    wir sind wieder daheim, alles tut noch weh, aber wir stillen erfolgreich und nehmen täglich zu :D

    Masha mit 4 Bärchen
    #female 05/96 #female 09/00 #female 09/04 #female 10/07
    Das Glücklichsein ist einfach - zufrieden zu sein mit dem, was man hat und sich so zu akzeptieren, wie man ist

  • falls es jemanden interessieren sollte, schreibe ich gerne auch Geburtsbericht

    Masha mit 4 Bärchen
    #female 05/96 #female 09/00 #female 09/04 #female 10/07
    Das Glücklichsein ist einfach - zufrieden zu sein mit dem, was man hat und sich so zu akzeptieren, wie man ist

  • herzlichen Glückwunsch zur geburt und eine tolle kuschelzeit!!!


    Ja, hier, ich würde sehr gerne den Geburtsbericht lesen!

    LG Mama² + Papa² mit Mimi(06/05), Lille(10/07) und Lini(08/10)

  • Hallo Masha,


    klasse, daß es so gut geklappt hat und - #laola Herzlichen Glückwunsch!! Gute Wundheilung und weiterhin angenehmes Kuscheln! #blume

    in Memoriam Isis, Spinxer, Ökotante

  • na gut.


    Geburtsbericht.


    Es war ein geplanter KS in Frankreich. Ich habe zwar immer behauptet, das Baby käme sicherlich schon früher, aber bis auf ein Paar komische Wehen gab es in der Zeit davor nichts zu vermerken.
    Am Vorabend musste ich mich schon im KH melden - es wurde 30 min langer CTG gemacht (allererste überhaupt, in F. hat man mir das bis zum Zeitpunkt gar nicht CTG gemacht), es wurde Blut abgenommen, ich wurde rasiert #schäm, ich bekam eine Flasche mit Povidonlösung zum Duschen - für den abend und für den morgen - und zwar ganzkörperlich, mit Einreiben (gibt sehr trockene Haut #flop). Und ich wurde nach Hause geschickt. Ich soll mich bitte morgen um 7:45 wieder melden, um 9:20 wird es dann operiert. CTG hat übrigens diese komischen Wehen angezeigt und es wurde mir gesagt, dass mit solchen Wehen eine natürliche Geburt kaum möglich ist - nicht kräftig und nicht lang genug, was die hervorgegangene Geburt auch schon leider gezeigt hat.
    Ok, der nächste Tag. Geschlafen habe ich schlecht, musste die ganze Zeit daran denken, wie es laufen wird. Um 8:00 im KH dürfte ich mich dann das 2. Mal duschen, OP-Hemd anziehen (hinten offen #schäm), dann wurde ich ins PreOP-Raum gekarrt, es wurde mir ein Zugang in den Handrücken gelegt und kalte 8I NaCl-Lösung in die Adern gejagt - das war unangenehm und mir wurde schlecht - was ich niemandem verraten habe, aber mein Kreislauf ging merklich in die Knie.
    Dann kam Narkosearzthelfer und lenkte mich von meinen Gedanken ab, schob mich ins OP, half mir auf den OP-Tisch (sehr schmal und kalt). Dann wurde Blutdruckmangete angelegt und sie pumpte dann regelmässig automatisch, ich konnte auch sehen, wieviel Blutruck und Puls ich habe. Danach dürfte ich mich aufsetzen und mich nach vorne bücken, was ohne Wehen ganz gut ging, der Helfer stützte mich vorne ab und Narkosearzt gab mir dann spinale Narkose - erst kurz Haut angespritzt (kaum merklich), dann hat er die Spinale Spritze gegeben und die ganze Zeit gesprochen und beschireben, wie ich mich fühlen werde, was jedesmal zutraf - Wärme und Schwere in den Beinen, Ameisengefühl, immer höher und höher. Dann halfen sie mir auf den Rücken, denn nicht mal 1 min später konnte ich meine Beine nicht mehr spüren. Dann schnalltens sie meine Arme in "Jesus-Position" seitlich vom Körper-die rechte an Blutdruckgerät, die linke zum Narkosearzt -er hat dann für stabilen Kreislauf gesorgt, zeitweise hatte ich den Blutdruck 95/90 #schäm. Mir wurde Katheter gelegt, was ich nicht mehr spürte, ich konnte komischerweise meine Beine, Bauch und Co. schon spüren, sie waren eindeutig da, nur unempfindlich. Die Temperaturunterschiede waren nicht mehr merkbar - der nasskalte Wattebausch am Hals war nicht mehr kalt am Bauch.


    ich dürfte zum Glück meine Brille behalten.


    Dann kam mein Mann und der OP-Arzt, alle in grün gekleidet und steril.
    Dann hiess es, wir fangen an :S wah! Etwa 2-3 min danach hiess es, der Kopf sei tief im Becken und gross und sie kommen nicht dran, also wurde es geschoben und gedrückt, zeitweise dachte ich, meine Lungen sind platt, ich hatte Schwierigkeiten beim Atmen, meine Schulter hat weh getan. Und dann war sie da - ich dürfte meinen Kopf heben, die Barriere wurde weg genommen und ich dürfte sie küssen. Sie war sauer, och war sie sauer. Dann ging mein Mann mit dem KiA weg und ich wurde zugenäht - die Gebärmutter war sehr schnell zu - 1 min, nicht mehr. Der Rest war in etwa 5 min erledigt - dabei hörte ich eindeutige Tackergeräusche, die mir sehr verdächtig vorkamen #confused. Mein Mann kam zurück, ich dürfte das Baby küssen, eine Hand hat man mir dafür selbstverständlich freigemacht. Dann kam Arzt, sagte, er sei fertig. Baby kam ins warme Baby-Überwachungszimmer, zusammen mit dem Vater, und ich in Aufwachraum - für die nächsten 2 Stunden. Ich wurde überwacht, das Baby wurde auf Zuckerwerte kontrolliert, gebadet, angezogen, dann dürfte Baby angelegt werden - es waren 30 min seit der Geburt vergangen. Das Baby nahm Brust wie selbst verständlich in den Mund und vergnügte sich damit etwa 15 min, dann wurde Baby weggebracht und ich kam für 24 Std. auf die Überwachungsstation. Das Baby wurde dorthin zum Stillen gebracht und wieder abgeholt, auch nachts dürfte man es nicht dabeibehalten. Kurz vor dem Verlegen auf die Mutter-Kind-Station wurde mir dann Katheter abgenommen (brutal muss ich sagen, aber es lag wohl nur an der Schwester, anderen waren alle lieb und nett). Anfangs bekam ich auch Schmerzmittel, erst Infusionen, dann Tabletten.
    Juckreiz hat mich total verrückt gemacht - Morphin ruft es hervor und je nach der Stufe des Aufwachens des Körpers, juckt es halt alles von oben nach unten.


    Dem Stillen ggü. stand Klinikpersonal sehr freundlich - man konnte 24-rooming-in und auch bed-in haben, oder auch nicht - alle Möglichkeiten waren offen.


    Ich habe viel Stilltee getrunken, Galega Officinalis C6 3-4 mal am Tag 5 Gl. genommen und das Baby oft angelegt. Und ich war gelassen


    Ich bekam meine Milch am Ende des 3. Tagen, am 4. Tag hatte ich Betonbrüste, am 5. Tag war alles wieder normal - das Baby fing am 4. tag wieder zuzunehmen.


    Am 5. Tag hat man mir meine Klammern entfernt - die Naht war tatsächlich zugetackert. Am 6. Tag ging es dann heim.


    Ich habe noch Schmerzen beim Laufen und im Bett-drehen und aufsetzen. Ich hoffe, sie werden immer weniger und irgendwann ganz vorbei sein. Zum Glückist mein Mann noch da und kümmert sichum die Kleine mit dem KiGa-Bringen und Abholen, und er kocht noch selbst, da ich leider kaum Kraft zum Langezeit-Stehen habe (und die Schmerzen erst!)


    Fazit: nach 2 natürlichen und 1 Not-KS-Geburten bin ich froh einen geplanten KS erlebt zu haben, der mir gezeigt hat, dass es eine richtige Entscheidung gewesen ist. Denn alle Arten von Geburten sind zu respektierenb und zu akzeptieren.


    Jetzt freue ich mich auf mein Baby, bin gespannt, wie es mit 4 Kindern klappen wird und bin froh, nie wieder schwanger sein zu müssen. Für mich ist dieses Kapitel somit abgeschlossen.

    Masha mit 4 Bärchen
    #female 05/96 #female 09/00 #female 09/04 #female 10/07
    Das Glücklichsein ist einfach - zufrieden zu sein mit dem, was man hat und sich so zu akzeptieren, wie man ist

    Einmal editiert, zuletzt von masha ()

  • Danke für den Bericht, Masha. interessant! ..hihi, ein saures Neugeborenes - kann ich mir bei dem entspannten Gesichtchen auf Deinen Bildern kaum vorstellen ^^

    in Memoriam Isis, Spinxer, Ökotante

  • Ich finde, dein Bericht hört (liest) sich wirklich entspannt an. ich habe wirklich den Eindruck, dass du nach all den Zweifeln klar mit dir und deiner Entscheidung geworden bist.


    Ich wünsche dir viel Kraft und schöne Zeit für die Zukunft.


    LG

  • herzlichen Glückwunsch zur Geburt! ein sehr schöner Name übrigens...


    und danke für den Geburtsbericht :)

    We must accept finite disappointment, but never lose infinite hope.

    Martin Luther King, Jr.

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