Arbeitszeugnis selbst schreiben

  • steht ja schon da: würdet ihr also nach Beendigung eines Arbeitsverhältnisses eure Beurteilung selbst schreiben, wenn die Chef_in euch das anbietet.


    ich stehe grad vor dieser Entscheidung hab ein paar Argumente die dafür und dagegen sprechen.
    Aber prinzipiell finde ich es total schwierig mich selbst über den Klee zu loben... abgesehen hab ich gar keine Ahnung über die codes die es da so einzuhalten gibt.. gibts da bücher??


    freu mich auf eure antworten

  • Also ich kenn das nur so. Vor allem da, wo die Chefs keine Zeit fuer investieren wollen und es keine vorformulierten Schreiben gibt. Es macht am wenigsten Arbeit und grade bei Jobs, bei denen man als Chef nicht damit rechnen muss, dass da irgendwann mal einer an der Strippe haengt und persoenlich nach der Referenz fragt, wirds gern gemacht.


    Und ja, du musst a) bestimmte Floskeln einhalten und b) wenn du dich nicht ueber den gruenen Klee lobst, ist dein Arbeitszeugnis wertlos. Ein "hat sich sehr bemueht" und alle wissen - die taugt nix. Von daher: recherchier doch mal im Netz, wie sowas auszusehen hat und schreib nicht nur 'war toll' rein, sondern auch die spezifischen Taetigkeiten, die du ausgeuebt hast.


    Wenn du willst, schick ich dir eins von meinen per PN.


    Edit: Im Zweifel ist es wohl besser, sich das selbst zu schreiben, als wenn dann jemand dir was reinschreibt, was dein Zeugnis unbrauchbar werden laesst.

  • Ja, biete ich Mitarbeitern auch immer an, die uns verlassen. Ansonsten schreibe ich die Zeugnisse für sie bzw. arbeite es mit ihnen gemeinsam aus. Ich würde es auf jeden Fall selber schreiben und auf jeden Fall die entsprechenden Floskeln richtig einsetzen.

  • Ja, ich hab mir auch eins selber schreiben müssen was mein Ex-Chef dann abgesegnet hat. So ungewöhnlich scheint das nicht zu sein.


    Zu den Floskeln. Je nach Branche (z.B. in der Forschung) hat man keine Ahnung von diesen ganzen Floskeln. Da macht sich ein Satz wie 'Dieses Arbeitszeugnis gibt meine ehrliche Meinung wieder und enthält keine versteckten wertenden Floskeln' oder so ähnlich sehr gut. Das meinte bei einer Schulung, die eine Kollegin mitgemacht hat, eine ehemalige Personalchefin.


    Viele Grüße

  • Neben der Bewertung Deiner Tätigkeit ist für andere potentielle Chefs eine möglich genaue Tätigkeitsbeschreibung aufschlussreich, besonders wenn Du zusätzliche oder besondere Tätigkeiten ausgeübt hast, die über das übliche Stellenprofil hinausgehen.

  • ich habe das auch so gemacht und finde es auch gut. Du weißt ja oft am Besten, was Du vielleicht noch nebenher geleistet hast (Azubis angeleitet, Programme selber erlernt etc pp). Von diesen Floskeln habe ich glaube ich gar keine verwendet, also weder gute noch schlechte. Und natürlich habe ich mich gelobt wie nix, ich war ja auch gut :P