scheidenpilz und antipilzmittel

  • Hallo liebe Rabenexpertinnen,


    bin in der frühschwangerschaft und mir wurde gestern eine fetter scheidenpilz bestätigt. so stark hatte ich ihn noch nie - mit so nem fiesen juckreiz...
    nun hat mir die gyn natürlich zäpfchen und creme verschrieben - und meinte, die sind alle in der schwangerschaft zulässig.
    nun lese ich aber in der beilage, dass das mittel im verdacht steht grade in der frühschwascha fehlgeburten auszulösen.
    bin etwas ratlos, will keine fehlgeburt provozieren, aber der blöde pilz ist diesmal ausgesprochen unerträglich. So ist kaum meine lohnarbeit möglich. hab jetzt ein zäpfchen genommen, weiß aber dass ich heute abend mich wieder fragen werde, ob ich noch eins nehmen sollte...
    würde mich über ein paar ermutigende antworten freuen.
    a.

  • Ich bin _keine_ Expertin, kann dir aber den Rat geben, dich an die Experten bei
    embryotox.de
    oder
    reprotox.de
    (da auch telefonisch für Laien)
    zu wenden.


    Unter Embrytox.de findest du außerdem unter "Wirkstoffe/Produkte" eine Datenbank, in der du gängige Mittel selber nachschauen kannst.
    Außerdem kann dein Arzt oder deine Hebamme dort anrufen und sich beraten lassen.


    Auch für die spätere Stillzeit sind embryotox und reprotox "Gold wert". Denn viele Ärzte raten vorschnell zum Abstillen oder Stillpausen, obwohl das in vielen Fällen nicht notwendig ist, oder Alternativen vorliegen.
    Ich hatte _immer_ die Nummer und Internetadresse davon im Geldbeutel und meine Hausärztin hat sich dadurch dann sogar das Buch "Arzneiverordnung in Schwangerschaft und Stillzeit" (ein Fachbuch welches von Embryotox herausgegeben wird) gekauft.


    LG und gute Besserung
    Martina

    Liebe Grüße
    Martina


    Tochter 05/2004
    Sohn 04/2015

    Tochter 01/2019

  • Wow, der Beitrag könnte von mir sein, den wollte ich ebenfalls eröffnen...


    Ich hab auch mal was von Knoblauch und Joghurt gelesen, dazu zwei Fragen:
    Was mach ich mit dem Knoblauch? Einfach eine Zehe rein, oder wie? (Bitte nicht lachen. ;))
    Und ich hab nur Fruchtjoghurt im Haus... geht der auch? (Nein, auch jetzt nicht lachen. :D)

  • Danke Trüffel, da hätte ich auch selbst draufkommen können. #hammer
    Die Begründung hab ich schließlich schon mehrfach gebracht, als ich gefragt wurde, ob das Wundermittel Muttermilch auch bei Soor helfe...

  • Joghurt hat bei mir nur vorbeugend geholfen, oder nachher zum ins Gleichgewicht bringen.
    Knoblauch half auch bei akutem Befall, sogar sehr gut.
    Ich hab eine Zehe jeweils halbiert und mit den Schnittstellen zur Haut eingeführt.
    Allerdings kann das höllisch brennen, also lieber vorsichtig ausprobieren.
    Die geschlossene Zehe hat nichts gebracht.


    Ansonsten ist das Pilzmittel wohl schon angebracht bei der Situation.
    Ich hab es auch in der Frühschwangerschaft und später noch öfter genommen, was aber nicht heißen soll, dass es nicht Frühgeburtsfödernd sein kann #gruebel
    Das hat mich auch beunruhigt, ich war damals aber noch nicht so kritisch mit den Ärzten.


    Diese Schwangerschaft lasse ich keine vaginalen Untersuchungen machen,
    trage seit langem nur noch Baumwollwäsche und wenn, dann nur Stoffslipeinlagen oder ein Tempo. Außerdem mach ich mir bei Stress, kalten Füßen, nachm Schwimmbad oder Sex immer ein (Natur)Joghurttampon, und bis jetzt hat sich kein Pilz getraut, mich zu befallen! Letztes Mal hatte ich den ab 5. Woche immer wieder.


    Ich wünsch dir gute Besserung, hoffentlich bist du ihn bald los!

  • auch keine Expertin, darf ich troztdem was sagen?


    Ich würde von Joghurt und Knobi die Hände lassen, dass kann auch mehr schaden als nutzen.
    Wg. Anit-Pilz Medis: es gibt ja grundsätzlich zwei Wirkstoffe, der eine deckt einfach mehr ab, wird aber von vorsichtigen Frauenärtzen nicht in den ersten 12 Wochen verschrieben.
    Ich selbst hatte daher auch erstmal den anderen Wirkstoff, der hat's aber nicht gebracht. Nach der 12. Woche musste ich dann noch 2 mal "kuren".


    Danach habe ich von meiner Gyn so ein Gel empfohlen bekommen (darf ich das hier nennen?). Das habe ich zum Aufbau der Scheidenflora verwendet und seither war/ist alles bestens. Alles andere hat bei mir keinen dauerhaften Erfolg gehabt (Döderlein...), der Pilz ist 2 mal wiedergekommen.

  • auch nochmal ich, obwohl keine Expertin: Meines Wissens, ist das Risiko, durch einen Pilz eine Fehlgeburt zu erleiden etwas höher, als durch das Medikament. In diesem Fall heilgt also der Zweck das Mittel.


    Ich habe in der SS übrigens auch, völlig ohne Probleme und Nebenwirkungen, ein Anti-Pilz-Mittel genommen. Allerdings nicht mit Zäpfchen, sondern nur eine Salbe.

  • Zitat

    Original von Gummiebärchen


    Ich würde von Joghurt und Knobi die Hände lassen, dass kann auch mehr schaden als nutzen.


    Was für Erfahrungen hast du denn damit gemacht? Bzw, wie können die schaden?
    Falls ich doch noch in die Verlegenheit komme, was ich nicht hoffe...

  • Zitat

    Original von Trüffel
    auch nochmal ich, obwohl keine Expertin: Meines Wissens, ist das Risiko, durch einen Pilz eine Fehlgeburt zu erleiden etwas höher, als durch das Medikament. In diesem Fall heilgt also der Zweck das Mittel.


    Das macht mir schon wieder Angst. :S Ich probier den Knoblauch im Moment. Ansonsten hab ich noch Salbe mit dem Wirkstoff Nystatin da, eine andere mit dem gleichen Wirkstoff hab ich in der Schwangerschaft verschrieben bekommen. Nutzen oder nicht?

  • Normalerweise werden Kombipackungen verschrieben.


    Die Zäpfchen sind zum einführen in die Scheide bestimmt und die Creme / Salbe ist für die äußeren Genitalien gedacht. In aller Regel ist die Creme nicht für die schleimhäute geeignet. Das steht dann aber auch im Beipackzettel.


    Ich habe es auch so gelernt, dass das Risiko eines Abgangs durch eine Pilzinfektion höher ist, als das Risiko eines Abgangs durch die medikamentöse Bekämpfung des Pilzes.


    Gute Besserung!

    „Ich mache nicht nur leere Versprechungen, ich halte mich auch daran.“
    (Edmund Stoiber im Wahlkampf 2005)

  • Ich habe damals von meiner Hebi das "Rezept" bekommen.


    ein paar Tropfen Teebaumöl oder Lemongrasöl (kbA) in einer Tasse mit halb Milch halb Wasser zu vermischen. Das auf eine Spritze ziehen und 2x tgl. eine Spülung zu machen.
    Das ganze 10 Tage lang. Anschließend zum Milieu aufbau Naturjoghurttampons.


    Es war nach 2 Tagen komplett erträglich und nach knapp einer Woche war ich Pilzfrei.


    Ich stehe nicht so auf Nystatin und Co.

  • Ihr lieben,
    ich habe schon überlegt, ob ich vielleicht lieber "offizielle und inoffizielle Rabenexpertinnen" schreiben sollte...
    aber ihr habt euch ja trotzdem getraut - vielen lieben dank an alle.
    das mit dem höheren fehlgeburtsrisiko bei pilz wusste ich gar nicht. meine gyn meinte nur, dass ich den pilz jetzt behandeln kann und muss. begründete dies aber nicht. ich bin häufig in diesen situationen auch nicht fit genug, um dann die fragen zu stellen, die mir dann zu Hause in den Sinn kommen.
    zum vorbeugen hat sie auch nischt jesacht...
    ich kombiniere grad das antipilzmittel nachts mit rose-teebaum hydrolat tags (das aber nur außen zum draufsprühen)
    embryotox ist mir bekannt, ist mir aber einfach nicht in den sinn gekommen, danke.
    a.

  • Brauchst Du noch ´n Rezept? Ich hab´s mit Sitzbädern mit Meersalz, Lavendelöl (12- 15 Tropfen) und einem Schuß Sahne geschafft. Nur lauwarm, 1- 2x täglich.


    Und viel Luft und Licht hinlassen (was an dieser Stelle nicht so einfach ist - so im normalen Alltag....)


    Grüsse und gute Besserung vom Nordlicht.


    Edit: eine Handvoll Meersalz (ich hatte Badezusatz aus der Apotheke)

  • Hallo Krukenmama,


    wenn Du schon eine Hebi hast kannst Du sie Fragen, ob sie nicht mal einen Vaginalstatus und ein Aromatogramm beim Institut für Mikroökologie machen lassen kann.
    Die schauen dann ganz genau nach was für ein Pilz es ist und wie der Behandelt werden kann.
    Man bekommt dann einen genauen Bericht und auch ein Behandlungsplan, der sowohl die konventionelle Therapie beinhaltet wie die Aromatherapie und Phytotherapie.


    Wenn die Hebi den Abstrich macht übernimmt die KK die Kosten für die Untersuchung, die Medis für die Konventionelle Therapie darf der FA verordnen, nur die Kosten für die Phyto- und Aromatherapie muss man selbst zahlen.


    Schöne Grüsse

  • das ist aber toll, dass ihr immer noch neue sachen dazuschreibt... vielen dank


    @ ari1980: das wusste ich noch nicht. ich werde dann mal mich bei meiner alten hebamme outen. vielen lieben dank.


    bis dahin werde ich es erst mal mit einem eurer "rezepte" probieren, da das verschriebene mittel nicht so effektiv war.


    lg a.

  • wichtig ist vor allem dem pilz die "nahrung" zu nehmen! d.h. auf zuckerprodukte und vor allem auf Hefeprodukte (frische Brötchen/ Brot) eine Zeit lang verzichten. Das hilft bei mir immer sofort. Chemische Mittelchen wirken bei mir schon lange nicht mehr. Gute Erfahrung habe ich auch mit Sitzbädern gemacht mit bestimmten ätherischen ölen und schüsslersalzen.


    gute besserung und lg

  • hallo fuchur,
    was pilze gerne haben, weiß ich mittlerweile, da ich ganz lange mit einem darmpilz zu tun hatte. wahrscheinlich ist der auch schon wieder gewachsen. hängt ja alles irgendwie zusammen.
    was meine ernährung angeht, bin ich schon etwas disziplinierter geworden.
    aber zumindest beim darmpilz ist es so, dass nur nahrung entziehen wohl auch nach hinten losgehen kann. so sucht sich der pilz im schlimmsten falle über die blutbahn woanders nahrung. ein pilz nur im darm ist da wohl das kleinere übel.
    also umstellung auf ganz einfachkohlehydratfrei fällt daher für mich aus.
    lg
    a

  • In Filus' Schwangerschaft hatte ich auch einen hartnäckigen Pilz. Das Mittel, das du genommen hast, war sicher Clotrimazol. Das wird i.d.R. erst ab der 12. Woche verschrieben, aber nicht wegen Fehlbildungen, sondern weil es bei Tierversuchen eine leicht erhöhte Fehlgeburtsrate gab. Nystatin kann in den ersten 12 Wochen verwendet werden und ist das Mittel der Wahl. Siehe hier: http://www.embryotox.de/adiclair.html


    Ansonsten gibt es ein paar Vorsichtsmaßnahmen (wenn du sie kennst, ignoriere das Folgende):


    - Sex nur mit Kondom
    - den Partner mitbehandeln
    - Baumwollschlüppis (bei 60°C oder höher waschen)
    - nach erfolgreicher Behandlung Aufbau der Vaginalflora mit Döderlein oder Milchsäurepräparaten (mir persönlich waren erstere lieber)
    - Bettwäsche wechseln, ebenso Handtücher, beides über 60°C waschen


    Ich benötigte auch lange, um den Pilz los zu werden, aber er war irgendwann weg.


    gute Besserung!

    Studiosa mit Erstgeborenem 10/06 und Zweitsohn 4/11 - im Doppelpack machen sie doppelt Spaß!

  • So, ich wollte die ganze Zeit schon antworten aber hier war sooo viel los.


    Ihr habt ganz viele gute Sachen geschrieben.
    Anmerken möchte ich noch, dass Muttermilch nicht gegen Pilze hilft weil sie eben so viel Lactose enthält. Auch wenn MM sonst ein Wundermittel ist, sie enthält einfach viele Makrophagen die für die Krankheitsabwehr zusständig sind aber wenn ich den Pilz erst mit Zucker fütter...


    Was ich wirklich noch empfehlen kann sind die Produkte von MultiGyn . Irgendjemand erwähnte auch schon ein Gel bekommen zu haben.
    Die Produkte enthalten einen Wirkstoff der es Bakterien unmöglich macht sich an der Schleimhaut zu halten.