Rechtsfrage-Zeitungsabo

  • kann mir bitte jemand juristischen Rat geben?


    Ich schenkte Weihnachten 2009 meinem Mann ein Geschenkabo einer Wochenzeitung und bezahlte mit Kreditkarte.
    Kurz vor Weihnachten 2010 beschlossen wir, dieses Abo nicht zu verlängern.
    Im neuen Jahr kam die Zeitung noch immer und ich habe es verabsäumt, mich gleich zu melden.
    Ende Jänner stand auf meine Kreditkartenabrechnung der Jahresbetrag dieser Zeitung drauf!
    Auf meine Anfrage beim Verlag, bekam ich die Antwort, dass sie das Geschenkabo unbefristet aufgenommen hätten und es nun bis 2/2012 befristet haben.


    Ist das rechtlich überhaupt möglich, einfach von der Kreditkarte den Jahresbetrag abzubuchen?
    Hab ich überhaupt eine Möglichkeit, vorzeitig wieder auszusteigen?
    Ich habe schon öfters von einer anderen Zeitschrift ein Geschenkabo gemacht und werde jedes Jahr gefragt, ob ich verlängern möchte oder nicht. Daher bin ich ein wenig blauäugig gewesen...

  • Juristischen Rat kann Dir ein Anwalt geben. Hier darf das niemand (der nicht Anwalt st).


    Meine Meinung: Normalerweise verlängert sich ein Geschenkabo nicht automatisch. Zumindest hätte ich das nicht erwartet.


    Was ich täte: Ich würde nachschauen, was ich unterschrieben habe. Wenn es nicht dabeisteht, daß es sich automatisch verlängert, bestünde ich darauf, sofort aus dem Vertrag heraus zu kommen.


    Gegebenenfalls würde ich androhen, das Geld zurückbuchen zu lassen.

  • Danke für Eure Antworten!


    Unterschrieben habe ich gar nichts.
    Im Bestätigungsbrief von Dezember 2009 steht zwar, daß Herr XY auf unbestimmte Zeit die Vorzüge dieser Zeitung nutzen kann.
    Unten steht aber dann auch, hier ist die Nummer, falls ich das Geschenkabo nach Ablauf des Bezugszeitraums gerne verlängern möchte... #confused
    Aber es steht nix von automatischer Verkängerung und auch nix von Kündigungsfrist.

  • Stur stellen, Widerspruch einlegen, Geld zurückbuchen lassen. Das wär zumindest das erste, was ich in dem Fall tun würde. Und wenn die Sache so nicht beendet werden kann, würd ich wohl zu nem Anwalt gehen. Habt ihr ne Rechtsschutzversicherung?


    Geschenkabos kenn ich auch nur so, dass sie auf ein Jahr befristet sind. Und kurz vor Ablauf kommen dann ein paar Briefchen "Wollen Sie verlängern?", "Bitte verlängern Sie doch", "Wenn sie jetzt verlängern, schenken wir Ihnen 500.000? und ne neue Oma" blablubb. Aber dass die einfach weiterlaufen, wäre mir auch neu.

    Dieser Beitrag kann eine eigene Meinung enthalten. Im Idealfall ist es die des Verfassers. :evil:

  • Danke, Vukodlacri!


    Ich werde erst einmal das Geld zurückbuchen lassen.
    Ja, ich kenne es auch nur so, daß diese befristet sind.
    Rechtschutzversicherung hab ich leider keine.

  • Zitat

    Original von sevma
    Unten steht aber dann auch, hier ist die Nummer, falls ich das Geschenkabo nach Ablauf des Bezugszeitraums gerne verlängern möchte... #confused
    Aber es steht nix von automatischer Verkängerung und auch nix von Kündigungsfrist.


    Na also! Ich würde drauf bestehen sofort rausgenommen zu werden. Wenn die sich weigern, sofort zur Verbraucherzentrale und eventuell vielleicht sogar dem Posten auf meiner Kreditkartenabrechnung widersprechen.

  • Zitat

    Original von sevma
    spinxer, ich werde jetzt das Geld von der Kreditkarte zurückbuchen lassen. Dann werde ich sehen...


    STOPP! Davon rate ich ab! Erstmal mit denen reden! Nicht einfach so zurückbuchen lassen!

  • mit denen reden ist sehr mühsam!
    auf meine mails reagieren sie erst nach fast 24 Stunden und ein Anruf kostet 0,14 ?/ Minute aus dem deutschen Festnetz, aus Österreich wird es auch nicht billiger sein.

  • Zitat

    Original von sevma
    mit denen reden ist sehr mühsam!
    auf meine mails reagieren sie erst nach fast 24 Stunden und ein Anruf kostet 0,14 ?/ Minute aus dem deutschen Festnetz, aus Österreich wird es auch nicht billiger sein.


    http://www.tk-anbieter.de -> Immer wenn Du eine 0180/0900 Nummer aus D hast und günstigere Alternativen suchst.

  • Zeitschriften werden im Voraus berechnet. Meistens mit einer Kündigungsfrist von x Wochen (4,6,8...) vor Ende des Berechnungszeitraums, wenn kein Aboende vereinbart wurde. Die Bezugsbedingungen müssen in jeder Ausgabe irgendwo stehen. Bei Bestätigung des Abos bekommt man das ebenfalls mitgeteilt (im Normalfall).


    D.h. wenn dann zu spät storniert wird, ist man ausschließlich auf Kulanz angewiesen. Der Verlag hat in diesem Fall auf jeden Fall recht und kann auf Abnahme des Produkts für einen ganzen weiteren Berechnungszeitraum bestehen (i.d.R. halbjährlich oder jährlich).


    Ergo - erst genau nachlesen, was da vereinbart worden ist, ich würde den Ball da zunächst ganz flach halten.


    Aber hat sich bei Dir für diesen Fall ja geregelt :)


    Mails nach 24 Stunden zu beantworten, finde ich absolut im Rahmen und sogar bemerkenswert gut. Auch 48 Stunden finde ich noch gut, danach werde ich hibbelig, aber erst nach 5 bis 7 Tagen würde ich nachhaken.


    LG
    Bine

    Das Fundament des Rechts ist die Humanität. (Albert Schweitzer)

    2 Mal editiert, zuletzt von turquoise ()

  • bine, im Schreiben steht überhaupt nichts über die Kündigungsfristen, sondern die Möglichkeiten zu verlängern...
    aber jetzt hat sich´s zum Glück erledigt! :)


    Wahrscheinlich bin ich bei mails sehr verwöhnt!

  • Die Kündigungsfristen stehen im Impressum des Hefts. Auf den Schreiben wird dazu in der Regel nichts erwähnt. Ich kenne auch keinen Verlag, der einen Online-Service zur Abokündigung vorhält.


    Ich würde auch erstmal anrufen. Meist lassen sie sich auf eine Kündigung zur nächsten, noch nicht in der Auslieferung befindlichen Nummer doch ein.

  • Zitat

    Original von Elektra
    Die Kündigungsfristen stehen im Impressum des Hefts. Auf den Schreiben wird dazu in der Regel nichts erwähnt.


    Es ging um ein Geschenk-Abo. Bei solchen erwarte ich, daß sie nur über einen Bezugszeitraum (also gewöhnlich 1 Jahr) gehen und sich nicht automatisch verlängern.