Liebebedürftiges Baby, mache ich doch etwas falsch?

  • Hallo zusammen,


    mein kleiner mann ist gestern 1 jahr geworden und manchmal erschrecke ich, wie sehr ich das würmchen liebe. daher habe ich mir auch viele gedanken um sein wohlbefinden gemacht und bin nun ganz von den lehren von dr. gonzales, dr. sears, jean liedloff usw. überzeugt. sprich: familienbett, tragen statt schieben, stillen nach bedarf und solange er will und niemals nie nicht schreien lassen.


    leider haben wir gerade in den ersten wochen viel falsch gemacht: schwierige geburt, bei der wir uns viele fehler des klinikpersonals haben (unbewusst) gefallen lassen und viel stress durch überforderung und schlechte planung in den ersten wochen. das war wohl mit ein grund warum der kleine mann zu einem "schreibaby" wurde bis 4,5 monate. das war eine sehr harte zeit. dazu kamen ständige blähungen, bis heute hat er eine eher schwierige verdauung.
    (pricktest war negativ und darmflora ist auch in ordnung getestet)


    er hat ein aufgewecktes temperament: schläft wenig, ist enorm aktiv und neugierig, nie ließ er sich gerne schmusen, nie ist er mal für eine minute ruhig.


    und das leider auch nachts: noch keine einzige nacht in den letzten zwölf monaten hat er durchgeschlafen, vor elf schläft er selten ein (und immer nur an der brust), und aufstehen immer so um acht, tags schläft er auch nur noch einmal.
    nachts wacht er wenns gut läuft nur 3-4 mal auf und schläft an der brust gleich wieder ein. wenn es schlecht läuft wacht er 5-7 mal auf, weint sofort, richtet sich auf oder wälzt sich hin und her, findet keine ruhe oder ist komplett wach und turnt auf mir rum. und schlechter läuft es in etwa 5 von 7 nächten. der papa schläft schon seit monaten im gästezimmer.


    im prinzip habe ich mich daran gewöhnt - geistig. aber körperlich geht es mir immer schlechter. ich habe schon immer rückenprobleme gehabt, aber seitdem er da ist bin ich nicht nur nicht mal ohne schmerzen, sondern mein rücken ist total verkrampft, meine gelenke schmerzen gichtartig und ich fühle mich morgens völlig matt und ausgelaugt. aufstehen ist eine folter...
    ich habe nun mit massagen und einer körpertherapie angefangen, weil ich einfach nicht mehr kann.


    hinzu kommt, dass er noch voll gestillt wird, er isst zwar schon fest, aber immer wenn es ihm schlecht geht (erkältung, zahnen) will er nur mich und muttermilch, sodass ich ich ihn max. 1,5 stunden zu einer betreuung geben kann.
    von zeit für mich kann ich gar nicht sprechen, mein pferd bin ich seit einem jahr zwei mal geritten.


    so gerne hätte ich noch mind. 2 kinder, aber wenn es noch ein so liebebedürftiges kind werden würde, ich könnte es rein köperlich nicht schaffen... und ich hielt mich immer für eher kräftig.
    zumal momentan auch gar keine besserung in sicht ist, manchmal ist er durch die zahnschmerzen den ganzen tag weinerlich und will getragen werden, was mich mittlerweile stark belastet.


    ich will mich gar nicht beschweren, ein lächeln von ihm macht alles wieder gut. ich brauche nur irgendwie ein wenig bestätigung oder hilfe von müttern mit ähnlichen erfahrungen.
    denn manchmal zweifle ich an mir, vor allem wenn mich leute so vorwurfsvoll ansehen, wenn ich erzähle wie ich ihn "verwöhne". wie ich dieses wort mittlerweile hasse. für mich käme es aber nie in frage mein baby alleine schreien zu lassen, um meine bedürfnisse zu befriedigen.


    so, das musste ich mir mal von der seele reden :)
    würde mich auf eure antworten freuen.


    lg,
    sara

  • Zum einen: Ja ich kenne auch so ein sehr bedürftiges Kind. Mein zweites. Da wusste ich wenigstens, dass es nicht grundsätzlich an mir liegt.


    Zum Zweiten: Du müsstes mal langsam schauen, dass du selbst bei aller Liebe und Selbstaufgabe nicht zu kurz kommst. Er ist jetzt ein Jahr alt und diese absolute Bedürftigkeit wird jetzt langsam von dem Bedürfnis nach Abnabelung und Autonomie abgelöst. Du kannst so langsam anfangen, ihm mehr "zuzumuten". Auch das Schreien muss gelegentlich mal sein, das wirst du in den nächsten Jahren noch oft genug erleben, dass man Frustrationen nicht ganz vermeiden kann und soll.
    Versuche doch mal herauszufinden, was genau DEINE Bedürfnisse sind und wie man anfangen kann, die mit denen deines Kindes in Einklang zu bringen.
    zB die Stillabstände langsam zu vergrößern. Seinen tagsschlaf evtl verkürzen, damit er nachts besser schläft, viel Bewegung verschaffen ( er läuft ja sicher bald), viel Kontakte und Aktionen, die ihn auslasten. Nur so ein paar Ideen.


    Ich kann dich aufmuntern, es wird sich in nächster Zeit sicher noch einiges ändern. Sein Radius wird größer, sein Autonomiebestreben wird sich entwickeln/verstärken und durch die verstärkte Bewegung wird auch Apetit und Müdigkeit zunehmen.
    Ab 2 Jahren hat mein Kleiner endlich angefangen durchzuschlafen (von 21 bis ca 4-6 Uhr) :) . Man wird wieder ein gaanz anderer Mensch mit SCHLAF :P :D .

  • Das kenne ich - mein kleiner Sohn (jetzt 9 Monate) musste auch nach der Geburt wegen einer starken Gelbsucht ins KH (ich natürlich mit!) und wurde dort sehr "gequält" - mehrfach täglich Fersenblut abgenommen, was wohl höllisch weh tut. :( Die Geburt selbst war kurz - sehr kurz und extrem heftig. Mit 10 Wochen begann er zu schreien - 3 Wochen lang - ich war völlig am Boden, weil NICHTS half. Ich habe dann meine Hebamme um Hilfe gebeten und sie kam sofort. Sie hat eine Ausbildung in Cranio-Sacral-Therapie und als sie ging, schlief das Kind zum 1. Mal 2 Stunden am Stück. Und dann schrie er nicht mehr! Sie kam dann noch ein halbes Jahr lang alle 2 Wochen und ich sah meinen Sohn regelrecht aufblühen. Er hatte wohl eine Verengung im Schädel und dazu ein Geburtstrauma und ein Nachgeburtstrauma. Heute ist er ein fröhliches Kind (welches allerdings auch nie durchschläft - dafür ist er einfach noch zu klein)
    Kann es sein, dass bei euch auch noch Traumata vorhanden sind? Wäre ein Osetopath/Heilpraktiker evt. hilfreich?

  • das kenne ich! ich kann dir nur eines zurufen: halte noch was durch!! bei uns wurde es mit ca. 15-18monaten besser.


    auch jetzt haben wir in 22 monaten gerade einmal 2x durchgeschlafen. das stört mich mittlerweile nicht mehr. er wacht auf, setzt sich, ruft durst, ich greife im halbschlaf nach seinem wasserglas, gebs ihm, er trinkt,schläft wieder ein. 3-5x pro nacht (wir stillen nicht mehr). meistens weiß ich frohs, dass wir wach waren aber nicht wie oft. fühle mich halbwegs fit. (er schläft 21-21.30 ein und ist ab spätestens 6 wach - also kurze nächte) ... es gibt aber auch die anderen nächte, die momentan auch überwiegen, wo er alle 20 minuten weinend und mama-schreiend wach (und dass, obwohl er arm in arm mit mir schläft!)


    sei froh, dass dein mann "ausgezogen" ist. das würde mir eine last abnehmen, so zerreisst es mir täglich das herz, wenn ich meinen müde und total ko auf arbeit gehen seh und abends arbeiten seh, wenn ich mich schon ins bett leg. leider weigert er sich woanders zu schlafen, er will mich nicht im stich lassen, schwanger jetzt schon gar nicht.


    ich meinte es wird besser. mit ca. 1 1/2fing er an auch viel allein zu spiele, sich zu beschäftigen, so dass ich immer mal nur dabei saß und nicht mehr so aktiv sein musste. das bringt viel ruhe! auch geht er nun schon öfter mal in sein spielzimmer, ruft mich zwar, aber versteht auch, wenn ich sage "gleich" oder "später", dann gibts kein weinen. er spielt einfach schon mal. mit diesem autonomie-bestreben kam auch, dass er nicht mehr so viel getragen werden wollte. er läuft nun sehr gern und oft und große runden draußen, in der wohnung trage ich ihn gar nicht mehr. trage ausschließlich draußen, wenn er kaputt wird/ist und das akzeptiert er sehr gut - manchmal äußert er den wunsch gleich in den manduca oder tuch genommen zu werden, wenn nicht, dann fordert er, dass wirs mitnehmen und sagt dann, wenn er rein will. es geht aber dabei nicht mehr um nähe und kuschelbedürfnis, sondern ausschließlich um getragen werden, um nicht laufen zu müssen (wir besitzen keinen buggy oä.)


    und wegen dem viel-stillen. in phasen von krankheit und zahnung etc.. würde das mein zwerg sicher auch gern, er verweigert dann jedes essen. wir stillen leider nicht mehr. also seh auch das eher positiv. (ich verstehe es so, dass du in nicht-krank-phasen keine 1,5h stillabstände hast)


    zum thema schreien... ich war genauso rigoros wie du - "niemals nicht nie" dann setzten die wutausbrüche und trotzphasen ein. die hatte er auch schon mit 1 jahr, aber so richtig schlimm doll erst mit ca.18-20 monaten. hab den eindruck es wird immer schlimmer. da wirst du das "nicht-weinen-lassen" notgedrungen nochmal anders überdenken müssen. das wird wieder anstrengender werden aber da führt kein weg dran vorbei (hatte das auch gehofft) grenzen austesten gehört dazu - ein beispiel - er schlägt den hund, ich sage nein, er schreit, weil er den hund nicht schlagen darf. was willst du da machen? klar erklären, dass es weh tut usw. trotzdem weint er, weil er seinen willen nicht bekommt und will sich aus dem grund auch nicht trösten lassen. solche situationen werden auch bei euch kommen udn da werden tränen fließen.


    zum selbstverlieren kann ich dir nur sagen, das geht mir genauso. ich hab auch noch keinen weg gefunden das zu verhindern. aber vielleicht findest du was, was dir gefällt und auch deinemkind - wir gehen seit seinem 1. geburtstag 1x die woche schwimmen und zu einem mama-kind treff. dort spielt er allein oder mit anderen und ich hab in den 1-2h mal ruhe mit den nachbarsmamas zu quatschen und es tut gut malüber dinge wie tupperparties, nähkurse usw. zu schnacken. auch wenn das weit entfernt von meinen früheren hobbies und interessen liegt!


    übrigens kannst du sicher bald deinen zwerg an dein pferd heranführen. vielleicht kann der papa mal mitkommen und passt auf ihn auf und beide schauen dir beim reiten zu? mein sohn liebt pferde und würde da stunden zuschauen. viell. kannst du auch reiten und papa mit kind aufn fahrrad nebenher? ist nur ne idee, wie man das verbinden könnte...

  • hallo sara,


    laß dich mal #knuddel ich kenne diese zeiten. mein mann und ich haben die ersten 12 monate nach der geburt unseres sohnes nicht in einem bett gelschafen, weil wir uns die nacht aufgeteilt haben. anders war das nicht zu schaffen. ich bin um 20:00 uhr ins bett und um 24:00 uhr haben wir schichtwechsel gemacht. mein sohn hat im ersten lebensjahr nie länger als 1,5-2 h am stück geschlafen und hatte mitten in der nacht auch immer mal wieder längere wachphasen.


    und: es wurde besser. viele faktoren haben dazu beigetragen. der osteopath, die erkennung der kuhmichlunverträglichkeit, das ende des zahnens etc.


    es wird besser werden, versprochen. bis dahin musst du dir freiräume schaffen wo es nur geht und schlafen, wann und wo es nur geht.


    alles gute!

    Basia mit Schlumpf (08.2007) & kleiner Maus (08.2009) & Kröti (12.2016)

  • genauso war meine tochter!
    und nun ist nummer zwei das komplette gegenteil!
    mmn liegt es also beim kind und nicht bei den eltern: sie sind einfach verschieden!


    noch was: du machst das toll!

  • Sara, es gibt einfach Kinder, die mehr Liebe und Zuwendung brauchen um sich in der Welt zu recht zu finden. Ich glaube nicht, dass das viel mit den anfaenglichen Schwierigkeiten zu tun hat. Ich habe ein Schreibaby von 6 Kindern, und das ist anstrengend, aber das hatte wenig mit der Geburt oder seiner Gelbsucht zu tun.


    Der kleine schlaeft ebenfalls noch keine Nacht durch (und ist bald 1.5 und wacht alle 2-3h auf, mit 12 Monaten war das noch stuendlich). Ich empfehle dir Largo's Buch Babyjahre zu lesen, nicht durch die Nachtschlafen ist naemlich gar nicht so selten.


    Wichtiger ist, wie du damit zu recht kommst, wie kommst du trotzt 24hBabies zu deinen Pausen und kannst Kraft tanken. Kannst du zB am Wochende mal ausschlafen und der Papa geht mit kind auf den Spielplatz? Wie sieht deine Ernaehrung aus, waere eine Vitaminkur vielleicht mal gut? Stillen zehrt unheimlich an den Reserven.


    Massagen klingt schon mal sehr gut!


    Und auch das mit der Ernaehrung kenne ich nur zu gut:

    Zitat

    Original von sara_e
    hinzu kommt, dass er noch voll gestillt wird, er isst zwar schon fest, aber immer wenn es ihm schlecht geht (erkältung, zahnen) will er nur mich und muttermilch,


    Das mit dem Kranksein ist auch jetzt noch so bei ihm, vermehrt gegessen hat er erst mit 14/15Monaten. Und auch da ist er sehr waehlerisch, hat Phasen und es lohnte sich fuer mich einfach zu gucken ob das Kind zu nimmt und wie viel er ueber die Woche oder gar 2 Wochen isst, und nicht auf den Tag verteilt.


    Zitat


    sodass ich ich ihn max. 1,5 stunden zu einer betreuung geben kann.


    Da wiederum denke ich, dass du was tun kannst. Eine gute Betreuung finden, einen Babysitter, die Oma, einen Freund. Dein Kind kann mit 12 Monaten auch aus dem Glas trinken lernen.


    Zitat


    so gerne hätte ich noch mind. 2 kinder, aber wenn es noch ein so liebebedürftiges kind werden würde, ich könnte es rein köperlich nicht schaffen... und ich hielt mich immer für eher kräftig.


    Gib dir Zeit, 1 Jahr ist wirklich noch keine Zeit, manchmal dauert es 2-3-4 Jahre, bis man soweit ist fuers naechste Kind, oder es schleicht sich eine Ueberraschung ein und dann ist das halt so (wie bei uns).


    Zitat


    denn manchmal zweifle ich an mir, vor allem wenn mich leute so vorwurfsvoll ansehen, wenn ich erzähle wie ich ihn "verwöhne". wie ich dieses wort mittlerweile hasse.


    Ach, lass die nur reden, die meinen es gut mit dir und haben selbst kaum Erfahrung mit 24h Babies. Wichtig ist nur, dass du Wege findest, um auch auf dich und deinen Koerper zu hoeren.

    Birth is not only about making babies. Birth is about making mothers - strong, competent, capable mothers who trust themselves and know their inner strength.

  • Danke Glockenbaum für die schöne Antwort, einiges davon wollte ich auch schreiben.


    sara
    was die Betreuung angeht: Es geht mehr als du denkst, trau deinem Kind das zu! Meiner ist 9,5 Monate alt, und obwohl er zeitweise (Krankheit, Zahnen...) voll stillt, und zu Hause wirklich sehr regelmäßig die Brust möchte, kann ich inzwischen auch mal 3 Stunden weg sein, einmal sogar schon 4,5 Stunden. Kind konnte auf einmal etwas Banane essen, hat Wasser getrunken und war ansonsten glücklich. Und hat sich halt auf den Busen gestürzt, als ich wiederkam ;) ;)


    Ich denke generell auch, dass du es richtig machst. Wie Glockenbaum schon schrieb - manche Kinder sind einfach sehr leich zu verunsichern, die brauchen Sicherheit, Zuwendung und Liebe, damit sie hier ankommen. Das alles gibst du deinem Kind. Mit einem Jahr kannst du ihm aber schon viel mehr zutrauen, und auch dein Kind kann davon profitieren.


    Was ein weiteres Kind angeht - hier gabs mal ne Umfrage zum Thema 24-h-Baby, und die wenigsten hatten MEHRERE 24-h-Babys. Sondern zu ihrer eigenen Überraschung danach so "normale" "Bilderbuchkinder". (in "", weil ich mein 24-h-Baby für ein völlig normales Bilderbuchstrahlekind halte, inzwischen).

  • Zitat

    Original von Trüffel
    Was ein weiteres Kind angeht - hier gabs mal ne Umfrage zum Thema 24-h-Baby, und die wenigsten hatten MEHRERE 24-h-Babys. Sondern zu ihrer eigenen Überraschung danach so "normale" "Bilderbuchkinder". (in "", weil ich mein 24-h-Baby für ein völlig normales Bilderbuchstrahlekind halte, inzwischen).


    Eine liebe Cousine von mir hatte als erstes Kind ein 24h Baby und dann kam das zweite daher, und war einfach, immerzu gluecklich, und sie gestand mir, sie fand es einfach auch langweilig, und freute sich dann als das 3. Kind wieder mehr Aufmersamkeit brauchte. So kann's auch gehen.

    Birth is not only about making babies. Birth is about making mothers - strong, competent, capable mothers who trust themselves and know their inner strength.

  • auch hier ein zwerg, der alle zwei stunden wach wird in der nacht und was trinken mag. oft dazwischen wach wird und beruhigung braucht. manchmal denk ich, das hört NIE auf ;( - gsd liest man immer wieder, das doch. darauf FREU ich mich schon SEHR


    vielleicht kannst du mumi abpumpen? so krieg ich mal mehr als zwei stunden "auszeit" - papa gibt ihm dann ein mumi flascherl. auch wenn das nur einmal alle wochen oder zwei wochen ist - es hilft schon! weil zwerg mag noch nix essen (ist jetzt knapp neun monate) - also stille ich noch voll.


    und ansonsten hilft auch andere betreuung, auch wenn du zum stillen wieder "antreten" musst *gg*

  • Hallöchen sara_e


    das kommt mir alles sehr bekannt vor :D Meine Große ist mittlerweile schon 3 Jahre alt und wir hatten das auch alles.
    Bis ich meinen Weg gefunden hatte -sprich langes Stillen, Familienbett und auch ein etwas anderer Umgang mit ihr als manch andere Eltern (nicht schreien lassen und sie auch schon als Persönchen respektieren und ihr durchaus mal ihren Willen zuzugestehen wenn sie was möchte was mama grad mal nicht so will)- das hat echt gedauert.
    Da freu ihc mich schon mehr aufs Zweite da hab ich den ganzen Stress nicht das ich alles anders mache als andere. Da steh ich dann drüber.


    Als sie 1 jahr alt war war auch nciht dran zu denken das wir jemals Zeit haben würden für ein 2.Kind weil sie soviel Aufmerksamkeit für sich beansprucht hat. Aber man glaubt nicht was die Kinder alles lernen wenn Mama es auch wirklich will. Wir haben hier gestillt bis sie 2 1/2 war und auch noch lange mehrmals täglich (hat aber ab dem 6.Monat auch feste Kost zu sich genommen).
    Ich konnte auch kaum mal ohne sie weggehen (und sei es nur mal in den Keller oder zum einkaufen) weil sie so an mir hängt (auch immer noch) und Papa hat leider lange nicht gezählt und durfte nichts.


    Auch heute schläft sie noch zumeist bei uns im Familienbett wobei sie in ihrem Zimmer schlafen geht. Und ja sie schläft viel besser als früher auch schonmal von 20 uhr bis vier uhr morgens bevor sie zu uns gewandert kommt. Abstillen ging auch recht unproblematisch weil ich krank war und es ging einfach nicht und da war die nana auch krank und danach auf kur und das hat sie so akzeptiert mit recht wenig protest.


    was ich damit sagen will. die herren deren lehren ich übrigens auch sehr befürworte meinten sicherlich nicht das du dich selbst aufopfern sollst. davon hat dein sohn auf dauer nämlich gar nichts. also überleg dir was du für dich willst und dann methoden es umzusetzen. vielleicht schläft er ja besser wenn dein mann neben ihm liegt und dann erst du (so riecht er deinen milch nicht dauernd) oder du versuchst ihm sobald er sich einnuckelt an der brust diese vorsichtigt aus dem mund zu lösen. hat bei uns anfangs gar nicht geklappt aber nach dem 20.mal wars meiner tochter einfach zu doof und sie drehte sich um und schlief wieder ein.


    Ganz wichtig ist nur: DU MUSST WISSEN WAS DU WILLST!!!


    Dein Sohn wird sich dann drauf einstellen. Und ja es wird tränen bei so manchem geben aber es sit ja auch wichtig das kinder lernen mit frustration umzugehen. und da gehört brüllen leider dazu.


    alles gute wünsch ich dir

    Liebe Grüße


    Dani und Krümelchen (03/08)


    #laola