Papa darf gar nichts

  • Hallo ihr Lieben,


    unsere Große ist jetzt 3 Jahre alt geworden und frisch im Kindergarten. Mama arbeitet bis Mai Vollzeit bevor Mutterschutz für Sohnemann anfängt. Von daher sicherlich viel was sie zur Zeit verdauen muss.
    Ist auch alles soweit in Ordnung aber was mir echt Kopfzerbrechen bereitet, ist ihr Verhalten ihrem Papa gegenüber.


    Meistens ist es tagsüber ok und sie spielt mit ihm oder schaut sich ein Buch an aber abends wenns ans Zubettbringen geht, sagt sie immer "morgen ist der Papa dran. Heute nochmal Mama" und wenn er ihrem Bett dann zu nahe kommt -nur um vielleicht noch ein Bilderbuch mit ihr anzuschauen- wird sie echt zickig. "nein Mama" und nachts wenn sie mal aufwacht (sie träumt jetzt vermehrt schlecht und wacht weinend auf-ich schiebs mal darauf das soviel neues auf sie einstürzt) dann darf Papa gar nichts. Lieber steht sie völlig schlaftrunken neben mir im Bad wenn weil ich noch Zähneputzen möchte als mit Papa schonmal bißchen im Bett zu kuscheln.
    Auch ignoriert sie öfters mal seine Anweisungen und schaut mich dann an. Ich halte mich dann da raus und sag nur das Papa mit ihr redet.
    Dabei ist Papa wesentlich weniger streng als ich und wenn sie mit ihm alleine ist dann klappt auch alles (auch das ins Bett bringen) super.


    Bin echt total überfragt wie ich jetzt reagieren soll. Sie ist schon immer ein Mamakind gewesen. Im ersten Jahr durfte Papa noch weniger als jetzt. ist also schon besser geworden, aber gerade wirds mal wieder schlimmer. Er leidet da echt drunter und ich weiß nicht wie ich ihm helfen kann. Aber es ist doch relativ normal das die Kinder mit Mama mehr Zeit verbringen weil wir Mamas anfangs eben daheim sind. Bei anderen Familien ist das nicht so. Da läuft es oft andersrum. Wenn papa heimkommt ist mama abgeschrieben. Das gabs bei uns noch nie.


    Wäre dankbar für eure Tipps bzw. Erfahrungsberichte.

    Liebe Grüße


    Dani und Krümelchen (03/08)


    #laola

  • Ich kenne das!!! Ich habe zwei Mamakinder und eines das auf dem Weg ist #love.
    Es hilft nur eines, meiner Erfahrung nach. Die Papaposition zu stärken und den Papa zu stärken.
    Wir Erwachsenen machen aus, wer was tut.
    Und wenn der Papa den kleinen Mann ins Bett bringt, dann tut er das. Ich komme und sage gute Nacht und das wars.
    Das ist nicht leicht. Anfangs gab es viel Geschrei und Diskutiererei. #augen
    Aber ich finde es wichtig, dass die Eltern sich in ihrer Position gegenseitig stärken und dem Kind beide als liebevolle Eltern bereitstehen.
    Ich kann und möchte nicht immer bereitsein, wenn mein Kind es verlangt. Mit drei Jahren kann ein Kind auch damit umgehen, wenn der liebevolle Papa für es da ist und Mama stattdessen etwas anderes tut.
    Ist es es eben. Das hat sicherlich etwas mit Ablösen zu tun, aber auch Konsequenz und dem Älter werden.
    Zu dem finde ich die Vaterrolle gerade in dem Alter extrem wichtig, da sie mehr an Bedeutung gewinnt. Der Vater kann mehr tun und das Kind kann wirklich offen auf ihn zugehen, weil es die Mutter nicht mehr in dem Maße braucht wie vorher.
    Der Vater ist doch niemand schlechtes. Kein Elternteil zweiter Klasse!
    Er ist wichtig und wertvoll und so sollte das Kind und auch die Mutter ihn behandeln.


    Just my 50ct ;).

    The way we talk to our children becomes their inner voice. ~ Peggy O'Mara ~

  • Guter Vorschlag, aber das macht es leider nur schlimmer.
    Wenn wir sei beim Wort nehmen und "morgen" der papa sie dann ins Bett bringt und ich mich ins Wohnzimmer setze dann muss er sie im Bett festhalten weil sei sonst einfach zu mir ins Wohnzimmer kommt. Sie bleibt einfach nicht liegen. Und wenn er sie dazu zwingt (indem er sie nicht zu mir lässt) macht es das nur schlimmer.
    Wir hatten das bereits ausprobiert aber ohne Erfolg. Wenn ich mich dann einfach weigere udn sage Papa macht das, dann geht sie einfach nicht ins Bett und klammert sich irgendwo fest (meist an mir) damit Papa sie nicht wieder in ihr Zimmer bringt.
    Sie hat schon jetzt extrem ihren eigenen Kopf. :S
    Und ich weiß ehrlich gesagt nicht wie ich ihr den in diesem Fall etwas erzieherisch zruechtrücken soll ohne die papa-Tochter Situation noch zu verschlimmern.


    Papa-Tochter Tage gibts ja und die laufen auch immer super und sie ist total lieb und einmal hatten wir es nach so einem Tag auch schon das ich weggeschickt wurde und Papa sie ins Bett bringen sollte. Aber eben nur dieses eine Mal.
    Nur sobald ich da bin, klappt das alles nicht mehr. Mach mir schon als nen Kopf ob ich das irgendwie durch mein Verhalten heraufbeschwöre, aber mir fällt nichts auf.


    Hmm ich glaub ich hab den Beitrag im falschen Themenbereich gepostet seh ich grad. Weißt du wie ich den Beitrag umhängen kann?

    Liebe Grüße


    Dani und Krümelchen (03/08)


    #laola

  • Bei uns ist viel mit der Geburt des zweiten Kindes passiert. Mein Mann sagte, er sei nochmal Vater geworden, jetzt von unserer Großen, weil er ganz anders gefragt sei.
    Und in all dem, was in der Tat auf unsere Große mit der Geburt und gerade begonnenem Kindergarten auf sie eingestürzt ist, hat er viel zu tun bekommen. Die ersten Tage nach der Geburt unserer Kleinen hat unsere Große mich erstmal abgelehnt, das hat sehr weh getan, war aber einfach so. Unsere Große mußte ihre Rolle erstmal finden (und wir auch). Das ist jetzt 1,5 Jahre her, und wir sind alle zufrieden. Und sie ist mittlerweile ein totales Papakind!

  • Papa hat sich zurückgezogen, wenn er nichts durfte.


    Jetzt ist das Kind 4 und Papa darf schon viiiiieeeel mehr. Es dauert einfach nur eine Weile, aber es wird besser.

    ... und liebe Grüße!



    superkalifragilistikexpialigetisch. ^^

  • Das ist eben genau das Problem. Mein Mann nimmt das halt sehr persönlich. Manchmal viel zu sehr. Immerhin ist Emma das Kind und er der Erwachsene. Aber wenn das halt öfters passiert dann reagiert auch der vernünftigste Erwachsene mal im Affekt und gibt einfach auf und zieht sich zurück.


    Das drückt bei ihm unheimlich auf die Psyche und zieht ihn runter. Ich weiß dann oft gar nicht was ich machen soll. Die Kleine ignorieren und zu Papa schicken oder böse werden. Aber ob ich es damit besser mache halt ich für fraglich.


    Es ist etwas besser seit Papa sie aus dem Kindergarten holt (seit 2 Wochen) -also auch eine feste Aufgabe in ihrem Tagesablauf hat.
    Hmmm....vielleicht sollten wir Papa noch eine weitere Sache als feste Aufgabe weitergeben.


    Hat das bei euch geholfen?

    Liebe Grüße


    Dani und Krümelchen (03/08)


    #laola

  • huhu,


    diese mamaklammerphase haben wir hier zur zeitauch.


    er wird gerade imkiga eingewöhnt, die große belibt jetzt schon über mittag, der ganze tagsablauf hat sich geändert und er weiss, das ich in einpaar wochen wieder arbeiten gehe und er in den kiga geht.


    ich denke, das dies alles erstmal sitzen muss....


    wir haben hier seitdem ich nicht mehr stille einen wochenweisen einschlafwechsel...sprich eine woche bringe ich die große und papa den kleinen ins bett..dann wird gewechselt.


    daran halten wir auch fest (nur wenn einer krank ist, dann übernehme ich, da dann die kinder besser einschlafen), tagsüber macht halt der elternteil die aufgaben, der gerade da ist.


    es kommt in den letzten wochen immer wieder vor, das sich paul rein gar nicht von papa helfen, wickeln .... lässt. dann mache ich es halt, wenn ich da bin.
    ansonsten kann es vorkommen, das er ne stunde im flur sitzt bis ich nach hause komme (weil ich gerade nochmal einkaufen war und die meute nur kurz zuhause abgesetzt habe z.b). das muss er aber dann selber aushalten, mehr als hilfe anbieten kann man nicht..und wenn man etwas gegen seinen willen machen möchte, dann gibt es lauthalses gebrüll...also warten lassen

    LG paulina mit paula (11.05)
    + paul (04.08)

  • Bei uns war es auch so. Das ist 13 Jahre her :) Als mein Mann von ganzem Herzen loslassen konnte und es nicht mehr persönlich nahm, war es vorbei. Er gab R. einen Gute- Nacht-Kuss, erwähnte wie gerne er ihm eine Geschichte vorgelesen hätte und hat dann das Zimmer verlassen. (Aber nicht das Gefühl vermittelt, du bist Schuld, dass Papa traurig ist!!!) Es dauerte 3 Tage und dann wünschte R. sich seinen Papa ans Bett, dann wurde N. geboren und ich war erst mal abgeschrieben. Sobald Papa heim kam, war nur noch er angesagt.....und dann wusste ich, wie er sich gefühlt haben musste ;)


    Tröste deinen Mann, diese Phase geht vorbei!


    Zitat

    Hmmm....vielleicht sollten wir Papa noch eine weitere Sache als feste Aufgabe weitergeben.


    Das ist doch eine prima Idee! Nähe und Kontakt zu einem anderem Zeitpunkt zu schaffen.


    LG

  • Zitat

    Original von sonnenschein67
    ... dann wurde N. geboren und ich war erst mal abgeschrieben. Sobald Papa heim kam, war nur noch er angesagt.....und dann wusste ich, wie er sich gefühlt haben musste ;)


    Aus unserem extremen Mamakind ist mit dem Abstillen und dann im Verlauf der Schwangerschaft mit dem Geschwisterchen ein richtiges Papakind geworden. Seitdem das Baby da ist, bin ich erst recht 2. Wahl.
    Vielleicht verändert sich bei euch die Beziehung zwischen dem Papa und eurer Tochter durch die Geburt zum besseren ...
    Ganz so extrem hätte es bei uns jetzt nicht sein müssen, ich finde es ehrlich gesagt schon manchmal etwas traurig, wenn man nicht mal mehr trösten "darf" und für alles nur noch der Papa zuständig ist ... Und ich hoffe, es wird auch mal wieder ausgewogener ...

  • Zitat

    Original von Isminaz


    Ganz so extrem hätte es bei uns jetzt nicht sein müssen, ich finde es ehrlich gesagt schon manchmal etwas traurig, wenn man nicht mal mehr trösten "darf" und für alles nur noch der Papa zuständig ist ... Und ich hoffe, es wird auch mal wieder ausgewogener ...



    .....wird es! Ganz bestimmt! #knuddel

  • hier ist es auch andersrum - seit No2 da ist, ist Papa in der Hierarchie nach oben gewandert. Nach einer ganz schlimmen Zeit am Anfang, in der sie am liebsten die Geschichte vom kleinen weißen fisch, der seine Mama verloren hat, rezitirte, weinend aufwachte und sehr viel geweint hat (das war wirklich ziemlich schlimm), hat sie die Qualitäten ihres Vaters voll und ganz entdeckt. Jetzt werde ich raus geschickt und wenn ich was mit ihr alleine machen will, während Papa das Baby hütet, sagt sie: Lieber mit Papa. Mir geht so langsam echt der Kontakt zu meiner tochter verloren, ich kann gut nachvollziehen, wie Dein Mann sich fühlt!

  • Bei uns ist die Große mit der Geburt ihres Brüderchens (da war sie 3,5 J.) ein ganzes Stück zum Papa gerückt. Von ihm ließ sie sich plötzlich auch ins Bett bringen, wenn ich zu Hause war. Das ging vorher NIE (nur wenn ich nicht im Haus war; wir haben es aber auch nie erzwungen) und ich habe sie an diesem ersten Tag ganz offen gefragt ob es ok ist, wenn Papa sie ins Bett bringt. Sie hätte also auch nein sagen können.
    Später hatte sie dann nochmal eine extreme Mamaphase, nur die Mama darf, ich will bei den Mädchen bleiben etc. Keine Ahnung ob das auch irgendwas mit der eigenen Geschlechteridentifikation zu tun hatte... Jedenfalls sind wir so gut es ging drauf eingegangen und es ist vorbeigegangen. Jetzt lässt sie sich auch wieder total problemlos vom Papa ins Bett bringen.
    Liebe Grüße, brielle

  • Wir hatten gestern auch einen kleinen Erfolg. Sie ist gegen vier Uhr in ihrem Bett (das erste mal seit 5 Tagen das sie wieder in ihrem Zimmer geschlafen hat) wach geworden und wollte dann mit zu uns. Ich musste aber nochmal dringend ins Bad abbiegen und habe sie gefragt ob sie mit möchte oder schonmal ins Bett rübergehen mag. Zu Papi kam dann nur.
    Das ging dem Papi natürlich runter wie Öl und sie hat sich auch richtig an ihn gekuschelt und ist heute morgen sogar auf seinem Kissen an Papi gekuschelt aufgewacht. Das hat meinem Mann sichtlich gut getan. :D
    Und sie achtet jetzt auch viel mehr drauf wenn Papa weggeht das sie ein Kussi kriegt und gestern hat sie sogar fast geweint weil Papa nicht zum Sport gehen sollte. Das gabs noch nie. War ihr meist ziemlich egal.


    Und heute morgen haben wir ihr nochmal erklärt das Mama heute erst nach Hause kommt wenn sie schon im Schlafanzug ist und fürs Bett fertig ist und Mama bringt sie dann ins Bett und Papa liest vorher Geschichte mit ihr. Da kam dann total inbrünstigt: "nein Papa dann mit mir einschlaft"
    Das gabs auch noch nie. Wer weiß ob sie es dann so macht aber sonst heißt es imemr nur "papa dann morgen dran. heute mama". Bin gespannt wenn ich heute heimkomme ob sie schon schläft. Letzte Woche hat sie gekämpft bis ich da war. Weder Papa noch Oma durften sie ins Bett bringen.


    Hoffe es geht so positiv weiter. Meinem Mann tut das ziemlich gut. :P

    Liebe Grüße


    Dani und Krümelchen (03/08)


    #laola

  • Leider zu früh gefreut. ;(
    Kam heute um 20 Uhr nach Hause und mein Mann sass neben einem heulenden Kind das schon seit einer halben Stunde nach Mama brüllte. Und sie war viel zu müde als das irgendwelche Erklärungen das ich gleich da bin noch an sie rankamen.
    Schade.
    Wäre aber auch ein ziemlich schneller Erfolg gewesen. Sonst hat es wohl super geklappt. Bin gespannt auf morgen. Da ist Elternabend im Kiga und da sollte ich schon hingehen. Das heißt papa muss sie ins Bett bringen.
    Hoffentlcih macht das nicht wieder alles kaputt.... :S so war es bisher leider schon oft genug.
    Naja ich lass mich mal überraschen.


    War für die KLeine ja auch hart heute. Von 7.30 bis jetzt um 20 urh ohne mama. das ist verdammt lange.

    Liebe Grüße


    Dani und Krümelchen (03/08)


    #laola