Schnullerpflicht?

  • Ich möchte euch mal um eure Meinung fragen:


    Meine Tochter geht seit ca. einem halben jahr in die Krippe. Sie ist jetzt 21 Monate alt.


    Sie wurde 8 Monate vollgestillt und hatte keinen Schnuller. Sie wollte ihn von Anfang an nicht, und hat eben immer die Brust gefordert, auch wenn es vordergründig ums nuckeln und nicht ums stillen ging. Das war zwar anstrengend für mich, aber letztlich habe ich es toleriert und nicht versucht ihr einen Schnuller anzugewöhnen. Mit ein Grund dafür war sicher auch, dass mein Mann ein strikter Schnullergegner ist.


    Mit 8 Monaten haben wir angefangen zu beikosten und ich bin mit meiner Tochter für einen längeren Auslandsaufenthalt weggewesen. Eine Mischung aus Beikoststart, Krankheit und emotionalem Durcheinander wegen der Reise haben dann wahrscheinlich dazu geführt, dass sie in einen derart radikalen Stillstreik getreten ist, dass sie schließlich gar nicht mehr gestllt hat. Ich habe noch ca. 2 Monate pumpgestillt und irh Mumi aus dem Becher gefüttert. Dann hatte ich alle Hoffnung verloren, dass sie zur Bruist zurückfindet und habe abgestillt. Von da an bekam sie Formula im Fläschchen, später verdünnte Kumilch auch im Fläschchen.


    Ungefähr um die Zeit als ich mit den Fläschchen begonne habe, hat sie sich sozusagen eigenhändig einen Brustersatz zum Nuckeln gesucht: ein Plüschviech, an dessen Enden sie nuckelt. Da ich zu diesem Zeitpunkt relativ fertig war von dem strapziösen Einschlafprozedere (das Einschlafstillen funktionierte ja nicht mehr und Nuckel/ Fläschchen hab ich nicht geben wllen, weil ich gehofft hatte das Saugbedürfnis bringt sie zur Brust zurück...) hab ich ihr das Plüschviech gelassen und seitdem war dies ihr Einschlafbegleitungsritual. Es liegt immer im Bett (wird täglich gewaschen... wir haben mittlerweile 5 von der Sorte) und geht da auch nicht raus. Nur zum Schlafen und nur in absoluten Krankheitsnotfällen (etwa hohes Fieber).


    Tagsüber ist sie ein fröhliches Mädchen, sehr aktiv, redet gern, rennt gern und schläft auch gern. Freut sich jedesmal auf ihr Bett mit dem Plüschviech. Das funktionierte auch als sie mit der Krippe begann. Sie schläft zur Mittagszeit gut ein mit ihrem Plüschviech und auch dort gibt es das Viech nur zum Schlafen. Sie geht sehr gerne in die Krippe.


    Soweit die Geschichte, jetzt zum "Problem":


    Beim Elterngespräch in der Krippe letzte Woche haben mir die Erzieherinnen nahegelegt, ich solle einen Schnuller einführen, weil sie offenbar ein großes Saugbedürfnis habe, dass nicht oder nur unzureichend gestillt wird.


    Sie machten das daran fest, dass meine Tochter in der Krippe den anderen Kindern (die alle einen Schnuller haben) die Schnuller wegnimmt (dieses Problem wird dadurch verstärkt, dass neuerdings auf Ratschlag einer Konzeptionstante ein Schnullerbrett in reichweite der Kinderhände angebracht wurde, so dass die Kinder sich selbst ihren Schnuller holen können, wenn sie möchten). Außerdem würde sie ständig Sachen in den Mund nehmen (und zwar mehr als andere Kinder ihren Alters) und auch auf ihren Klamotten rumkauen.


    Die Tatsache, dass sie zum Einschlafen ihr Plüschviech braucht nahmen sie als weiteren beleg dafür, dass sie ein großes Saugbedürfnis hat und einen Schnuller bräuchte. Sie schlugen vor, dass ich wenigstens einen "Krippenschnuller" einführe, der dann ja dort bleiben könnte.


    Mir ist bei dem Gedanken nun aus mehreren Gründen ein bisschen unwohl:


    1. klar ist das Plüschviech nicht die optimale Lösung, aber wenigstens ist klar, dass es im Bett ist und bleibt, und ich hab kein dauerschnullerndes KInd im Sandkasten sitzen. Den Schnuller den die Erzieherinnen hätten, den gäb es dann ja auch immer - schließlich meinen sie mein Kind bräuchte das


    2. Sie ist doch schon fast 2. Sollen wir ernsthaft zu einem Zeitpunkt den Schnuller einführen, wenn alle anderen anfangen ihn abzugewöhnen?


    3. Ich habe im Alltag nicht den Eindruck (wie ihn die Erzieherinnen haben) dass mein Kind "unglücklich" sei, weil es keine SChnuller hat. Wie gesagt, sie ist sehr aktiv, rennt viel rum, lässt sich immer gut trösten und ablenken auch ohne Nuckel. Wird wenn sie mal ganz schlecht drauf ist noch viel auf dem Rücken getragen .... bisher hat das noch immer ohne Schnuller geklappt


    4. habe ich den Verdacht, dass die Einführung des in Kinderhändehöhe hängenden Schnullerbretts die Erzieherinnen vor das Problem gestellt hat, dass mein Kind, das als einziges keinen Schnuller hat dem Reiz des "verbotenen" nicht widerstehen kann und da permanent alle Schnuller abräumt. Die Erzieherinnen müssten also immer aufpassen, dass mein Kind die Finger von anderer Kinder Schnuller lässt


    Wenn sie bisher (passiert ja selten mal auf dem Spielplazu oder so) Kontakt zu anderer Kinder Schnuller hatte, hat sie die aber nicht in den Mund gesteckt, und schon gar nicht dran genuckelt. Auch die Fläschchen-Sauger, die bei uns in der Wohnung zum Spielen herumfliegen werden bespielt, und auch in den Mund gesteckt zum Draufrumkauen, aber nicht im echten Sinne benuckelt (dabei ist das ja letztlich das gleiche wie ein Schnuller).


    Kurzum: ich glaube nicht so recht an die Saugbedürfnisgeschichte, und bin daher echt nicht so richtig überzeugt davon jetzt einen Schnuller einzuführen....


    Was meint ihr?

    Mädchen 05/09, Junge 12/14, Junge 09/19

  • Jeder Zahnarzt wird die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, wenn du erzählst, dass du mit 2 Jahren einen Schnuller einführen willst! In dem Alter sollen die Kinder eigentlich schon wieder weg vom Schnuller kommen.


    Kann es sein, dass dein Kind den anderen den Schnuller wegnehmen will, weil sie weiß, dass man das Ding eigentlich nicht braucht? Kinder haben da einen Sinn für und dein Kind hat sicher daheim mitbekommen, dass der Papa strikt gegen Schuller ist.


    Nein, ihr seid so lange ohne Schnuller ausgekommen - ich würde an eurer Stelle jetzt sicher keinen Schnuller mehr einführen!!

    „Ich mache nicht nur leere Versprechungen, ich halte mich auch daran.“
    (Edmund Stoiber im Wahlkampf 2005)

  • also, eine "schnullerpflicht" ohne bedürfnis wäre natürlich quatsch.


    aber die erzieherinnen haben sich offenbar gedanken gemacht und möglicherweise haben sie ja recht.


    ich würde wohl tatsächlich einen krippenschnuller anschaffen.
    auch wenn ich vermute, dass es deiner tochter vor allem um das gemeinschaftsgefühl geht (alle haben einen schnuller).


    ich sehe das so: wenn sie tatsächlich noch ein so großes saugbedürfnis hat, dann geht es nicht dadurch weg, dass es ignoriert wird.
    ein bedürfnis verschwindet, wenn es erfüllt wurde - nicht, weil eine magische altersgrenze überschritten ist, oder man beharrlich alternativen anbietet, die vielleicht doch nicht richtig greifen.


    wenn du ihr den schnuller besorgst (symmetrische form sollte es wohl sein, wenn ich richtig informiert bin) und sie braucht ihn tatsächlich um ihr saugbedürfnis zu befriedigen: bingo. dann hilfst du ihr damit. andernfalls könnte sich auch anfangen nägel zu kauen, anstatt an sachen rumzulutschen - das wäre ja auch nicht prickelnd.
    nicht, dass es so kommen MUSS - aber *wenn* es da ein starkes saugbedürfnis gibt, dann sollte sie es befriedigen können. vielleicht geht das am besten mit dem schnuller.


    wenn sie den schnuller nicht braucht, sondern sie auch einfach mal einen haben will um ihn ans schnullerbrett hängen zu können, ja mei. dann hat sie halt einen schnuller.
    sie wird nicht zur dauernucklerin werden, wenn sie den schnuller nicht braucht.


    und wenn sie weiter ihr plüschdings vorzieht, ist das ihre wahl und völlig in ordnung.


    und du musst dir dann von den erzieherinnen nix mehr anhören.


    so würd ich das machen. (hatte aber nur zwei schnullerverweigerer - ist insofern graue theorie).

    Denn Gott in seiner Weisheit hat es den Menschen unmöglich gemacht, mit Hilfe ihrer eigenen Weisheit Gott zu erkennen.
    Stattdessen beschloss er, alle zu retten, die einer scheinbar so unsinnigen Botschaft glauben. 1 Kor 1,21

  • Die Idee von Carlotte finde ich sehr gut.


    Ich habe hier 1 Schnullerkind udn 1 Baby ohne.


    Mittlerweile habe ich mit Kröti die Abmachung: der schnuller bleibt im Bett. Also gibt es den nur zum schlafen. In absoluten Notfällen wie Krnakheit darf sie auch mal nen Tag damit rumlaufen. Aber das ist eine Ausnahme und si akzeptiert das so. Das Baby klaut ihr immer den Schnuller um es auch mal zu probieren, kaut kurz drauf rum und spuckt ihn aber sofort aus ;)


    Deshalb eine Stimme für Carlottas Vorschlag.

  • Bei mir ist es auch nur Theorie, aber ich antworte trotzdem mal :) Ich denke, man kann die Situation in der Krippe nicht ganz mit der zu Hause vergleichen. Zum einen gibt es dort keine 1:1-Betreuung, demzufolge sind die Erzieher nicht immer in der Lage, "Saugwunschfrust" durch Ablenken oder Herumtragen aufzufangen. Zum anderen ist dort die Verlockung durch fremde Schnuller fast permanent vorhanden und nicht nur gelegentlich. Es könnte also schon sein, dass sich deine Tochter dort anders verhält und sich oft die Schnuller anderer Kinder greift. Es lässt sich andererseits aber auch nicht ausschliessen, dass die Erzieher übertreiben und sich vor allem das Leben leichter machen wollen durch eine schnelle Beruhigungsmethode. Am ehesten ließe sich das feststellen, wenn du mal hospitierst und dabei im Hintergrund bleibst, falls das bei euch möglich ist. Oder du sprichst noch mal einzeln mit den Erziehern, wie sie das sehen. Wenn sich die Aussagen der Erzieher bewahrheiten, würde ich einen Krippenschnuller als passablen Kompromiss ansehen, mir wäre das lieber, als wenn mein Kind ständig die Schnuller anderer Kinder im Mund hat.

    LG
    Berita


    "I'm now a member of an endangered species."

  • mein kind hat sich mit ca 2 jahren selbst abgestillt, ist also das, was man ein lang gestilltes kind nennt. ab diesem zeitpunkt hat sie geschnullert. sie kannte die dinger aus der kita.Ca ein halbes Jahr recht extrem auch tagsüber. Dann wurde es weniger und wir haben die Gelegenheit genutzt und das Ding für müde Phasen reserviert. Mit drei Jahren hat sie den schnuller von allein abgesetzt. Die Info, dass dadurch die Zähne kaputt gehen, fand sie überzeugend.


    Ich finde die Argumentation der Kita nicht unschlüssig und sehr aufs Kind bedacht.
    Warum also nicht.


    Pony

    Life is a mountain - ride it like a wave

  • Unsere Tochter ist auch Schnullerverweigerin, hat auch ein Plüschviech und ihren Daumen.
    Aber da die anderen Kinder alle Schnuller haben, findet sie die auch toll und will auch immer einen haben, hat eine Zeitlang auch anderen ihren weggenommen.
    Sie hat jetzt ein paar Schnuller, und die fliegen grundsätzlich irgendwo rum, dran rumnuckeln tut sie vielleicht 5 Minuten pro Woche.
    Aber sie hat halt einen, und kann den nehmen, wenn sie will und klaut nicht mehr die der anderen...
    Insofern würde ich mich Carlotta anschließen, und sagen, besorgt einen und wartet ab.
    Höchstwahrscheinlich hängt der dann am Schnullerbrett und gut ist...!
    Für mich läuft das wie Schokolade oder Hello Kitty unter "wenn ich es verbiete, wird es nur noch attraktiver".

  • Dein Kind ist haargenauso alt, wie mein jüngstes Töchterlein. Meine Kleine hat auch keinen Schnuller und nie gehabt. Dennoch war vor einiger Zeit ein im Spielzeug gefundener Schnuller (wir hatten anfangs für den Notfall einen Pack gekauft) unheimlich attraktiv! Sie lief teilweise minutenlang mit Schnuller rum und sagte von sich selbst "Nänni Baby -Nuller hat!" Aber es war reines Spiel. Sie brauchte den Schnuller nicht, um ihr Saugbedürfnis zu stillen, sie hat das eben draußen bei anderen Kindern auch in ihrem Alter gesehen und mal ausprobiert.
    Fragt sie doch in der Krippe einfach, ob sie auch einen Schnuller möchte! Wenn ja, die kosten ja nun nicht die Welt und ich kann mir nicht vorstellen, daß ein Kind, das fast 2 Jahre keinen Nucki brauchte, ihn jetzt tatsächlich zum Schnullern nimmt. Vielleicht geht es wirklich darum, auch so ein Teil am Schnullerbrett zu haben.
    Hier ist es so, egal was wir, oder Gwennys Geschwister tun, prompt kommt von ihr ein vehementes: "Iiiie au!" (=Ich auch!)

    "Die deutsche Rechtschreibung ist Freeware, sprich, man kann sie kostenlos nutzen. Allerdings ist sie nicht Open Source, d.h. man darf sie nicht verändern oder in veränderter Form veröffentlichen". (von unbekannt, aber ich find's extrem zutreffend)

  • Ich finde das gut, was vor mir geschrieben wurde - ich würde, denke ich auch einen Schnuller besorgen, einfach dass einer da ist. Meine Kleine hat den immer als Spielzeug verwendet.
    ABER: worüber ich mir nicht ganz klar bin - wollen die Erzieherinnen dass ein Schnuller verwendet wird, weil man die Kinder eher "ruhig stellen kann"?
    Und dass dann eben nicht nur ab und an mal sondern sehr gezielt (anstatt auf den Arm zu nehmen etc.)
    Das beobachte ich doch schon sehr in meiner Umgebung.
    Dann wäre ich wirklich dagegen.....siehe Zahnarzt.


    Und Ihr habt ja eine sehr gute Lösung so wie Du das beschrieben hast.

    Grüße von Claraluna


    Shoot for the moon. Even if you miss you will land among the stars.

  • Ich sehe es auch wie Carlotta.


    Ich hatte zwei Krippenkinder, die keinen Schnuller hatten.


    Sie forderten aber auch keinen in der Krippe ein, d.h. sie nahmen den anderen keine Schnuller weg oder stillten sonst wie ihr Saugbedürfnis. Sie stillten einfach vor und nach der Krippe ausgiebig.

    Liebe Grüße von junis



    "Bitte hör`nicht auf zu träumen, von einer besseren Welt!" Xavier Naidoo

  • Ich habe auch 2 Schnullerverweigerer und bei der Kleinen bin ich mir über das Saugbedürfnis auch im Unklaren...es ist definitv vorhanden - einen Schnuller hat sie, wie gesagt verweigert - nun saugt sie - fast ausschliesslich zum Einschlafen, bzw. nach dem Abendessen, an ihrem Ärmel. Manchmal wie wild, so dass er ausgeleiert ist.
    Was ich sagen will - wenn das Plüschdings funktioniert - why not??

  • Hallo,


    unsere Tochter hatte auch ein starkes Saugbedürfnis, eine lange Zeit, und oft hat sie Kindern, die uns besucht haben, auch den Schnuller gemopst, weil sie ihn wohl einfach spannend fand.
    Aber dann hat sie damit genuckelt, und nach 5 Minuten war das dann erledigt, es war eher so ein ich will auch einen Schuller wie die anderen. So war zumindest mein Gefühl dabei.


    Immerhin ist das ja ein Teil, was für die anderen Krippenkinder sehr wichtig ist, und ich denke dadurch wird der Schnuller eben auch für dein Kind interessant. (Könnte zumindest sein)


    Bei uns war es so, dass wir unserer Tochter auch mit 2 oder so einen Schnuller geholt haben, in der Hoffnung, dass sie sich damit beim Autofahren beschäftigt;sie ist eine echt schlechte Autofahrerin.
    Aber der wurde ignoriert, spannend waren/und sind nur die Schnuller der anderen Kinder.


    Das starke Saugbedürfnis hat sich dann irgendwann gelegt.


    Grüße,
    Svenja

  • ich würde ihr den krippenschnuller kaufen. ihr seid in der krippe nicht dabei und die erzieherinnen halten es für sinnvoll. auf deren aussage würde ich mich verlassen und ich kann auch verstehen, dass es eher schwierig ist, wenn euer kind den anderen kindern den schnuller wegnimmt. einfach auch für den krippenalltag. und ein interesse scheint euer kind ja zu haben! außerdem sehe ich zunächst nichts negatives in einem krippenschnuller. hat euer kind tatsächlich ein großes saugbedürfnis, das nur durch einen schnuller gestillt werden kann, wird ihm der schnuller gut tun. wenn nicht, wird es ihn wahrscheinlich ja eh nur versuchshalber in den mund nehmen.

  • Als meine dritte Tochter mit 25 Monaten in die Krippe kam (sie hatte nie einen Schnuller gehabt), fand sie die Schnuller der anderen auch extrem spannend. Für ein Kind muss es ja so aussehen, als ob man das dort "braucht", weil ja wirklich ALLE anderen einen Schnuller haben. Ich habe ihr einen gekauft, damit sie auch "sowas" hat, aber benutzt hat sie ihn nicht wirklich, zumindest nicht in seiner eigentlichen Bestimmung ;)

  • Ich glaube, ich würde auch mal einen Krippenschnuller ausprobieren. Meine Jungs fänden ihn wohl nur kurz interessant und dann nicht mehr. Vielleicht ist das bei Deiner Tochter auch so.
    Umgekehrt ist es schon doof für sie, wenn sie das einzige Kind ist, das keinen Schnuller am Schnullerbrett hängen hat. Das macht den Schnuller für sie vermutlich erst so richtig interessant.
    Zahnarzt: Wenn der Schnuller nur im Kiga zum Einschlafen benutzt wird,d ann wird wohl nichts nachteiliges mit der Zahnstellung passieren. Da würde ich mich erst mal keine großen Sorgen vorab machen.

  • Meine Tchter fand auch Schnuller erst so mit 1,5 der 2 Jahren interessant. Und zwar auch nur, weil sie sie halt bei anderen Kindern mitgekriegt hat. Ich habe ihr dann die, die wir hatenn (und die sie früher vehement verweigert hat) gegeben und sie hat sie ab und zu mal genommen. Und zwar wirklich selten. Ein bisschen mehr ist da dann o ab 3,5 noch geworden, weil sie da dann ab und zu bei ihrem Vater übernachtet hat und er den Schnuller als Ersatz fürs Einschlafstillen genommen hat. Mit knap 4 habe ich dann abgestillt. Heute ist es so, dass sie so knapp einmal die Woche zum Einschlafen danach fragt. Und wenn sie eingeshlafen ist, rutscht der Schnuller dann raus.


    Ich hab auch keine Bedenken dabei, da ich mal annehme, dass sie noch bei weitem nicht die Schnullerzeit zusammen hat, die ein häufig Zweijährige bereits haben. Und wenn sie danach fragt, ist es dann halt schon noch wirklich ein Bedürfnis bei ihr.


    Also noch eine Stimme für Schnuller besorgen.

  • Moin,


    hier auch ein schnullerloses Kind, das nach ein paar Monaten Krippe gemerkt hat, das die anderen da was haben - und er eben nicht. Also wurden zu Hause gefundene Schnuller minutenlang bespielt.


    In der Krippe hat er manchmal morgens kurz einen Schnuller gehabt, den er von zu Hause mitgebracht hatte. Aber dort werden nach der Ankunftsphase/zum Frühstück die meisten Schnuller beiseite gelegt und dann war´s für den Tag nicht mehr wichtig.


    Also diese "alle anderen haben einen Schnuller und ich nicht" Verarbeitung fand spielerisch zu Hause statt. Und der große Bruder hat liebend gern auch nochmal mitgemacht.


    Lustigerweise hat meine Mutter sehr aufgeregt reagiert (ach komm, Du brauchst doch keinen, bist doch schon ein großer Junge uswusf). Aber echt, es ist wie immer: es ist eine Phase und sie geht vorbei.
    Man sieht in der Öffentlichkeit keine 15jährigen die schullern würden, also locker bleiben!

  • ich finde es auch nicht ungewöhnlich. mein stillkind, dass nur ein paar monate und dann auch nur eher wenig, den schnuller aktzepiert hat, fand ihn dann ab 1,5 jahren bei anderen sehr spannend und auch in userer wohnung lagen noch welche rum.
    sie hat damit gespielt, sie hat darauf rumgekaut, sie sie sich auch mal in den mund gesteckt, aber so richtig dran genuckel hat sie dann nicht.


    ich hätte ich wahrscheinlich einen gegegeben in dieser situation, kleinste größe, symmetrisch.


    meine tochter hat übrigens auch lange alles in den mund genommen, an kleidung gelutscht usw. und das obwohl sie bis 2,5 jahren fast nach bedarf gestillt wurde (sie war den halben tag bei meinen eltern, aber nachmittags und nachts durfte sie stillen). und darüberhinaus noch gestillt wurde, wenn auch mit mehr einschränkung.


    lg

    ricky mit tochter (08/05)
    und sohn (11/09)

  • Ihr Lieben,


    vielen Dank für die vielen Antworten und Erfahrungen.
    ich denke wir werden es dann wohl mal mit einem "Krippenschnuller" probieren und einfach schauen was passiert. Ich habe die starke Vermutung, dass das Ding dann schwer an Attraktivität verliert und ich kann mir kaum vorstellen, dass ein Schnuller das Plüschdings ersetzt. Und wenn ich unrecht behalte, und da tatsächlich ein großes unbefriedigtes Saugbedürfnis ist, dann sollte das vielleicht wirklich gestillt werden.


    Meinen Mann habe ich mühsam überzeugen können es mal zu probieren unter der Bedingung, dass das Ding in der Krippe bleibt und er es so sozusagen nicht sieht....


    Grüße,
    zaza

    Mädchen 05/09, Junge 12/14, Junge 09/19