Stillen und Schilddrüse

  • Liebe Frau Both,
    eigentlich geht es bei meiner Frage mehr um mich als ums Stillen, aber vielleicht können Sie mir ja trotzdem irgendwie helfen.
    Also: Lotta wird immer noch gestillt - seit 17 Monaten nun also. Seit Weihnachten haben wir nachts abgestillt, so dass wir tagsüber auf (ich muss dazu sagen, dass ich berufstätig bin und von 8-14h mind. aus dem Haus) 2 Mal Stillen kommen und so gegen 5h oder 6h morgens bevor ich aufstehe und zur Arbeit fahre. Also in 24h je nachdem 2-4 Mal Stillen. Es klappt alles ohne Probleme und Lotta stillt gerne. Nun zu meinem Problem: Im November war ich bei meinem Hausarzt um meine Blutwerte routinemäßig kontrollieren zu lassen. Dabei war ein Schilddrüsenwert (freies T4) zwar noch im Normbereich, aber an der Untergrenze (Normbereich 0,89-1,76, mein Wert war 0,94). Nun war ich letzte Woche nachmal zur Blutabnahme, da mein Arzt den Wert nochmal kontrollieren wollte. Diesmal lag der Wert bei 0,85, also knapp unter der Norm und abgerutscht im Vergleich zum November. Mein Arzt schrieb mir Schilddrüsentabletten gegen eine Unterfunktion auf. Er sah keinerlei Probleme bezüglich des Stillens und meinte ich könnte weiterstillen, das Medikament würde nicht schaden (habe auch schon bei Embryotox nachgeguckt, alles ok). Als ich ihn fragte, ob denn der niedrige Wert auch vom Stilen kommen kann und sich evtl. bessert wenn ich nicht mehr stille meinte er, ja, könnte sein müsste aber nicht. Nachdem ich in Ruhe zuhause nochmal nachgedacht und recherchiert habe bin ich zu folgender Überlegung gekommen: Ich bin darauf gestoßen, dass es einen Zusammenhang wischen Prolaktin (Stillen) und niedrigem T4 gibt. In der Schwangerschaft könnte das T4 sogar bis auf 0,5 runtergehen. In der Schwangerschaft und in den ersten 4 Monaten nach Lottas Geburt habe ich femibion 400 genommen, wo Jod auch drin ist. Seit über einem Jahr stille ich nun ohne jegliche zusätzliche Zufuhr von Jod oder sonstigen Mineralstoffen. Könnte es sein, dass ein leichter Jodmangel und das Stillen (wenn es ja auch nict mehr häufig ist) mit dem niedrigen T4 zusammenhängt? Ich trinke nun wieder Stilsaft in dem Jod konzentriert drin ist. Mir wäre es ehrlich gesagt lieber Lotta und ich beenden nun unsere Stillbeziehung (was für uns beide ok wäre, glaube ich ;) und ich könnte auf eine längere Tabletteneinnahme verzichten. Da bin ich nämlich nicht so scharf drauf ;)
    Ich würde mich freuen von Ihnen zu hören und hoffe, dass Sie mir vielleicht ein bißchen weiterhelfen können.
    Vielen Dank und liebe Grüße,


    Lalojo, Lase und Lotta

  • Liebe Lalojo,


    Stilldrüsenfehlfunktionen sind recht häufig und treten insbesondere im Zusammenhnag mit Schwangerschaften gerne auf bzw. verändern sich. Allerdings kenne ich weder aus der Literatur noch aus der Erfahrung einen Zusammenhang zwischen Abstillen und einer darauf folgenden Normalisierung einer Schilddrüsenfehlfunktion.


    Was mir aufgefallen ist, dass hier nur der fT4-Wert betrachtet wird. Soweit ich weiß kann dieser Wert nicht isoliert betrachtet werden, sondern es müssen noch weitere Werte (fT3, TSH) unter bestimmten Bedingungen bestimmt werden, um wirklich ein aussagekräfitges Ergebnis zu erhalten. Ich würde in jedem Fall dringend empfehlen, eine fachärtzliche Untersuchung und Beurteilung machen zu lassen.


    Liebe Grüße
    Denise

  • Liebe Denise,


    danke für deine Antwort. Die anderen Werte wurden auch gemessen und waren auch im Grenzbereich. Ich bin aber in ärztlicher Behandlung und fühle mich dort auch gut aufgehoben. Stillen tue ich seit 4 Wochen nicht mehr. Ich habe zwar mit den Tabletten angefangen, mein Arzt sieht es aber durchaus als Versuch und nicht als zwingende Notwendigkeit. Ich schaue mal....
    Vielen Dank für deine Antwort,


    liebe Grüße,


    Lalojo, Lasse und Lotta