Abstillen wann, ob, ......

  • Hallo ihr lieben,


    meine Tochter ist inzwischen 14 Monate alt und ich möchte eigentlich abstillen. Sie isst ganz normal am Tag und ich denke es ist auch genug.


    Bei uns schaut es momentan so aus, dass sie seit 1 - 2 Wochen unter Tags keinen Busen mehr bekommt. Problematisch wird es nur um die Mittagschlafenszeit, wenn wir unterwegs sind ist das auch kein großes Problem - im Wagen oder im Auto schläft sie manchmal mit etwas Protest ein. Sind wir aber zu Hause gibt es Geschrei, das längste war 30 Minuten mit Trotzen verbunden und dann schläft sie erschöpf in meinen Armen ein - das Geschrei fällt mir ganz und gar nicht leicht, vorallem da unsere Tochter sehr wenig weint oder schreit da muss schon etwas mehr passiert sein. Das Geschrei wurde aber auch schon weniger, trotzdem.


    Am Abend mache ich ihr immer eine Flasche und sie streckt mir auch die Arme schon entgegen so ungefähr "Mach schneller und gib her". Manchmal trinkt sie die Flasche ohne Probleme bis auf den letzten Tropfen leer und manchmal trinkt sie (ich nenne es "ihren anstands Schluck") ca. 50 ml und will dann Busen. Bei meinem Mann kann es mit der Flasche genauso sein manchmal kein Problem, manchmal keine Chance und sie ruft nach mir.
    Nachts kommt sie zur Zeit zwischen 2 bis 4 mal und ich stille sie wieder in den Schlaf. Eigentlich wollten wir jetzt abstillen, aber mein Mann leidet mehr wie ich darunter, wenn sie unter tags nach dem Busen weint, also muss ich ran. Außerdem ist da noch das lästige Thema Zähne - 10 hat sie schon und die oberen Backenzähne schieben. Ich habe etwas bedenken nachts, was ist wenn sie da auch bis zu 30 Minuten schreit? Halte ich das nachts durch? Wie lange muss ich stark sein bis sie es akzeptiert hat? Was ist wenn sie in der Nacht wach wird und ich sie dann auf dem Arm herumtragen muss? Oder wird es dann vielleicht besser? Stehen die Chancen vielleicht gut, damit sie durchschläft? Oder soll ich doch zumindest in der Nacht weiterstillen und hoffen dass sie sich irgendwann von alleine abstillt? Oder wird es dann noch schwerer?


    Vielleicht kann mir einer von euch weiterhelfen. Oder hat jemand selber die gleichen Erfahrungen gemacht.

  • Liebe Augenbraue,


    das Wörtchen "eigentlich" ist oftmals ein Hinweis, dass jemand etwas eben doch nicht möchte. Kann das auch bei euch so sein?


    Für mich klingt deine Beschreibung so, als ob dein Kind noch nicht so weit ist, auf die Brust verzichten zu können. Selbstverständlich kann auch ein Kind, das von sich aus noch nicht so weit ist, dass es auf das Stillen verzichten würde, abgestillt werden. Doch in einer solchen Situation muss die Mutter dem Kind vermitteln, dass sie selbst sich in der Entscheidung abzustillen absout sicher ist und dem Kind sowohl diese Sicherheit vermitteln, als auch bereit sein, die Trauer des Kindes (die keineswegs etwas mit "trotzen" zu tun hat) und seinen verständlichen Protest mitzutragen.


    Auch kann es gut sein, dass dein Kind genau deshalb nachts vermehrt nach der Brust verlangt, weil es dann das nachholt, was ihm am Tag noch fehlt.


    Der Gedanke, dass das Abstillen zu ruhigeren Nächten führt ist sehr weit verbreitet. Aus meiner Erfahrung heraus, ist das aber eher bei einem kleinen Teil der Kinder so. Nicht selten wird dann das nächtliche Stillen durch etwas anderes - für die Mutter häufig sehr viel aufwändigeres und anstrengenderes - ersetzt.


    Kennst Du „Wir stillen noch“ von Norma J. Bumgarner. Ich denke, dieses Buch wäre jetzt etwas für dich, denn es ist nicht nur für Frauen, die weiter stillen wollen.


    Liebe Grüße
    Denise