Grenzen aufzeigen???

  • Hallo,


    ich bin alleinerziehende Mutter einer tollen 14 1/2 Monate alten Tochter.
    Wir schlafen im Familienbett und stillen noch.
    Meine Tochter ist top entwickelt motorisch und sprachlich.


    Sie ist aber bis heute ein sehr bedürftiges(mittlerweile) Kleinkind.
    Dieses Bedürfnis nach intensiver versuche ich so gut es geht zu befriedigen, aber alleinerziehend komme ich auch manchmal an meine Grenzen, die sie mittlerweile mit wildem Gebrüll quittiert was mich sehr verunsichert.


    Aber ich denke ich helfe ihr nicht wenn ich über meine Grenzen gehe und immer gereizter werde (wobei das Gebrüll auch an die Substanz geht).


    Man sagt mir aber ständig ich müsse bei allem eine klare Linie einhalten, an der sich mein Kind orientieren kann. Leider habe ich selber keine klare Linie und keine wirkliche Mitte (bzw. die noch nicht gefunden).
    D.h. z.B. Stillen ja oder komplett Abstillen???


    Ist meine Tochter in der Lage zu verstehen wenn es mir einfach mal zu viel wird? Ich spreche und erkläre ihe sehr viel was ich mache und warum...
    Ich möchte sie aber auch nicht total verwirren, dadurch dass etwas mal ok ist und mal nicht?


    Ich hoffe man versteht mich???
    Ich kann ihre Bedürfnisse einfach nicht zu 100% erfüllen, weil das manchmal über meine Kraft geht.
    Entschuldigt wenn meine Zeilen etwas wirr klingen. Ich hatte eine recht schwierige Kindheit und habe einfach nur große Angst ich könnte meine Tochter ähnlich vernachlässigen und ihrer kleinen Seele Schaden zufügen...


    LG,
    sonnenblümchen

  • Hallo, Sonnenblümchen!


    Dein Kind ist ja noch sehr klein und stolpert in dem Alter von einem Entwicklungssprung in den nächsten. Zudem spürt sie deine Unsicherheit und da sie in dieser Phase besonders viel Sicherheit braucht, irritiert sie das noch mehr und sie fordert noch mehr. Das kann sich schnell zu einem sehr anstrengenden Kreislauf für euch beide auswachsen. Natürlich kann und muss ein Kind allmählich einen Umgang damit finden, wenn es mit den Grenzen anderer kollidiert. Aber deine Tochter ist wirklich noch sehr klein und dieser Lernprozeß wird sich über die nächsten Jahre erstrecken und wird dir keine schnell Lösung bringen.


    Am Wichtigsten ist in meinen Augen, dass du Entlastung bekommst und dass sie erfährt, dass auch andere ihr Nähe geben und ihre Bedürfnisse erfüllen können. Und dass du auf diesem Weg Raum für dich bekommst, in dem du neue Kraft schöpfen kannst.


    Geht deine Tochter in eine Krippe oder zu einer Tagesmutter? Hast du einen guten Babysitter oder irgend jemanden, der stundenweise mit deinem Kind Zeit verbringen kann? Was ist mit Familie und/oder dem Vater des Kindes?


    Lote doch einfach mal deine Möglichkeiten aus und versuche, wenigstens einige Stunden pro Woche (pro Tag wäre besser) für dich zu bekommen. Und diese solltest du dann nicht für Haushalt und andere Pflichten nutzen sondern mit Dingen verbringen, die dir wirklich gut tun.


    Ich wünsch dir alles Gute.