• Zitat

    Original von Lisero
    Warum ist die Müllgurke nicht aussagekräftig aber Müllsprossen sinds doch?


    Ist irgendwie schon unlogisch. Aber es ist wohl nur das Tüpfelchen auf dem I, da die restlichen Indizien für die Sprossen sprechen:
    1. Erreger aus Menschendarm (wie schon erwähnt), also fällt die Infektion über Gülle und damit die pauschale Verdächtigung von Gemüse flach.
    2. die passenden Lieferketten zum Sprossenhof - so große Zufälle gibt es nicht
    3. die frühzeitige Erkrankung der Mitarbeiter dort (passend zu Lieferzeit plus Inkubationszeit der später Betroffenen in Restaurants usw.)


    Was jetzt natürlich noch fehlt, ist die Quelle - ich denke ja, es war der erste Mitarbeiter (in dessen Darm diese Mutation durchaus zufälligerweise stattgefunden haben könnte, auch ohne Biolabor). Das Brunnenwasser muss es garnicht unbedingt sein - beim Beschicken der Sprossentrommeln reicht ja eine geringe Keimzahl aus, die vermehren sich ja da drin rasant.


    Und ich fürchte auch, dass es wegen der Eigenschaften des Erregern noch weitere Fälle geben wird: es sind ja auch Ansteckungen von Mensch zu Mensch über Schmierinfektionen an Gegenständen möglich, und die geringe dazu nötige Keimzahl macht es wirklich schwer das zu unterbinden. Aber das sind nun (hoffentlich) nur Einzelfälle und keiner sitzt so an der Quelle wie bei diesem Sprossenhof, der ja quasi eine Brutanlage mit Versand für diese Erreger war.

    Ganz Liebe Grüße von Birgit
    mit GöGa, Alex (15), Basti (10) und Caro (7)

  • Für mich ist die Erklärung mit den Sproßen auch ziemlich schlüßig. Vor allem wird nirgendwo in Nachrichten erwähnt, dass es bei uns im Landkreis nur 5 Fälle von EHEC gibt, davon sind 2 Mitarbeiter des Biohofes. Das ist mir zu viel, dass es ein Zufall sein könnte.


    LG

  • Ich habe weiterhin Angst und hoffe, dass sich die Welle jetzt langsam abflacht. Mich macht das wahnsinnig. Wir sind nur noch am Händewaschen, ich hab mir Sagrotan und Sterillium besorgt.
    Muss dazu sagen, dass ich schwanger bin. Das puscht das ganze nochmals.


    Nun habe ich Angst vor den Schmierinfektionen und davor, dass quasi so ein Ausbruch jederzeit wieder möglich ist. Es ist schwierig für mich damit umzugehen.
    Auch, dass dieses Bakterium sich wohl in zwei weiteren Mitarbeiterinnen des Hofes gefunden hat, die daran aber nicht erkrankt sind, erschreckt mich. Wieso sind die denn nicht krank geworden. Gibt es womöglich Dauerausscheider?
    Wie lange kann man das Bakterium ausscheiden? Das kann dann ja Monate dauern. Wie wird das denn überprüft und wo bleiben die Menschen, die das ausscheiden. Monatelang zuhause?


    Ihr merkt, in mir brodelt das.


    Was ist eigentlich mit Sprossen aus der Dose? Kann man die essen?


    Grüße


    Sandra

  • Zitat

    Original von Kasato
    Was ist eigentlich mit Sprossen aus der Dose? Kann man die essen?


    Natürlich. 1. Wurden die wohl lange vor den derzeitigen Ereignissen geerntet 2. kommen die Sprossen nicht aus Niedersachsen und 3. sind das meines Wissens Vollkonserven. Sie wurden also während des Herstellungsprozesses auf 100°C oder höher erhitzt. Das überlebt auch der EHEC Erreger nicht.

    Kinder: #male *08/07, #female + #male *01/09


    StGB §328, Absatz 2.3:
    Mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer eine nukleare Explosion verursacht.