Kind versteht Mathe nicht

  • Kind 1 versteht Mathe nicht. Das kleine 1x1 ist ein Buch mit sieben Siegeln, Plus und Minus geht manchmal, Dividieren geht gar nicht. Kind 2 rechnet mit Leichtigkeit alles, was Kind 1 sollte (ist eine Klasse dazwischen). So weit mal zum simplen Ist-Zustand.
    Was mir mehr Sorgen macht, bin ich. Ja, Kind 1 hat tausend andere Fähigkeiten. Ja, ich war in der Schule auch nie gut und meistere mein Leben. Aaaber ich mache mir Sorgen. Ob es in der nächsten Klasse nicht noch mehr Schwierigkeiten gibt. Ob die Schule durch dieses Gefühl von "ich verstehe nichts" nicht noch mühsamer wird. Ob da nicht schon jetzt die Zukunft verbaut wird #schäm. Ich bin furchtbar, ich weiss. Aber gelingt es euch immer, die Schwächen eurer Kinder in liebevoller Gelassenheit zu sehen oder werdet ihr auch manchmalso ein klein wenig hysterisch wegen irgendwelchen (gefühlten) Defiziten?

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  • Wenn Dein Kind in Mathe wirklich große Probleme hat, könntest Du testen lassen, ob es Dyskalkulie hat - das ist so was Ähnliches wie Legasthenie (nur für Mathe).


    Ansonsten: Mir ist klar, dass mein Kind nicht in allen Bereichen glänzen kann. Und das ist auch völlig okay. Ich war in Mathe z. B. auch immer schlecht. Ganz ohne Dyskalkulie hab ich das hinbekommen. Meine Mutter hat mich immer bestärkt und mir gesagt, dass man nicht in jedem Fach gut sein muss/kann und es wichtig ist, dass man in den Fächern, die einem liegen, gut ist und sich durch die anderen durchwurstelt.


    Jedes Kind hat doch Stärken und Schwächen - sonst wäre das Leben doch auch ziemlich langweilig...


    Lieben Gruß,
    Hummel

    Es gibt Tage, an denen Du denkst, dass Du untergehst. Wie stark Du wirklich bist, erkennst Du erst, wenn Du sie überstanden hast...

  • Hallo,


    meine Gedanken dazu: Mathe kann man üben. Das heißt nicht, dass Dein Kind nur üben braucht um gut in Mathe zu werden, sondern soll heißen, für Schulmathematik kann man sich auch oft ohne Verständnis mit Kochrezepten helfen. Sprich, das 1x1 erstmal stur auswendig lernen. Und auch für andere Dinge Kochrezepte suchen. Das ist vielleicht nicht immer einfach, und eigentlich auch nicht der beste Weg Mathematik zu machen (denn man kann das so gut verstehen und dann ist Mathematik so schön ... meistens)*.
    Aber es ist eben nicht jeder ein Mathematiker und das muss auch nicht.
    Trotzdem muss Dein Kind durch den Schulalltag und das geht nicht völlig ohne Mathematik.
    Wichtig finde ich noch, dass Dein Kind nicht in diese in-Mathe-darf-man-schlecht-sein-und-ist-gleichzeitig-cool-Mode verfällt. Das finde ich immer so schade, wenn sich Menschen öffentlich damit brüsken (siehe Jauch) in Mathe schlecht zu sein und dann klatschen auch noch alle...


    Also nochmal kurz: ja, man darf schlecht sein in Mathe. Aber das ist ein Schwäche auf die man nicht stolz sein sollte (und sich dann darauf ausruhen).
    Schwächen darf man aber ruhg haben, dann ist Dein Kind vielleicht in anderen Dingen gut (ist vielleicht auch wichtig fürs Selbstvertrauen das dann herauszuheben)
    Viel geht mit Auswendiglernen und Rezepte finden. Oft kommt dann sogar noch das Verständnis nach, wenn erstmal eine Routine da ist.


    Und ich kenne ganz viele glückliche Menschen ohne Abitur und Studium.
    Ein Gelassenheitsrezept für Dich habe ich aber leider nicht.


    Viele Grüße


    *ich kann als mit-Leib-und-Seele-Mathematikerin nix über Mathe schreiben ohne mal kurz zu schwärmen, ich weiß aber auch, dass das nicht ganz so passt... hat halt jeder so seine Schwächen #schäm

  • Hallo,


    "Kommt drauf an".


    Bei solchen Themen käme es mir darauf an, wie stark das Problem ist, we es dem Kind damit geht und wie die Schulform ist.


    In einer Schulform, die dem Kind die Zeit lässt, sich zu entwickeln, kann ich deutlich gelassener bleiben als in einer Schulform in der die Kinder mit anderen mithalten müssen. Meine Tochter hat jetzt mit 12 die Rechtschreibung für sich entdeckt - bei uns kein Problem, ohre Geschchten und Texte wurden vorher trotzdem für ihren Inhalt gewürdigt ud die Rechtschreibung ignoriert. An einer Regelschule wäre dieser Weg ohne LRS-Diagnostik kaum möglich.


    Mein Sohn hatte es mit Mathe seeeeehr schwer - er durfte so lange mit Lernmaterial arbeiten, wie er es brauchte, teilweise jetzt in der 7. Klasse noch. Irgendwann war sein Gehirn so weit und in der letzten Jahresauswertung wurde ihm sehr gutes bis gutes Wissen in Mathe bescheinigt 8I :)
    Auch das wäre an einer anderen Schule so kaum möglich gewesen.


    Das Kind: Nimmt es das eine "Hänge-Fach" locker oder leidet es darunter? Kommt es schon irgendwie mit und ist nur nicht bei den Schnellsten - oder tun sich echte Lücken auf und werden sogar eher größer als kleiner?
    Wie geht es dem Kind generell mit Diagnosen? Fühlt es sich davon festgenagelt oder ist es eine Erleichterung?


    Es gibt nicht wenige Kinder, für die ist es eine Erleichterung zu wissen, daß sie eine Teilleistungsschwäche haben. Sie sind nicht zu "dumm" (was gerade schlaue Kinder oft denken) sondern haben ein konkretes Handicap. So wie andere einen Sehfehler o.ä. haben.


    Ob man gelassen abwartet oder doch mal jemanden genauer hinsehen lässt, hängt also von vielen Faktoren ab.

    Das Problem ist: WENN es eine Dyskalkulie ist, dann enügt "mehr üben" nicht und dann verwächst es sich auch nicht. Dann wird es mit den Jahren eher schwieriger als besser.
    Und: Eine Diagnostik dauert oft recht lange (Manchmal ein haölbes Jahr udn länger, bis man nur den Ersttermin hat), muß aber mit 11 abgeschlossen sein, weil es danach keine standartisierten Trets mehr gibt.


    Für mich schließen sich "liebevolle Gelassenheit" und "Abklären, wenn etwas auffällig ist und ggf. helfen lassen" auch nicht aus. Ich liebemein Kind, wie es ist und bin sicher, daß es seinen Weg gehen wird. Trotzdem kann ich ihm helfen lassen, wenn Hilfe möglich ist.


    Mir ist es egal, ob mein Kind kurzsichtig ist oder nicht - aber wenn ihm eine Brille helfen kann, bekommt es die.
    Ich liebe meine "etwas spezielle" Tochter so wie sie ist und sie fasziniert mich mit ihrer Art sehr - aber da ihr eine gute Ergotherapie helfen konnte, mit ihren Wahrnehmungsstörungen besser klar zu kommen, hat sie die selbstverständlich bekommen.
    Ich weiß, daß mein Sohn klug ist und überhaupt ein toller Kerl. Aber als er unster seinem "Ich versteh das nicht" gelitten hat und sich dumm fühlte, haben wir es abklären lassen und gemeinsasm mit den Fachleuten (Psychologin, Lehrerin...) beraten, wie wir ihm aufhelfen können.
    Ich finde die Geschichten meiner Tochter auch in grottiger Rechtschreibung toll, trotzdem habe ich nachgehakt und konnte, machdem mit die Lehrerin versichert hat, daß SIE das völlig altersgerecht findet (allerdings mit dem Montessori-Pädagogik-geprägten Blick) und daß viele Kinder erst mit 10-12 einen Sinn für Rechtschreibung entwickeln, noch viel gelassener "nichts tun".


    Darum: "Kommt drauf an". Aber ob dir das nun weitergeholfen hat?


    jabberwocky:


    Ich muß dir wiedersprechen. Rechnen kann man üben, wenn es tatsächlich die Übung ist, die zum guten Rechnen fehlt.


    Eine echte Dyskalkulie kann man NICHT "weg üben". "MNehr üben" ist leider ein falscher Rat, dem viele Lehrer und Eltern nach wie vor aufsitzen.
    Üben führt meistens zu frust, weil es eben ncihts bringt, verstärkt das "Ich kann das eh nicht"-Gefühl noch. Und selbst wenn es im Anfangsmathe klappt - führt das lediglich dazu, daß die eigentlichen Probleme überdeckt werden. Denn man KANN nicht alle Rechenaufgaben, die einem begegnen auswendig lernen.


    Und ein Kind das das 1x1 nicht BEGRIFFEN hat, wird auch das große 1x1, Division und alle darauf aufbauenden Aufgaben kaum verstehen.


    Das ist so, als ob man an ein Haus , das gebaut wird und dem das Fundament fehlt mit der Hand einfach mehr Putz ranklebt, damit es nicht so schief aussieht. Für das Erdgeschoss mag das rein optisch funktionieren.


    Spätestens wenn das nächste Stockwerk daraufkommt, geht das nicht mehr und irgendwann kippt alles.


    Dafür ist schon ein spezieller Ansatz nötig, der erst einmal ein Fundament legt ud dann die einzelnen Stockwerke besonders gut abgestützt aufbaut.


    Viele Grüße, Trin

  • Neben der Frage, ob evtl eine Dyskalkulie vorliegt, der ich auch als erstes nachgehen würde, kann man sich das ganze enorm erleichtern, wenn man bestimmte Dinge schlicht auswendig lernt.


    Zum Beispiel das 1mal1.


    Das lernt man einfach und weiß dann, daß 5 mal 5 25 ist.
    Das muß man nicht in jedem Moment nachvollziehen können- es reicht völlig, daß man das auswendig weiß für viele Bereiche.


    Genau so würde ich das mit den verschiedenen Möglichkeiten machen, 10 zu addieren, dazu kann man auch gut Würfelspiele spielen.


    Wenn man sicher auswendig weiß, welches die Ergänzungszahl zu 4 ist um auf 10 zu kommen, hilft das für viele Fragestellungen, da muß man nicht jedesmal die Finger bemühen.


    Das gilt übrigens für alle Kinder- nur die, die eh gut rechnen können, lernen es nebenbei oder zählen halt schneller im Kopf, so daß es nicht so auffällt.

  • Was mir noch dazu eingefallen ist:


    Du könntest mit Deinem Kind öfters Kuchen backen (abmessen, abwiegen) oder sie/ihn mit verschieden großen Bechern in Badewanne und Sandkiste schütten lassen. Daraus entsteht nämlich ganz spielerisch und automatisch mathematisches Wissen.


    Ansonsten finde ich Trin's Ausführungen total wichtig und richtig. Danke, Trin.


    Lieben Gruß,
    Hummel

    Es gibt Tage, an denen Du denkst, dass Du untergehst. Wie stark Du wirklich bist, erkennst Du erst, wenn Du sie überstanden hast...


  • huhu,


    weg-üben meinte ich auch nicht. Ich schrieb ja auch, dass ich es nicht so meine, dass nur üben hilft.
    Aber es hilft zu wissen, dass man nicht alles verstehen muss, man kann auch vieles einfach nach Rezept machen (und Rezepte muss man einüben). Natürlich ist Verständnis das Beste, aber wenns nunmal nicht geht ist ein fast immer funktionierendes Rezept besser als gar nicht zu wissen wie man etwas angehen soll.


    lara hat das schön geschrieben. Wenn man auswendig weiß was 5x5 ist hilft das gegen die Panik das 1x1 nicht zu können.
    Nichtsdesdotrotz sollte man es natürlich nicht einfach dabei belassen sondern auch schauen ob es eine Dyskalkulie oder ein anderes Problem ist. Meine Gedanken gingen mehr in die Richtung was man vielleicht zusätzlich für Strategien verfolgen kann, um dem Kind den Schulaltag etwas zu erleichtern.


    Viele Grüße

  • Hallo,


    Das Problem ist doch aber, daß man nicht alles auswendig lernen kann.


    Bei Rechnungen bis 10 geht das problemlos, bis 20 auch noch. Bis 100 wird es schon problematisch und danach?


    Aber gerade ansonsten sehr kluge Kinder machen das oft instinktiv und überdecken in den ersten Jahren damit die eigentlichen Probleme. Wenn sie dann verstärkt zum Ausbruch kommen, ist es (sehr) spät, um zu helfen. Darum ann der Rat, das, was nicht verstanden wurde eben auswendig zu lernen, nach hinten los gehen.


    Das Problem bei Kindern mit Dyskalkulie ist aber, daß sie einmal gelerntes NICHT übertragen können. Wenn sie wissen, daß 4+2 6 ist, ist damit für sie noch lange nicht klar, daß 14-2 16 ist. Oder was 14+12 ist oder 40+20. Sie müßten tatsächlich auch das wieder auswendig lernen. Das hat nichts mit Dummheit oder nciht begreifen wollens zu tun, sondern ist einfach Teil des Lernproblems.


    Bei der Multiplikation genau so. Wenn man die nicht BEGRIFFEN hat, dann sind 4x5 und 5x4 völlig verschiedene Aufgaben. Und geteilt durch noch viel mehr. Das alles so weit auswendig zu lernen, daß man in Mathe gut mitkommt, wäre ein derart enormes Penbsum, daß es kaum machbar ist.


    Bei uns an der Schule legen die Lehrer viel wert darauf, daß die Kinder das 1x1 NICHT rein auswendig lernen. Erst wenn sie intensiv die entsprechenden Materialien bearbeitet haben, mit denen sie VERSTEHEN, was sie tun, werden die Aufgaben, die dann noch nicht sitzen, gelernt. Klar, ganz ohne lernen geht es nicht, damit das 1x1 sicher sitzt aber der Zeitpunkt ist wichtig.


    Allerdings können MAtheprobleme nicht nur durch Dyskalkulie ausgelöst werden. Mein Sohn Hat eher eine Art Speicherschwäche, das heißt er versteht es sehr schnell, wenn man es erklärt - aber sein Gehirn speichert es dann nur ungenügend ab. Das heißt, er kann lernen, lernen, lernen und es auch wirklich KÖNNEN und am nächsten Tag ist fast alles weg. Wie frustrierend und demotivierend...


    Er kann das 1x1 auf Grund der Speicherschwäche immer noch nicht komplett, kann es aber dank "verstanden haben" sehr schnell herleiten.


    So ein "Speicherproblem" kommt bei vielen bei vielen - nicht allen - betroffenen Kindern noch dazu - sprich, das reine Auswendig lernen fällt ihnen sehr schwer, schwerer als anderen Kindern. Dann dieses Pensum schaffen?
    Da fände ich die Kräfte für eine Therapieform, die bei den wirklichen Problemen ansetzt sehr viel sinnvoller eingesetzt.


    Darum sind die Tipp mit den alltagspraktischen Anwendungen usw. gut - aber sie helfen nur dann, wenn dem Kind tatsächlich nur ein Sachbezug oder etwas Routine fehlt. Aber genau das das müßte man eben herausfinden.


    Ich würde wohl mehrgleisig fahren: Mit dem Lehrer reden und genau herausbekommen WIE stark das Problem ist und wie es dem Kind damit geht. Ist es einfach nur ein Fach, was etwas gegen die anderen abfällt, aber nicht wirklich dramatisch ist und dem Kind keine großen Sorgen macht, würde ich es laufen lassen. Sind die Probleme doch größer oder treten bei neuem Stoff immer wieder auf, dann abklären lassen, inwieweit es eine Teilleistungsstörung sein könnte.
    Gleichzeitig im Alltag verstärkt mathematische Beztüge anzubieten, schadet auch nicht, so lange es allen Beteiligten Spaß macht.
    Und trotz allem gelassen bleiben und darauf vertrauen, daß mein kluges Kind seinen Weg geht, egal ob mit oder ohne Rechenschwäche.


    Viele Grüße, Trin

  • Hallo Marzipan,
    kennst du das schöne Buch von A. Born und C. Oehler "Lernen mit Grundschulkindern"? Oder von den gleichen Autoren: "Kinder mit Rechenschwäche erfolgreich fördern"?
    Das sind ganz tolle Bücher. Mit ganz konkret-praktischen Tipps, die auch Kindern helfen, die Probleme Beim Rechnen haben.
    Natürlich muss man die einzelnen Rechenoperationen verstehen, da würde ich Trin und anderen voll zustimmen. Wichtig ist aber auch, dass die entsprechenden Rechenschritte "automatisiert" werden. Das bedeutet, dass die Kinder z.B. ohne Anstrengung, ohne Stress und Mühe ein inneres Bild von Zahlen (z.B. von der Zhehnerzerlegung) haben - und automatisch wissen: von der 7 fehlt noch 3 bis zur 10, von der 4 fehlen noch 6 bis zur 10) etc. etc. Und eben auch das Einmaleins zwar natürlich verstehen müssen, aber dann doch irgendwann ohne Anstrengung die einzelnen Aufgaben einfach wisssen.
    Die Autoren schlagen dazu das Karteikartensystem vor.
    Geübt werden 3 mal am tag 10 Aufgaben, nur mündlich, und nur Aufgaben, die das Kind ohne Anstrengung rechnen kann. Wenn das Kind also 53+19 nicht problemlos sofort ausrechnen kann, erstmal 53+9 rechnen lassen. Wenn das auch nicht geht: 3+9. Wenn das auch nicht geht: Addition von 1-10 nochmal festigen. Wenn das auch nicht geht: Zahlen/mengenverständnis von 1-10 wiederholen. Immer auf dem alleruntersten Level anfangen, egal. wie "weit" die anderen Kinder in der Klasse schon sind. Alle Aufgaben, die gekonnt werden müssen (z.B. 1x1), auf kleine Karteikarten schreiben. Aufgaben, die das Kind nicht kann, werden wiederholt; die Aufgaben, die das Kind kann, erstmal nicht. So wird wirklich nur das geübt, was nicht sitzt.
    Meine Nichte konnte auch überhaupt nicht rechnen in der 2. Kl.), dcann wurde nach diesem system mit ihr geübt, jetzt macht es ihr Spaß (trotz Dyskalkulie, die diagnostiziert wurde!). Sie ist keine Supermathematikerin, hat abet eine drei, ein Riesenerfolg für sie. und vor allem: Die Angst ist weg.
    Einen Dyskalkulietest würee ich aber an eurer Stelle auch machen lassen.
    hagendeel

  • vielen lieben Dank für eure Antworten!
    Heute hat mir das liebe Kind erklärt, wie es denn die Zahlen im Kopf so vor sich sieht.
    Bei mir geht das schwarz auf weiss, von links nach rechts, wie auf einem Blatt halt. Beim Kind geht 1-7 von oben nach schräg hinten links und ist violett. 8-24 ist gelb, geht von links nach rechts. 25-28 ist dunkelrot und geht direkt nach oben. 8I #confused #bahnhof. Weitere Farben und Richtungen habe ich vergessen, alles in allem scheint es ein überaus buntes Gebilde zu sein...
    Aber irgendwie leuchtet es mir nun ein, warum meine Erklärungen nicht fruchten. Meine Sicht ist nun doch ziemlich anderst.
    Vielleicht schaffen wir mit reinem Auswendiglernen ein wenig Entspannung in die ganze Situation zu bringen. Das brauchen wir (vor allem ich :S) mal ganz dringend. Aber Richtung Dyskalkulietest wird es wohl gehen...

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  • Klein bisschen OT:
    Trin, mein Sohn hat dieses "Speicherproblem" auch. Es ist hier das erste Mal, dass ich von einem anderen Kind lese/höre, welches das hat. Außerdem sind die einfachen Zerlegungen bei ihm immer noch nicht automatisiert (5. Klasse).


    Zurzeit besucht er eine Förderschule, hat viel Zeit für die Aufgaben und es geht ihm auch in Mathe gut. Aber er wird wohl wieder zur Regelschule müssen, aufgrund Umzugs und mangels Schulangebot. Mir macht das Angst...


    Marzipan:
    ich habe als Kind auch Zahlen mit Farben verknüpft. Oder auch mit Mustern. Vom Wert der Zahl hatte ich kaum eine Vorstellung. Einfach kein anderer Zugang möglich #confused. Heute kann ich ganz gut rechnen.

    Wer loslässt, hat die Hände frei


  • marzipan: ja ich weiss nicht so genau wie ich mit dem druck umgehen soll..
    und meine tochter auch nicht. sie will die beste sein aber ist nicht bereit das auch umzusetzen. somit steht sie sich ständig selbst im weg.
    immer wieder überlege ich wie schön es wäre mit einer alternativen schule (zb. steiner) wo es keine noten gibt und keine "wer ist am besten" probleme.
    hachjaaa..

    sonja mit melina (03/03) + felix (11/06)