Schule (geklaute Kindheit) -Artikel in Zeitung

  • Hallo,


    Zitat

    Original von Hummel32mindestens einen Naturtag im Monat haben, gesundes Frühstück steht auf dem Plan, Hören-Lernen-Lauschen


    Was ist daran auszusetzen?


    Klar, kann man die ganze frühe Förderung sehr skeptisch sehen.Tu ich auch. Ich halte z.B: den Nutzen von Kindergartenenglisch für so gering, daß er über den aktuellen Spaß, den das Kind JETZT eventuell dabei hat - den es aber sicher auch anders haben könnte - nicht hinausgeht.


    Aber was ist an Walddtagen, gesundem Frühstück oder zuhören und lauschen falsch?


    Zitat

    Meine Freundin fragte mich vor kurzem, ob wir unsere Kinder nicht zusammen auf ein bestimmtes Gym schicken wollen. Ich war total baff - die sind noch nicht mal eingeschult!!!


    Das ist ja echt krass 8I


    Viele Grüße, Trin

  • Trin, an gesundem Frühstück und Naturtagen ist überhaupt nichts auszusetzen. Ich finde nur dieses Viele einfach schwierig. Jeden Tag ist irgendwas anderes. An manchen Tagen mehrere Sachen. Ich wollte mein Kind eigentlich in den Kiga schicken, damit sie mit anderen Kinder SPIELEN kann.


    Nahezu alle Kinder beschweren sich, dass sie viel zu wenig Zeit zum Spielen haben. Und wenn man sie fragt, was das Schönste am Kiga ist, ertönt einstimmig: "Der Spielzeugtag!"
    Den finden die Erzieherinnen ziemlich nervig und würden ihn gerne abschaffen. Wird immer mal wieder diskutiert.


    Und das finde ich einfach schade. Es wird geschaut, wie man die Kinder fördern kann - aber dann passiert das an den Bedürfnissen der Kinder vorbei.
    Und vor lauter Turn-Natur-Frühstück-Englisch-Physik-Gedöns kommen die Erzieherinnen nicht mehr dazu, mit den Kindern Spaß zu haben... Es gibt da ja auch noch die U-2-Kinder, die gewickelt werden wollen und eben die Vorschulprogramme.


    Ich finde einfach, dass das da schon anfängt. Die haben schon immer gute Arbeit geleistet und irgendwie scheint es heute nicht mehr gut genug...

    Es gibt Tage, an denen Du denkst, dass Du untergehst. Wie stark Du wirklich bist, erkennst Du erst, wenn Du sie überstanden hast...

  • Hallo,


    OK, wenn selbst Ausflüge in den Wald, Frühstück essen und Musik hören ect. zum "Programm" werden, dann ist das unschön, das stimmt.


    Ich finde es schon gut, wenn es bestimmte Fixpunkte gibt wie Waldtag oder Sporttag, weil es für viele Kinder Orientierung bietet. Aber natürlich nicht jeden Tag irgendwas.
    Und ich finde es auch gut, wenn im Kigaalltag vioele verschiedene Dinge angeboten werden - aber eben als Angebot, daß man nutzen kann oder nicht und nicht als geplantes Programm.


    Im früheren Kiga meiner Kinder wurden "Außenanbieter" in der Kernzeit generell abgelehnt und das den Eltern gegenüber auch begründet. Englisch war vor dem Frühstück, wer das unbedingt wollte, mußte eben entsprechend zeitig da sein, Tanzen hätte am Nachmittag sein können, da wollten aber die Eltern nicht extra noch mal reinkommen, damit hatte es sich erledigt.


    Ich hatte nie das Gefühl, daß meinen Kindern etwas verloren geht, denn in einem tollen Kigaalltag ist mMn alles drin, was ein gesundes Kind an sinnvoller Schulvorbereitung braucht.


    (Aber den Spielzeugtag fanden meine trotzdem toll ;) )


    Viele Grüße, Trin

  • Zitat

    Original von Hummel32



    Mein Mädel darf auf die Schule, die ihr liegt. Sie sollte nicht zu weit weg sein. Und meine Tochter sollte gute Noten schreiben, ohne lange lernen zu müssen.


    Und wenn die Schule, die ihr liegt weit weg ist? Und wenn die Noten nicht gut werden? ;)

  • Ich meinte, dass sie gute Noten schreiben sollte, OHNE EXTREM LANGE LERNEN ZU MÜSSEN.


    Also, wenn sie das Gymnasium nur schaffen würde, indem sie Nachhilfe bräuchte und täglich nach der Schule noch sehr lange lernen müsste - dann lieber Realschule.
    Und wenn sie dort nur 5er schreiben würde oder eben täglich so lange lernen müsste, dass keine Zeit mehr zum Spielen und Freunde treffen bleiben würde - dann lieber Hauptschule.


    Und wenn sie dort nur schlechte Noten schreiben würde - dann müsste man abklären, woran das liegt. Förderbedarf? Faulheit? Und dann müsste man daran arbeiten.


    Da ich jetzt aber ein völlig normales Kind vor mir sehe, das Interesse am Lesen und Schreiben zeigt, weder Sprachprobleme noch sonstiges hat, glaube ich nicht, dass wir uns mit dem Thema Förderschule beschäftigen müssen.


    Und hier auf dem Land sind die Realschulen und Gymnasien mit dem Schulbus zu erreichen. Wie lange der im Einzelnen unterwegs ist, weiß ich noch nicht. Aber ich würde nicht unbedingt eine Schule auswählen, zu der sie erst mal eine Stunde unterwegs ist.
    Das wäre z. B. bei Montessori und Waldorff so. Und ich bin ziemlich sicher, dass ihr Montessori durchaus liegen würde. Aber durch den langen Weg scheidet das einfach aus.


    Die ersten zwei Jahre geht sie hier im Dorf. Ab der dritten Klasse muss sie ins Nachbarsdorf - und da fährt der Bus z. B. um 7.00 Uhr hier weg, weil der Bus von hier kommt und dann erst noch alle anderen Käffer abfährt. Das finde ich persönlich nicht wirklich prickelnd. In den letzten Jahren haben sich aus diesem Grund Fahrgemeinschaften gebildet, damit die Kinder ein wenig länger Zeit haben, um aufzuwachen und zu frühstücken.


    Klarer?


    Lieben Gruß,
    Hummel


    Bei mir war das übrigens ähnlich - ich wollte nicht auf's Gym, weil meine Freundinnen alle in die Realschule gehen wollten. Mit dem Ergebnis, dass ich so gut wie gar nicht lernen musste und nach der Schule ausgiebig Zeit hatte, mich meinen Hobbies und Freunden zu widmen.
    Das wünsche ich mir für mein Kind auch.

    Es gibt Tage, an denen Du denkst, dass Du untergehst. Wie stark Du wirklich bist, erkennst Du erst, wenn Du sie überstanden hast...

    Einmal editiert, zuletzt von Hummel32 ()

  • Ich finde den Artikel tendenziös und manipulativ. Ich mag es nicht, wenn jemand versucht, meine Tränendrüse zu drücken um mich zu einer Meinung zu gängeln. Schon nach der ersten Seite habe ich Pickel gekriegt und zu lesen aufgehört.


    Ich bin auch ein Gegner des G8. Aber zwei nahe Familienmitglieder von mir sind Gymnasiallehrer und sehen auch den ganz normalen Schulalltag. Schüler die lustig sind und Unsinn machen, sich verabreden, abhängen, in der Band spielen oder Zeitungen austragen. Mit dieser Panikmache tut der Autor den sachlichen Gegnern des G8 keinen Gefallen sondern verärgert nur.

    Mitzl mit Großgemüse (2/07) und Kleingemüse (5/09)

  • Mitzl, ich sehe hier leider viele Kinder, denen es auf dem Gymnasium haargenauso geht, wie im Artikel beschreiben. Auch 5. oder 6. Klasse. Eine Mutter erzählte mir, ihre Tochter ist bis 16.00 in der Betreuung, dann kommt sie heim und muß nochmal gut 1,5-2h arbeiten und lernen, sonst wird sie nicht fertig. Hobbys gibt es nicht mehr!

    "Die deutsche Rechtschreibung ist Freeware, sprich, man kann sie kostenlos nutzen. Allerdings ist sie nicht Open Source, d.h. man darf sie nicht verändern oder in veränderter Form veröffentlichen". (von unbekannt, aber ich find's extrem zutreffend)

  • Zitat

    Original von mausejule
    Muckelmama, hier gibt es ein Gymnasium und eine Oberschule bis zur 10. Klasse. Nix mit Abitur.


    Das geht nur auf dem Gymnasium. Dort sind quasi 95% der Kinder, die einen Notendurchschnitt von 1-2,5 in Haupfächern hatten. Auf der Oberschule sind dann "der Rest". Es ist grässlich, dass trotz der sechsjährigen Grundschulzeit die Selektion ab der 4. Klasse beginnt. Dann dürfen nämlich die 1,0 - Kinder schon ins Gymnasium in die Leistungs- und Begabtenklassen. Ja, nee...alle anderen sind ja nicht begabt...


    tja, das ist wieder die blöde regionale Verschiedenheit


    hier gibt es 3 Gymnasien (eins davon mit eher niedrigen Anforderungen), eine Gesamtschule und diverse Oberschulen, die alle die Vorbereitung für ein (Fach-)Abitur an einem Berufsbildungszentrum ermöglichen, ein BBZ haben wir auch noch vor Ort
    dass das nicht in jedem Dorf oder jeder Kleinstadt ähnlich komfortabel sein kann, ist mir klar, aber das weiß man ja, wenn man sich entscheidet auf dem Land zu leben


    Leistungs- und Begabungsklassen finde ich ziemlich gut
    ich bin nämlich in der Schule jahrelang gemobbt worden, weil ich anders war als die meisten anderen und erst die Oberschule ab der 9. (Spezialoberschule, jede normale hätte erst mit der 11. Klasse begonnen) hat mir quasi das Leben gerettet
    es gibt nun mal leider Klassen, in denen Binnendifferenzierung schwierig ist, selbst wenn die Lehrer sich Mühe geben, in denen vielleicht das Klima nicht stimmt oder sonstwas blöd läuft
    warum sollte dann mein fittes Kind nicht einfach 2 Jahre früher ans Gymnasium gehen statt in seiner Klasse voller *achtungironie* Dumpfbacken die Grundregeln des sozialen Miteinanders statt Englischvokabeln zu üben?


    eine große Selektion kann ich da nicht feststellen - es gibt hier in der ganzen Stadt eine solche Begabtenklasse und auch viele fitte Kinder (mein Sohn z.B.) wollen das nicht unbedingt, weil es für den Rest der Schulzeit mehr Unterricht etc. bedeutet
    im Schnitt geht maximal 1 Kind pro Grundschulklasse dorthin, selten vielleicht mal 2, oft garkeins
    es ist einfach ein Angebot, das für einen kleinen Teil toll ist
    richtig Mist wird es, wenn Eltern ihre Kinder aus Prestigegründen in solche Klassen drängen


    wir haben schon oft drüber gesprochen, wie wir uns verhalten würden, sollten unsere Kinder Probleme mit dem Lernpensum haben, und sind uns einig, dass wir am Ende lieber einen glücklichen Maurer haben als einen verkrachten Studenten - die Zufriedenheit im Leben hängt ja nicht am Schulabschluss ;)
    und sollte eins unserer Kinder das Abitur nur mit extremen Anstrengungen schaffen können und das trotzdem machen wollen, dann würden wir eben eher den Weg übers BBZ wählen, da sind die Anforderungen etwas niedriger und mehr Zeit vorhanden

    Liebe Grüße,
    Tine und die Muckelmäuse (7/98 und 9/02)


    ...ich flog in dein Licht...

  • Das glaube ich Dir gern, Monstermama, dass das vielfach so ist, und wie gesagt, ich sehe die Probleme des G8. Mich stört nur der süßlich-unsachliche Tonfall des Artikels. Meine Kritik wendet sich nicht an die Sache an sich sondern den Artikel. Wenn man über Schulreform diskutiert, sollte man doch mit Fakten argumentieren, finde ich. Aber vielleicht bin ich da auch zu sehr Juristin. ;)


    Wenn ich merke, dass meine Meinung über die emotionale Schiene in eine Richtung gedrängt werden soll, weckt das in mir sofort in mir Widerspruchsgeist und bringt mich sogar dazu, gegen meine eigene Überzeugung zu wettern.

    Mitzl mit Großgemüse (2/07) und Kleingemüse (5/09)

  • Zitat

    Original von Muckelmama
    dass das nicht in jedem Dorf oder jeder Kleinstadt ähnlich komfortabel sein kann, ist mir klar, aber das weiß man ja, wenn man sich entscheidet auf dem Land zu leben


    Muckelmama, ich stimme dir grundsätzlich zu. :)


    Aber würdest du wirklich für ein breiteres Schulangebot eine sichere und erfüllende Arbeit aufgeben, die gesamte Familie (also dein soziales Netzwerk) verlassen um in der Einsamkeit der Großstadt dein Kind auf DIE Schule zu schicken?

    der die das Blog


    Mausejules Weg zum Klugscheißer - 2. Semester:
    Allgemeine Betriebswirtschaftslehre: 2,7
    Wirtschaftmathematik: 1,3
    Allgemeines Verwaltungsrecht:
    Betriebliches Rechnungswesen:
    Betriebliches Marketing:

  • nein, aber ich würde mir vor Augen halten, dass ich mit meinem gewählten Wohnort bestimmte Vorteile genieße (bei euch offenbar das Netzwerk, manche wollen gern in Alleinlage wohnen oder whatever) und dann eben auch die Nachteile in Kauf nehmen muss


    wir wohnen übrigens nicht in der Großstadt, sondern in einer mittleren Kleinstadt ;) und nehmen sehr bewusst manche Nachteile in Kauf, damit wir die für uns wichtigen Vorteile (Schulen, kurze Wege) nutzen können
    zu unseren Nachteilen gehören u.a. die entfernt lebende Familie und dass wir kein Haus mit Garten haben (was im nächsten Dorf sofort und preiswert zu bekommen wäre)
    Prioritäten halt #weissnicht ich kenne hier in der Gegend viele, die uuuunbedingt sofort mit der geburt des ersten Kindes ein Haus haben müssen, möglichst billig - also eher auf dem übernächsten Dorf, und dann spätestens bei der weiterführenden Schule ihrer Kinder ewig jammern, dass das so schwierig ist mit dem Fahren und überhaupt


    wenn ich selbst vom übernächsten Dorf käme, wäre das vielleicht nochmal anders, aber da kann ich mich grad schwer reindenken

    Liebe Grüße,
    Tine und die Muckelmäuse (7/98 und 9/02)


    ...ich flog in dein Licht...

  • Ah ok! :)


    Deshalb wohnen wir in einer kleinen Kleinstadt. Damit die Kinder die Schulen, die da sind, möglichst mit dem Rad erreichen können.


    Hm, die "Raus-aufs-Land-Zieher" kann ich auch nicht so recht verstehen. Aber nur, wenn sie dann jammern. Denn dann scheint die Entscheidung aufs Land zu ziehen nicht zu Ende gedacht worden zu sein (ähm, was für ein Satz).


    Wer aber schon immer ländlich gewohnt hat, der jammert meistens auch nicht. Dort gehört der Schulbus halt dazu. Ich habe meine Hausaufgaben oft im selbigen gemacht.

    der die das Blog


    Mausejules Weg zum Klugscheißer - 2. Semester:
    Allgemeine Betriebswirtschaftslehre: 2,7
    Wirtschaftmathematik: 1,3
    Allgemeines Verwaltungsrecht:
    Betriebliches Rechnungswesen:
    Betriebliches Marketing:

  • Hallo,


    Ach, das kenn einem auch anders gehen. Mann kann an den (Groß-)Stadtrand ziehen, der eine recht gute Verkehrsanbindung hat, mit der die Kinder ca. 15 Minuten zur Schule hätten. Hergezogen u.a. WEGEN der guten Verkehrsanbindng mit Bus und dann umsteigen in die Bahn.


    Und dann stellt die Stadt alles um, die Busse fahren andere Strecken bzw. nur noch zu Zeiten, die uns für die Schule nix nützen - ich glaube kaum, daß sich das Schulamt darauf einlässt, daß die Kinder erst gegen 9 Uhr kommen, weil dann erst der Bus hier fährt - so daß die angepeilte GS (Montessori) gar nicht mehr sinnvoll mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen ist und der Fahrweg zur weiterführenden Montessori-Schule nun plötzlich 45 Minuten reine Fahrzeit dauert (inkl. Umsteigen und warten auf den nächstn Bus also deutlich länger). Im Vergleich dazu eine Autofahrtzeit von 7 bzw. 10 Minuten.


    Nö wir jammern nicht, wir finden unsere Schulen gut und können die jüngeren Kinder fast immer mit dem Auto fahren bzw. die Großen fahren meistens mit dem Rad. Aber "in der Stadt wohnen" ist halt auch keine Garantieurkunde dafür, die angepeilte Schule leicht erreichen zu können.


    Viele Grüße, Trin

  • Zitat

    Original von Hummel32
    Und ein Mädel kenne ich, das im Gym Klassenbeste ist, aber seit dem 10. Lebensjahr unter Migräne leidet.


    Ich war auch eine sehr gute Schülerin und hatte seit der 6. Klasse Migräne. Hätten meine Eltern mich deshalb auf eine Realschule schicken sollen, damit ich mich langweile und meine Klassengemeinschaft/Freundinnen auch noch verliere? Glaubst du, auf Gesamt- und Realschulen gibt es keine MigränepatientInnen ;)?


    Die Auslöser meiner Migräne sind: zu langes Schlafen und Zyklusschwankungen. Ich hatte noch nie Migräne bei Stress oder Überforderung und das ist auch nicht soooo typisch für Migräne #weissnicht

    Das B in Pegida steht für Bildung.

  • Zitat

    Original von Monstermama
    Mitzl, ich sehe hier leider viele Kinder, denen es auf dem Gymnasium haargenauso geht, wie im Artikel beschreiben. Auch 5. oder 6. Klasse. Eine Mutter erzählte mir, ihre Tochter ist bis 16.00 in der Betreuung, dann kommt sie heim und muß nochmal gut 1,5-2h arbeiten und lernen, sonst wird sie nicht fertig. Hobbys gibt es nicht mehr!


    Das liegt aber doch an der Betreuung. Warum werden da keine Hausaufgaben gemacht? Und wenn meine Tochter (2. Klasse) ohne erledigte Hausaufgaben um 16 Uhr nach Hause käme und dann noch normal-lange HA machen würde (ich glaube, in der zweiten Klasse sind 30-45 Min maximal veranschlagt) und noch 10 Minuten flöten übt, dann könnte sie sich auch nicht mehr verabreden. Dabei ist sie in der Grundschule und der Stoff ist ja noch eher lasch ;)


    Die Betreuung sollte doch so organisiert sein, dass die Hausaufgaben erledigt sind und es zwei- oder dreimal pro Woche noch ein Freizeit-Angebot=Hobby gibt.

    Das B in Pegida steht für Bildung.

  • ja, das Problem kennen wir auch - u.a. deshalb haben wir auch noch kein passendes Haus gefunden und bleiben lieber in unserer Wohnung
    es gibt viele viele Angebote im "Stadtgebiet", aber fast alle liegen in Bezug auf Bus und Bahn sehr doof und scheiden deshalb für uns aus

    Liebe Grüße,
    Tine und die Muckelmäuse (7/98 und 9/02)


    ...ich flog in dein Licht...


  • Unter Umständen: Ja!
    Als wir eine Wohnung suchten war klar, daß nur bestimmte PLZ-Gebiete in Frage kämen, jene welche zum Einzugsgebiet unserer Traumschule gehörten!
    Mein Mann pendelt täglich 35 km (einfache Strecke) zur Arbeit, näher zur Arbeit ziehen hätte viele Vorteile. (Mehr Zeit, weniger Spritkosten und die Mieten sind dort auch viel günstiger).
    Dennoch stand es für uns nie zur Debatte, der Hauptgrund war und ist die Schulsituation!


    Übrigens: Großstadt muß ganz und gar nicht einsam sein! ;)

    "Über besorgte Bürger wusste er Bescheid. Wo auch immer se sich aufhielten: Sie sprachen immer die gleiche private Sprache in der "traditionelle Werte" und ähnliche Ausdrücke auf "jemanden lynchen" hinaus lief." Terry Pratchett: Die volle Wahrheit
    LG Bryn mit Svanhild (*01), Arfst (*02), Singefried (*09) und Isebrand (*12)

    Einmal editiert, zuletzt von Bryn ()

  • hm, Bryn, was ist denn oder wäre, wenn die Traumschule dann doch nicht passt/passen würde? Ihr wisst das doch vorher nicht.


    Ganz ehrlich, als meine große Tochter unterwegs war, habe ich mit keiner Silbe an Schule gedacht. Außerdem wird doch von Arbeitnehmern inzwischen Zugvogelmentalität verlangt. Wie passt das in ein auf die Traumschule ausgerichtetes Leben?


    Trin hat ja auch beschrieben, dass die Bedingungen vor Ort sich dann doch ändern können. Die Familie ändert sich. Ich selbst doch auch...und was vor sechs Jahren noch superwichtig war, ist es heute nicht mehr...weiß nicht


    Auch die Schule kann "schlechter" für euch werden. Zieht ihr dann für jedes Kinde woanders hin?


    (Ist ein bisschen überspitzt, ich weiß!) :)

    der die das Blog


    Mausejules Weg zum Klugscheißer - 2. Semester:
    Allgemeine Betriebswirtschaftslehre: 2,7
    Wirtschaftmathematik: 1,3
    Allgemeines Verwaltungsrecht:
    Betriebliches Rechnungswesen:
    Betriebliches Marketing:

  • Zitat

    Original von mausejule
    hm, Bryn, was ist denn oder wäre, wenn die Traumschule dann doch nicht passt/passen würde? Ihr wisst das doch vorher nicht.


    Auch die Schule kann "schlechter" für euch werden. Zieht ihr dann für jedes Kinde woanders hin?


    (Ist ein bisschen überspitzt, ich weiß!) :)


    Wir wussten damals noch nicht einmal, ob wir einen Platz für unsere Kinder bekommen (Zum Zeitpunkt des Umzug 2,5 und 4,5 Jahre alt), trotzdem war es uns wichtig, sich diese Möglichkeit nicht zu verbauen.


    Hätte es wirklich nicht gepasst, dann wäre das schulische Angebot hier in der Großstadt immer noch deutlich breiter gefächert, als auf dem Land.


    Und das die Schule schlechter wird als die Schulen, die es (sagen wir mal zwischen hier und dem Arbeitsplatz meines Mannes) gibt, das glaube ich nicht. Ich kann mir nicht vorstellen, daß die anderen Schulen so extrem viel besser oder unsere Schule so extrem viel schlechter wird.


    Edit:
    Da ich selbst erst auf regelsch7ulen und dann auf dieser Alternativschule war habe ich beides kennengelernt und für mich war als Schülerin schon klar:
    Sollte ich mal Kinder haben und auch nur ansatzweise in der Nähe einer solchen Schule leben/arbeiten, dann setzte ich fast alles in Bewegung damit meine Kinder auf eine solche Schule gehen können.

    "Über besorgte Bürger wusste er Bescheid. Wo auch immer se sich aufhielten: Sie sprachen immer die gleiche private Sprache in der "traditionelle Werte" und ähnliche Ausdrücke auf "jemanden lynchen" hinaus lief." Terry Pratchett: Die volle Wahrheit
    LG Bryn mit Svanhild (*01), Arfst (*02), Singefried (*09) und Isebrand (*12)

    Einmal editiert, zuletzt von Bryn ()

  • Hi,


    unser 11 jahr war auch ein witz. Austauschschüler durften trotzdem in die 12 klasse, wenn sie darauf bestanden und keine angst hatten ect.


    Ganz allgemein fand ich vieles am abi ein witz und habe mich die letzten 3 jahre wesentlich wohler gefühlt als zw 7-10 klasse. Wozu 4-6 jahre in der mittelstufe irgendwelche sachen auswendig lernen? Kein schüler und erwachsener braucht so viel imformation im kopf. Wenn man später etwas braucht, dann lernt man es, keine frage.


    Ab der 11 fragten die lehrer auf einmal viel öfter Warum? Und nicht mehr Wo? Wann? Was? Man musste nicht mehr alles auswendig wissen. Sondern komplexe fragestellungen verstehen und komplex antworten. All die jahre davor waren nicht mehr wichtig. Wenn man in einer geschichtsarbeit, eine zahl nicht wusste, dann umschrieb man die auswirkungen des ereignis. Es ist doch auch egal, welcher tag es war, es ist viel wichtiger welche weitreihenden folgen er hatte.


    Es war nicht alles leiht. Aber mit witz meime ich, das mich die jahre zuvor eben nicht auf die anforderungen des abiturs vorbereitet haben. Und das es eine erlösung war, das die eigenen gedanken auf einmal wichtig waren.



    Lg quark