schnurloses telefon im kiga

  • Trin, ob man die Möglichkeit hat, etwas zu ändern, oder welche Schritte das erfordert, und wie aussichtsreich die sind, usw. - das sind alles Punkte, die einen hindern können, etwas zu unternehmen, obwohl man Handlungsbedarf sieht, und die kann ich auch nachvollziehen.


    Mal abgesehen davon, dass ich persönlich aus den oben genannten Gründen sowieso keinen Handlungsbedarf beim Thema DECT-Telefone sähe: Was ich nicht nachvollziehen kann ist, wieso man sich entscheidet, über das Thema nicht nachzudenken, obwohl man (so zumindest meine Interpretation - die von Ariane war ja eine andere, aber auch Lobas zusätzliche Erläuterung ging für mich nicht in diese Richtung) nicht so weit informiert ist, dass man das fachlich als unwichtig abwinken könnte.


    Liebe Grüße,

    Liebe Grüße

    Sabine mit T. 10/02 und Q. 11/05

  • Zitat

    Original von Marisa_83
    Atomkraftwerke sind bekannterweisen auch durch den TÜV gekommen, und nach vielen Jahrzehnten haben wir jetzt sogar eine promovierte Physikerin, die für sie endgültige Sicherheit nicht mehr garantieren kann...


    Dass das bei der promovierten Physikerin aber nix mit Sicherheit zu tun hat, ist Dir aber schon klar, oder? (Wobei ich klar sagen möchte, dass ich für die Abschaltung der AKW bin)
    Also bei unserer durchschnittlichen Elternschaft in der Kita würde ich nicht erwarten, dass das Thema auch nur irgendjemanden interessieren würde.
    Die meisten bei uns geben ihre Kinder morgens ab, holen sie mittags wieder und gut is'


    Aber probieren kannst Du es ja mal...


    Ich sehe allerdings auch andere imho dringlichere Probleme in unserer Kita als die Schnurlostelefone, die es hier auch gibt.


    Ciao
    Moki, etwas desillusioniert von der Elternbeiratarbeit

  • Ich bin FÜR die schnurlosen Telefone im KiGa, obwohl sie strahlen. Denn mir ist es wesentlich lieber wenn die Erzieherinnen bei einem Notfall beim Kind mit dem Rettungsdienst am Ohr sein können. So schon bei uns im KiGa passiert bei einem Fieberkrampf in der Krippengruppe. Gerade im Kindergarten haben mobile Telefone schon ihre Berechtigung finde ich.

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  • Hallo,


    eine Frage an Sabine:


    Zitat

    mir würde nicht im Traum einfallen, die Basisstation ins Schlafzimmer zu stellen.


    Warum?


    Ich lese immer "Strahlenbelastung", kann mir darunter aber nicht so recht etwas vorstellen. Inwiefern wird der Körper durch die elektromagnetische Strahlung belastet?

    *Männer sind mitgemeint*


    An all dem Unfug, der hierzulande und auch anderswo geschieht, sind nicht nur die Anstifter schuld, sondern auch diejenigen, die ihnen nicht widersprechen. (Erich Kästner)

  • Zitat

    Original von Trin
    Hallo,


    Ich denke, es ist eine Frage, ob ein "Schadstoff" sozusagen offiziell anerkannt ist und es fixe Grenzwerte für Räume in Kindereinrichtungen gibt oder nicht. Bei Formadehyd ist das so, bei Schimmel auch...
    Gibt es solche offiziellen Richtlinien auch für Telefone? Das weiß ich nicht, aber das wäre vermutlich der einzig mögliche Ansatzpunkt.


    Ja, die gibt es. Ich zitiere mal das Bundesamt für Strahlenschutz:
    "Verursachen DECT-Telefone gesundheitliche Risiken?
    Grundlage für die Beurteilung möglicher gesundheitlicher Beeinträchtigungen durch die hochfrequenten Felder der DECT-Telefone sind die von der Internationalen Kommission zum Schutz vor nichtionisierender Strahlung empfohlenen Basisgrenzwerte. Diese werden als Spezifische Absorptionsrate (SAR) angegeben. Die SAR beschreibt, welche Menge der Strahlungsleistung (W) vom menschlichen Köper (kg) aufgenommen wird. Die maximal zulässige SAR beträgt


    0,08 W/kg für den ganzen Körper und
    2,00 W/kg für Teile des Körpers, zum Beispiel für den Kopf.


    Bei DECT-Telefonen liegt der SAR-Wert für den Kopf unter 0,1 W/kg. Der empfohlene Grenzwert von 2,0 W/kg wird also um ein Vielfaches unterschritten. Nach dem Stand der Wissenschaft auf nationaler und internationaler Ebene gibt es zwar Hinweise auf biologische Wirkungen, aber keine Nachweise, dass hochfrequente elektromagnetische Felder – die Grundlage der Funktionsweise der DECT-Telefone – gesundheitliche Risiken verursachen. Dies gilt unter der Voraussetzung, dass die Grenzwerte eingehalten werden. Auch eine besondere Gefährdung durch gepulste Signale, die immer wieder angeführt wird, konnte bisher auf wissenschaftlicher Basis nicht belegt werden."
    Quelle

    "Die deutsche Rechtschreibung ist Freeware, sprich, man kann sie kostenlos nutzen. Allerdings ist sie nicht Open Source, d.h. man darf sie nicht verändern oder in veränderter Form veröffentlichen". (von unbekannt, aber ich find's extrem zutreffend)

  • Hallo,


    Monstermama Danke!


    Zitat

    Original von huehnchen69Trin, ob man die Möglichkeit hat, etwas zu ändern, oder welche Schritte das erfordert, und wie aussichtsreich die sind, usw. - das sind alles Punkte, die einen hindern können, etwas zu unternehmen, obwohl man Handlungsbedarf sieht, und die kann ich auch nachvollziehen.


    Die Ausgangsfrage war ja aber, ob man meint, eine Beschwerde habe Aussicht auf Erfolg.


    Nicht ob man die Möglichkeit hat, sich zu beschweren (die hat man sicher) oder wie man die Sache mit der Strahlung selber sieht oder ob man selber Handlungsbedarf sähe.


    Und Aussicht auf Erfolg sehe ich persönlich keine (es sei denn, wie geschrieben, sie kann selber andere Telefone bereitstellen). Ausnahme vielleicht, wenn es ein Vorzeige-Ökokindergarten-Bauprojekt mit ausreichend Budget ist, bei dem diese Telefone nur ein versehen waren. Glaub ich persönlich aber nicht.


    Das, was Monstermama geschrieben hat, bestätigt meine Vermutung, aber versuchen kann sie es ja trotzdem. Wenn einem etwas wichtig ist, ist es natürlich richtig, darauf aufmerksam machen. Das ändert aber nichts an meiner Einschätzung, was die Erfolgsaussichten angeht.


    Viele Grüße, Trin

  • Bei uns hat die MAV mal versucht, in allen Kitas der Diazöse strahlungsarme Telefone zu bekommen - dazu wollten sie über so Begriffe wie "Arbeitssicherheit" gehen - weiß aber nicht, wie das ausgegangen ist, ich hab in der Zeit die Kita gewechselt.


    Wäre also vielleicht noch eine Möglichkeit, da auch die MAV/Betriebsrat mit ins Boot zu holen - da sitzen auch oft Erzieherinnen, macht ja sonst kaum einer, den Job #flop



    Ansonsten muss ich sagen, sehe ich das wie Trin - einen Versuch kannst du machen, aber sowohl in den Kitas, in denen ich bisher war, als auch inder Kita meines Sohnes würde ich das Geld lieber für anderes einsetzen.....


    Liebe Grüße, gaagii

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    Wenn ich mir einen Krankenwagen im Ballettröckchen tätowieren lasse, habe ich Tatütatatütütattoo! #blume
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  • Hm, also der KiGa meiner Tochter hat keine schnurlosen, tragbaren Telefone, sondern lediglich einen Anschluss im Büro (allerdings nicht aus Strahlungs-Gründen, sondern weil der Träger keine neuen Telefone bezahlt. Die Erzieherinnen wünschen sich seit langem ein schnurloses).


    Als meine Tochter am Tag 5 ihrer Eingewöhnungszeit stürzte und sich dabei einen Schneidezahn abbrach, war die Erzieherin gerade im Büro und telefonierte... :(


    Soviel zur Sicherheit.

  • Also wir haben nur ein schnurloses Telefon, was allerdings immer im Büro steht und nur in eine unserer Gruppen kommt, wenn die Einrichtungsleitung nicht im Haus ist. Allerdings geht bei uns niemand ans Telefon, außer die EL bzw. hören wir alle 1 1/2h den AB ab! ;) Alle Eltern sprechen auf den AB Ihr Anliegen drauf und entweder wir rufen zurück, oder dokumentieren das Anliegen. Kommt halt darauf an, worum es ging.


    Wir machen es deshalb so, da die ewigen Anrufe uns nur im Spiel oder Alltag mit den Kindern gestört haben. Zum Beispiel lese ich ein Buch vor, das Telefon klingelt, ich hechte zum Telefon, lasse das Kind mit angelesenem Buch zurück usw....... Blöde Sache für das Kind!
    Unsere Regelung finde ich gut, ach und wenn was passiert kümmere ich mich ums Kind und schicke meine Kollegin das Telefon zu holen. Das geht auch sehr schnell! ;)


    Nun frage ich mich, warum man in jeder Gruppe ein Telefon braucht. #confused

  • Hallo,


    Ich denke, das kommt auch darauf an, wie die Räumlichkeiten sind.


    Es gibt Einrichtungen, da ist jede Gruppe ein in sich geschlossener Bereich mit Waschraum und Garderobe usw. Da ist nix mit Kollegin schicken, wenn man gerade alleine in der Gruppe ist (und das war man oft), denn dazu müßte ich die ja erst mal holen und das verletzte Kind alleine lassen.


    Ich habe auch schon in einem Kindergarten gearbeitet, der über 3 Eagen ging - wenn man da wegen irgend etwas immer erst ins Leiterinnenzimmer (ganz oben) stürmen mußte...
    Gerade in den Früh und Spätdiensten war es dann schon praktisch, ein schnurloses Telefon zur Hand zu haben. Eltern riefen an, daß ihr Kind später oder von der Oma oder wem geholt wurde - das hätte ich nicht gehört, wenn das Telefon oben gewesen wäre. Ich mußte einmal jemanden für eine Notreparatur anrufen (Das Wasser lief die Wand runter) - auch nicht so toll, wenn man dafür eine Gruppe von 20 erschrockenen Kindern alleine lassen und sich 2 Etagen weit entfernen müsste.
    usw.


    In jedem Zimmer ist es kein "muss", klar, aber zumindest ein schnurloses im Haus zum Herumreichen sollte es schon sein, besser noch eins pro Etage.


    Viele Grüße, Trin

  • Natürlich ist es was anderes, wenn die Kita größeren Ausmaß ist, aber bei einem 1 bzw. 2 Gruppigen Einrichtung ist das meiner Meinung nach nicht nötig.
    Jetzt muss ich dazu sagen, das wir hier immer min. zu Zweit(Fachkräfte) in der Gruppe sind, eigentlich mit FOS Praktikantin und BAJ sogar noch mehr.
    Allerdings kann ich da nur für unsere Einrichtungen sprechen! :) Ich weiß, das es bei anderen Trägern nicht so toll aussieht.


    Edit: ich muss kein Kind aufgrund der Personalsituation allein lassen und somit ist das nicht vorhandene Telefon für uns nicht so wichtig.

    Liebe GRüße
    Zaubermami mit Zwerg


    Einmal editiert, zuletzt von Zaubermami ()


  • Elektromagnetische Strahlung wechselwirkt ja prinzipiell schon mit organischer Materie. Das kann zu Erwärmung führen, in den Nervenbahnen Impulse induzieren, je nach Wellenlänge auch mal ionisieren, und bei bestimmten Frequenzen ist die Wechselwirkung besonders intensiv (wenn du z.B. mal an die Wasser-Resonanzfrequenz im Mikrowellenbereich denkst).
    Ob das passiert, hängt hauptsächlich von Frequenz, Feldstärke und Dauer der Einwirkung am Aufenthaltsort ab. Und ob das dann schädlich für den Körper ist, kann man normalerweise nicht direkt feststellen (dafür müsste es wirklich extrem sein), sondern das kann man nur über Studien feststellen.


    Darum meine vorsichtige Einstellung. All diese Technik und ihre Verbreitung und Dauernutzung sind sehr neu. Wenn DECT-Telefonbenutzer scharenweise innerhalb weniger Jahre Krebs bekämen, wäre das sicherlich aufgefallen. Aber eine nur leichte Erhöhung der Krebsrate, oder wenn Schäden sich erst später bemerkbar machen würden - das würde nicht weiter auffallen.


    Ich gehe davon aus, dass die Grenzwerte für Geräte, die elektromagnetische Strahlung aussenden, so gewählt sind, dass auch bei recht extremer Nutzung (Handy dauernd am Ohr, Basisstation neben dem Bett, usw.) keine Schäden zu erwarten sind, und erwarte dann, dass durch großen Abstand und die Vermeidung von Dauernutzung das Risiko gen Null geht.


    Liebe Grüße,

    Liebe Grüße

    Sabine mit T. 10/02 und Q. 11/05