Keine Unterstützung von Ferienhöfen mit Fohlenproduktion

  • Zitat

    Original von -Sabine-
    Es wird Pferdefleisch für einen vorhandenen Markt produziert. Das ist genauso sinnlos oder nicht sinnlos wie der Tod jedes anderen Fleischlieferanten.


    der vorhandene markt ist aber maßgeblich in süd-italien und die ponyhofbetreiber (!) nehmen in kauf, dass ihre fohlen einen qualvollen tiertransport vor sich haben.


    ich finde, vor dem hintergrund könnte man auch verantwortungsvoller züchten.

    Denn Gott in seiner Weisheit hat es den Menschen unmöglich gemacht, mit Hilfe ihrer eigenen Weisheit Gott zu erkennen.
    Stattdessen beschloss er, alle zu retten, die einer scheinbar so unsinnigen Botschaft glauben. 1 Kor 1,21

  • Zitat

    Original von carlotta

    Zitat

    Original von -Sabine-
    Es wird Pferdefleisch für einen vorhandenen Markt produziert. Das ist genauso sinnlos oder nicht sinnlos wie der Tod jedes anderen Fleischlieferanten.


    der vorhandene markt ist aber maßgeblich in süd-italien und die ponyhofbetreiber (!) nehmen in kauf, dass ihre fohlen einen qualvollen tiertransport vor sich haben..


    Nein, der Markt wäre auch hier. Man könnte durchaus darauf hinwirken, dass ortsnah geschlachtet wird.


    Zum Ponyhof: Ich kenne keinen, der einigermaßen über die Runden kommt, ohne sich zusätzlich was einfallen zu lassen. Und sorry, Gäste kommen nicht von allein und viele Mütter glauben, man könne die Mädels da kostenlos 5 Stunden am Tag "parken". Und jetzt wag ich mal eine gar nicht so abwegige Spekulation:


    Es gibt immer mehr "Tierschützer", die zum Reiten ungegeignete Pferde zu einem überhöhten Preis "frei" kaufen. Auch das kann man kalkulieren. Und nein, davon halte ich gar nichts. Ich habe zu oft gesehen, welches Schicksal unreitbare oder schwierige Pferde haben. Es kann doch kaum jemand richtig reiten. Und um das einfach Draufsitzen unbeschadet überstehen zu können, muss ein Pferd schon ein nahezu perfekte Gebäude und Temperament haben. Die vermeintlichen Tierschütze tun dem Tier also langfristig keinen Gefallen.

    Wir müssen uns der Natur anpassen, und nicht die Natur uns. © S. Wache

  • Zitat

    Original von neonbeige
    Also ist man entweder Veganer oder allesesser ansonsten ist man heuchlerisch? Unter den voraussetzungen wundert es mich ehrlich gesagt nicht, dass viele ihr Konsumverhalten nicht überdenken wollen.


    Ganz meine Meinung.


    Isis, ich habe mich sehr lange in der Western- und Freizeitreiterszene aufgehalten um Dir leider widersprechen zu müssen. Die meisten Pferde haben kein besonders schönes Leben. Es gibt dort viele tolle Leute die ihre Pferde wirklich gut behandeln, aber leider richtig viele Irre.


    Zum Thema habe ich meine Meinung gesagt. :)

  • Aber eben, hier ist wieder der Konsument gefragt. Die Auswahl an Ponyhöfen und Reiterferien ist gross, man hat die Wahl.


    Wir haben uns für diesen entschieden:
    http://www.natur-und-form.ch/


    Weil mir wichtig war, dass auch die Ethik der Betreiber wichtig war. Das meine Tochter nicht nur einfach eine Woche auf einen Pferderücken sitzen darf, möglichst billig.

    Daroan mit Zottel 01, Zick 03, Zwerg 05 und Sternenkind (98-99)


  • ich glaube nicht, dass wir innerdeutsche märkte in der größenordnung haben.


    in manchen regionen mag pferdefleisch verbreitet sein - in anderen ist es dafür total unüblich.


    die schlachtereien, die es gibt, müssen das, was sie mehr schlachten ja auch verkaufen können. ich denke, die märkte, die es gibt, sind weitestgehend gesättigt.


    und da, wo noch was geht, reden wir sicher nicht von einer größenordnung wie in süd-italien.


    die deutschen sind schweinefresser. das wird sich wohl auch nicht in großem stil ändern.


    man müsste also pferdefleisch bewerben und "salonfähig" machen.


    rein logisch betrachtet wäre das vermutlich kein problem. aber ich denke, die meisten menschen haben irrationale, emotionale gründe gegen den verzehr von pferdefleisch.

    Denn Gott in seiner Weisheit hat es den Menschen unmöglich gemacht, mit Hilfe ihrer eigenen Weisheit Gott zu erkennen.
    Stattdessen beschloss er, alle zu retten, die einer scheinbar so unsinnigen Botschaft glauben. 1 Kor 1,21

  • Zitat

    rein logisch betrachtet wäre das vermutlich kein problem. aber ich denke, die meisten menschen haben irrationale, emotionale gründe gegen den verzehr von pferdefleisch.


    Das denke ich auch.
    Ich denke, erfolgversprechender wäre eine Bewerbung von "tierfreundlicheren" Pferdehaltungen, wie sie Daroan zum Beispiel beschreibt.
    Wobei ich mich manchmal auch frage, inwieweit es überhaupt möglich ist, ein "ethisches Gewissen" in den Massenkonsument zu bekommen...


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • Zitat

    Original von carlotta
    rein logisch betrachtet wäre das vermutlich kein problem. aber ich denke, die meisten menschen haben irrationale, emotionale gründe gegen den verzehr von pferdefleisch.


    Ja, zeigt sich hier ja auch. Leider haben Schweine ein sehr artwidriges Leben, bevor sie geschlachtet werden. Aber der Druck auf die Bauern ist auch enorm: Ich habe heute mit einem gesprochen, der mit das Heu liefert: Der Dioxonskandal hat dazu geführt, dass Schweinefleisch gelagert (eingefroren) wurde, jetzt hat sich das gebessert, aber nun drängt das neue Schweinefleisch auf den Markt, während das alte auch noch verkauft werden soll. Das heißt Überangebot => zu niedrige Preise => Bauer unter Druck. Ich wusste nicht, dass das Schwein nicht mal den Erlös einer Schachtel Zigaretten bringt 8I


    Da wäre also - wieder einmal - der Verbraucher gefragt.


    Zitat

    Wobei ich mich manchmal auch frage, inwieweit es überhaupt möglich ist, ein "ethisches Gewissen" in den Massenkonsument zu bekommen...


    Ich glaube, das geht nicht. Bleibt nur eine geänderte Kindererziehung und die Hoffnung auf die nächste Generation ...

    Wir müssen uns der Natur anpassen, und nicht die Natur uns. © S. Wache

    3 Mal editiert, zuletzt von -Sabine- ()

  • Zitat

    Bleibt nur eine geänderte Kindererziehung und die Hoffnung auf die nächste Generation ...


    Süss :D
    Wie das fruchten soll, ist mir auch nicht so klar - oder: alle Kinder in Erziehungslager? Und dort dann Umweltschutz und Nachhaltigkeit einpredigen?
    ;) Ehrlich: meine Generation - also die jetzige Elterngeneration - ist nun wirklich nicht schlecht in die Problematik eingeführt worden... Nutzt aber nix, solange die "Hauptsache billig"-Mentalität vorherrscht.
    Und das ist in Deutschland halt leider immer noch so.


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • Zitat

    Original von Talpa

    Zitat

    Bleibt nur eine geänderte Kindererziehung und die Hoffnung auf die nächste Generation ...


    Süss :D


    :P #cool :P Ich schwör Dir, das ist so ziemlich die letzte Bezeichnung, die jemand, der mich kennt, auf mich oder eine meiner Ideen anwenden würde :D Wobei: Es gibt ein Bild von mir vom April diesen Jahres, da seh ich aus wie eine unbedarfte 16jährige - na fast ;) Wenn ichs auf die schnelle finde, stell ichs nachher in die Fotogalerie.


    Spaß beiseite: Ich denke tatsächlich, dass das unsere einzige Chance ist. Leider sind "wir" eine Minderheit, d.h. es wird noch ziemlich lange dauern ...


    Und nein, nicht Erziehungslager, sondern Eltern, die das überzeugt vorleben und eine Schule, die das auch tut. Ich weiß schon, Utopie ... Aber man könnte ja zumindest drauf hinarbeiten ;)

    Wir müssen uns der Natur anpassen, und nicht die Natur uns. © S. Wache

    Einmal editiert, zuletzt von -Sabine- ()

  • es sind ja auch sämtliche lebensmittelskandale vollkommen unnachhaltig.
    die massen verfallen für ein paar wochen in panik und kaufen dies, das oder jenes nicht mehr und ein paar monate später kräht kein hahn mehr danach und alle essen wie vorher!


    andererseits: ich erinnere mich noch, dass benni beimer aus der lindenstraße der grüne spinner war, als er seiner mama erklärt hat, wie man müll trennen soll.


    25 jahre später sind die grünen an der regierung und mülltrennung is gang und gäbe.


    gut ding will weile haben - oder so.

    Denn Gott in seiner Weisheit hat es den Menschen unmöglich gemacht, mit Hilfe ihrer eigenen Weisheit Gott zu erkennen.
    Stattdessen beschloss er, alle zu retten, die einer scheinbar so unsinnigen Botschaft glauben. 1 Kor 1,21

  • Ich kann mich nicht erinnern, mich FÜR Nutztierhaltung ausgesprochen zu haben.
    Mich widert der Begriff an.


    Und gerne nochmal: ein Kuscheltier ist ein Spielzeug, ein genähtes Objekt!
    Was du meinst, könnte evtl ein Haustier sein.


    Süsskram aus den Jahren 2009 und 2012 <3

  • Zitat

    Original von carlotta
    gut ding will weile haben - oder so.


    Ich bin mir nur nicht ganz so sicher, ob wir diese Weile noch haben, so gesamtgesellschaftlich gesehen ....

    Wir müssen uns der Natur anpassen, und nicht die Natur uns. © S. Wache

  • Zitat

    Original von Talpa
    Domestizierte Tiere?


    heimtiere.


    haustiere sind tiere, die man für einen nutzen hält.
    wachhund.
    milchkuh.
    schlachtkanienchen.


    heimtiere sind tiere, denen man ein HEIM gibt.


    so stands in einem meiner was-ist-was bücher.



    Sabine: ich denke, das ist der einzig richtige ansatzpunkt. solange es ausschaut, als hätte alles massig zeit und wäre kein bisschen dringend wird auch nix passieren.

    Denn Gott in seiner Weisheit hat es den Menschen unmöglich gemacht, mit Hilfe ihrer eigenen Weisheit Gott zu erkennen.
    Stattdessen beschloss er, alle zu retten, die einer scheinbar so unsinnigen Botschaft glauben. 1 Kor 1,21


  • Talpa, na klar!!
    Guck dir an, wie oft ich da bin, mit wieviel
    ich mich hier auseinandersetze und was ich in den letzten 1,5 Jahren geändert habe!
    Ich bin gerne hier.


    Aber mal maulen, dass es vorher unbeschwerter war, als mir die Merguez noch schmeckten, musste auch mal sein ;)

    Süsskram aus den Jahren 2009 und 2012 <3

  • Immer vorausgesetzt, man unterscheidet in diesen Kategorien, Carlotta.
    (Ich finde, auch Tiere, die nicht bei mir ein Heim haben, haben eine respektvolle Behandlung verdient)


    Zeit: ich sehe das relativ entspannt. Erstens tut sich durchaus was - und zweitens hat sowohl die Menschheit als auch die Erde schon einiges überlebt.


    Liebe Grüsse


    Talpa


    edit: Soulfire: ja, ich gebe zu, ab und zu würde ich auch gerne wieder einfach so das erstbeste in den Einkaufwagen schmeissen :D
    Allerdings war ich schon vor-Forum-Zeiten da etwas komisch...

  • Zitat

    Original von Talpa
    Immer vorausgesetzt, man unterscheidet in diesen Kategorien, Carlotta.
    (Ich finde, auch Tiere, die nicht bei mir ein Heim haben, haben eine respektvolle Behandlung verdient)


    ich dachte, es ginge nur um die begrifflichkeit an sich.


    für mich ist ein tier ein tier.
    das leiden eines tieres ist nicht weniger schlimm, als das eines menschen.

    Denn Gott in seiner Weisheit hat es den Menschen unmöglich gemacht, mit Hilfe ihrer eigenen Weisheit Gott zu erkennen.
    Stattdessen beschloss er, alle zu retten, die einer scheinbar so unsinnigen Botschaft glauben. 1 Kor 1,21

  • Ach so - naja, aber Haustiere sind sowohl Heim- als auch Nutztiere, zumindest habe ich die Definition so verstanden.
    Haustier = domestiziertes Tier.


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • Zitat

    Original von TalpaZeit: ich sehe das relativ entspannt. Erstens tut sich durchaus was - und zweitens hat sowohl die Menschheit als auch die Erde schon einiges überlebt.


    Ja, hat/haben sie. Aber das ist kein Freibrief und irgendwann ist der Bogen überspannt. Und leider neigen wir dazu, Signale zu übersehen bzw. passend umzudeuten.

    Wir müssen uns der Natur anpassen, und nicht die Natur uns. © S. Wache

  • Hm, was meint Ihr, was mit den ganzen niedlichen kleinen Zicklein, Kitzen, Meerschweinbabys etc. in den Wildparks passiert? Ähnliches wie mit den Fohlen, oder die Raubtiere im gleichen Park "erledigen" das... :(
    Einerseits: ganzschön traurig
    andererseits: so ist das Leben. Die Kälber und Ferkel und Küken, die wir so essen, wenn sie groß sind, fragt auch keiner.
    Viel wichtiger finde ich, daß sie es, solange sie leben, gut haben!!!
    Wir schlachten auch jedes Jahr ein 1-jähriges Rind, daß wir bei uns zuhause ab Geburt an aufziehen.Ich fahre mit zum Schlachten und helfe mit. Es ist ganz erstaunlich, wie toll die Kinder damit umgehen. Ein bißchen wehmütig, wenns schlachten ansteht. Und dann schmeckts ihnen doch sichtlich und sie fragen immer, wenn es Fleisch gibt:"Ist das von Ricki?" (so hieß der letzte Bulle). Wir wissen, was auf unserem Teller liegt und wie er/sie gelebt hat, das ist wichtig und schön zu wissen.

    LG, LilliMarleen


    *`74 + Mädchen*7/03 + Junge*5/06 + Junge *5/08