• Auch ich kenne mindestens drei Frauen, die seit dem Führerschein so gut wie nie wieder Auto gefahren sind.


    OT: komisch, so was höre ich immer nur von Frauen. Geben die Männer das nicht zu oder ist das ein Frauenproblem?


    Ich hatte auch längere Zeit Angst vorm Auffahren in die Autobahn.
    Gegeben hat sich das dadurch, dass ich zunächts zu Zeiten gefahren bin, wo wenig los war und es recht leicht war, sich einzufädeln. Dadurch habe ich mich allmählich sicherer gefühlt, und mit der steigenden Erfahrung konnte ich es auch besser abschätzen, was geht und was nicht.


    Und der Spruch eine Freundin: Sie meint, das Auffahren ist das geringste Problem. Wenn man nicht reinkommt, bleibt man einfach am Ende des Streifens stehen, bis es geht. Im Notfall eben den halben Tag.


    Den Tipp mit 70 oder 80 zu fahren, finde ich nicht so gut. Das provoziert eher Auffahrunfälle. Und sich an einen LKW zu hängen macht mir Angst, sobald hinter mir auch ein LKW fährt. Da habe ich Angst, bei einem Unfall eingequetscht zu werden.


    Und wie auch schon öfters gesagt wurde: Landstraße ist deutlich gefährlicher. Die Leute, die ich kenne, welche schon Unfälle hatten, bei denen sie verletzt wurden, fuhren alle auf der Landstraße.

  • Ha! Bei mir war es das gleiche. Seit der Fahrschule keine Autobahn mehr gefahren und mir eine Riesenangst vor dem Einfädeln auf die Fahrspur aufgebaut.


    Irgendwann kam das zweite Kind, wir brauchten doch ein Auto für die Fahrten zu den Eltern und was soll ich sagen...


    Ich hab es einfach gemacht. :)


    Meine Strategie war:
    - Sonntags fahren, wenn keine Lastwägen auf der Straße sind,
    - eine bekannte Strecke nehmen, in dem Fall die Strecke Wohnung-Großeltern,
    - bei Sonnenschein mittags satt, undurstig und entspannt losfahren.


    Im Endeffekt war das Einfädeln soo einfach! Die Beschleunigungsspur ist ewig lang! Und was mir eine wichtige Erkenntnis war, war, dass ich erst in den Rückspiegel schauen muss, sobald ich auf der geraden Spur eingeschwungen bin. Vorher brauche ich mir keinen Kopf machen. Es ist immer genug Platz, die meisten fahren auf die Mittelspur um Platz zu machen und die Lastwägen sind lansam wie Schnecken. Ich war erstaunt, wie gut man sieht und einschätzen kann, wann man rüber kann.


    Was mir auch zur Überwindung half, war der Gedanke: Wenn überhaupt keine Lücke da ist, ist es erlaubt, am Ende der Spur stehenzubleiben und zu warten, bis sich eine geeignete Lücke auftut. Es ist aber noch nie passiert.


    Mittlerweile fahre ich im Schnitt alle zwei Wochen Autobahn, auch weite und unbekannte Strecken, fädle ein und aus wie es mir Lust hat und habe mit Bedauern herausgefunden, dass mein oller Citroen nur 170 Sachen kann, ganz egal, wie ich ihm die Sporen gebe :D


    Also nur Mut. Es ist viel einfacher, als es einem als Beifahrer vorkommt! Einfach machen.

    Mitzl mit Großgemüse (2/07) und Kleingemüse (5/09)

  • ich muss ganz ehrlich sagen, dass wenn jemand solche angst und auch fehlende übung mit autobahnfahren hat, dann kommen meiner meinung nach nur einige FAHRSTUNDEN in frage!!! alles andere finde ich echt fahrlässig. denn mit einer solchen angst und vorallem OHNE übung ist es ein echtes risiko!


    und vorschläge wie: nachts auf die autobahn zum üben, mit 70/80 kmh zu fahren sind ja so was von daneben!!! hallo?? das sind ja genau sachen, bei denen man zusätzlich gefahr herausfordert!




    ich erlebe auf meinem arbeitsweg täglich irgendwelche zwischenfälle, bei denen ich klar sagen muss, es gibt genug leute, die sollte man einfach nicht mehr hinters steuer lassen, weil sie einfach eine gefahr für andere sind!


    ich bin auch der meinung, dass man alle paar jahre eine wiederholungsprüfung machen sollte. denn dabei würden soo viele leute die prüfung nicht mehr bestehen, dass wir einiges an risikopotenzial auf den strassen weniger hätten!!!

    zwei tolle Jungs: 18 + 23 Jahre alt #banane

  • Lunita,
    Als ich meinen Führerschein bestanden hatte, konnte ich viel - aber nicht Autofahren. Dann hab ich mir halt auch Strategien zurecht gelegt (bin z. B. viel nachts durch die Gegend gekurvt um ein Gefühl zu bekommen).
    Als ich mit meinen 18 Jahren durch die Fahrschule gehetzt wurde, habe ich nicht mehr als ein paar grundlegende Dinge gelernt - das wirkliche Fahrenkönnen kam erst sehr viel später und nach viel Übung. Abstände richtig einschätzen können, ein Gefühl für die Autobahn entwickeln... das lernt man nicht in der Fahrschule. Du sagst, auf die Autobahn ohne Übung zu gehen ist ein echtes Risiko - aber irgendwann muss man halt anfangen?!?

  • Man muss ja nicht zwingend Autobahn fahren, selbst im Notfall nicht.
    Einfacher ist es aber in den meisten Fällen, weil wenn man mal drauf ist, ist es wesentlich stressfreier und schneller.
    Deswegen wäre ich schon bestrebt, das anzugehen, mit einem Fahrlehrer an der Seite einfach nochmal üben, üben, üben.
    Ich kenne auch mindestens zwei Leute, die nicht Autobahn fahren, eine davon mit einer echten Angststörung, sie hat Panik, nicht mehr runterzukommen von der Autobahn (hängt mit einer klaustrophobischen Panik-Anfalls-Erfahrung zusammen), bei sowas hilft denke ich nur ein therapeutischer Ansatz, aber in deinem Fall würde ich wirklich zu einer Fahrschule gehen.
    Ich fahre sehr gerne Autobahn, es ist einfach äußerst praktisch in vielen Fällen, ich hab eher das Problem, dass es ZU einfach geht (weil man nur geradeaus fährt) und ich aufpassen muss, nicht müde zu werden.


    LG