Beiträge von Ginko

    Liebe Alle,


    vielen lieben Dank für Eure hilfreichen Antworten! Eure Anteilnahme tut gut und die Tipps zeigen mir alle, dass ich es eigentlich gut mache. Vieles davon mache ich nämlich auch, es waren nur eben zu viele verzagte Gedanken in der letzten Zeit. Gut zu wissen, dass es bei anderen auch so war. Dass all das nur eine Phase ist, müsste ich ja noch vom Großen wissen. Ich werde das Müttermantra üben ...


    Ich wollte heute Mittag gerne individuell antworten, klappte nicht ganz, da das Knuffelchen nicht so schlief wie sonst. Jetzt haben wir ein paar Tage Besuch, da komme ich auch nicht wirklich zum Schreiben. Ich melde mich dann noch mal. :)


    Einen schönen Abend wünscht
    Ginko


    Danke :)


    Das Zuhören ist wichtig, das stimmt. Da gibt es ja immer die Vergleiche, was wäre, wenn es ein älterer Mensch wäre ... Oder auch mein erster Sohn, der schreit auch heute noch so laut und ausdauernd, ist wohl auch Typsache, und bei ihm nehme ich das ganz anders, bin einfach da ...


    Mein Mann unterstützt mich, wenn er da ist. Tagsüber habe ich aber leider niemanden, dem ich das Knuffelchen mal übergeben könnte, wenn ich nicht mehr kann.

    Kath: Wie schön, dass es mit dem Tragen so gut klappt! Zum TT, ich sehe das immer als Gebrauchsgegenstand, sprich, ein wenig Staub oder Spielplatzsand an den Enden stört mich nicht ... ;)
    Kannst Du Deinem Zwerg vielleicht in der Manduca mit einer Mullwindel eine Kopfstütze machen? So zum Deieck falten, in den Nacken legen, und sanft anziehen, wenn das Baby eingeschlafen ist? Die Enden dann unter die Träger festklemmen?


    @Christin: Schau mal ab S. 17 hier im Thread, in der unteren Hälfte geht's los mit Fragen, Antworten zum Babybjörn.


    Liebe Grüße,
    Ginko

    Danke für Eure Gedanken dazu!


    Ach, Fräulein W., wie schade, dass Du nicht in unserer Nähe lebst :) So eine ganz und gar freundliche und liebe Reaktion täte mir richtig gut!
    Mitweinen, stimmt, mach ich manchmal, hilft dann auch.


    Beruhigend ist es schon, nicht allein zu sein mit solchen Situationen.


    Heuweib, das Zutexten konnte ich bis vor ein paar Wochen auch gut :) Zuletzt endete es aber immer mit so viel Selbstzweifeln. Dagegen hilft bestimmt das Atmen, im Hier und Jetzt bleiben - das probiere ich aus.


    Seronie, das hatte ich vergessen, in solch einer Situation zu Hause nehme ich dann das Tuch, wenn das Stillen abgelehnt wird (weil er gerade gar nicht mag, nur Nuckeln will und wütend wird, weil auch Milch kommt, ...)
    Ich bin unter der Woche auch tagsüber alleine, in meinem Umfeld gibt es viele liebe Menschen, die aber entweder keine Kinder haben oder mir vermitteln, dass sie das so alles nicht kennen, bzw. vieles mit Skepsis betrachten, was für uns ganz selbstverständlich ist (nicht schreien lassen etwa).


    Mir fallen gleich die Augen zu. Ich gehe mal lieber schlafen und schaue morgen weiter.

    Hallo,


    jetzt habe ich lange überlegt, in welches Unterforum ich das schreiben soll, ich mache es hier, weil es mehr um mich geht als um mein Baby, denke ich. Wird etwas länger ...


    Ich fand, engegen aller landläufigen Aussagen, dass mein Baby anfangs nicht viel geschrien hat. Und wenn, konnte ich gut damit umgehen. Das hat sich schleichend gewandelt. Und ich komme nun an manchen Tagen kaum klar, habe keine Lust rauszugehen etc., weil ich mich vor dem Schreien fürchte. (Eigentlich ist es seit dem letzten großen Wachstumsschub mit ca 11 Wochen so).


    Mein Knuffelchen schreit – außer beim Einschlafen an der Brust – immer vor dem Einschlafen. (Schnuller nimmt er gar nicht (mehr)). Auch im Tuch, auch wenn ich mich dabei bewege. Ich habe schon abklären lassen, ob er eventuell Schmerzen hat, etwa im Halsbereich, weil es eben beim Tragen so ist. Aber alles in Ordnung. Ich vermute, es ist eine wilde Mischung von Gründen: Er ist sehr fit, saugt die Welt in sich auf, das überfordert ihn aber oft; er lässt sich nicht ablegen, wehrt sich gegen den Schlaf (wenig Selbstregulation) ..., jetzt kommen auch noch Zähnchen dazu, so langsam.


    Ich wollte ja von mir schreiben ;) Noch vom Großen kenne ich vieles zum Thema Schreien. Immer wieder wurde mir der Zusammenhang erklärt, dass sich meine Anspannung auf mein Baby übertrage, wenn es in meinen Armen schreit und ich mich nicht entspannen kann. Mein Problem ist im Moment, dass ich all diese Dinge im Kopf habe, sie mir aber nicht helfen, sondern mich noch mehr quälen, weil ich davon ganz ekelhafte Schuldgefühle bekomme. Nach dem Motto: Du kannst dich nicht entspannen, es liegt an dir, dass dein Baby so viel schreien muss, weil du ihm nicht hilfst, weil du gestresst bist.


    Also, typische Situation, Baby zeigt Müdigkeit, ich nehme ihn ins Tuch, beim Einbinden schreit er (nahezu immer, ich war schon bei der Trageberatung, die mir aber bestätigt hat, dass ich das wirklich gut kann), ich rede beruhigend mit ihm, gehe auf den Pezziball, er schreit, ich merke, dass ich mich nicht auf etwas anderes konzentrieren kann, bekomme Zweifel, ob ich gut gebunden habe: "... Sitzt er bequem, nicht zu locker, nicht zu fest, alles ok, warum schreit er dann? Ich mache doch, was ich kann, liegt es an mir, bin ich zu angespannt?!" Wahlweise kommt noch: Er ist doch ein Tragling? (Kiwa wird massiv abgelehnt); wieso mag er dann das Tuch nicht? Getragene Kinder schreien doch weniger?! Etc.


    Also, im Grunde bekomme ich in solchen Situationen massive Grübelattaken und verliere mich total. Wie komme ich wieder in meine Mitte?
    Habt Ihr Tipps?
    Wie "entspannt" Ihr Euch, wenn Eure Babys schreien? Was macht Ihr, woran denkt Ihr, wie schafft Ihr es, Euch keine Sorgen zu machen, nicht an Euch zu zweifeln?


    Passiert das alles in der Öffentlichkeit, was der Fall ist, da ich jeden Nachmittag meinen 4-jährigen aus dem Kindergarten hole, geht es mir noch mieser. Nach außen hin wirke ich glaube ich ganz ruhig, aber innerlich würde ich am liebstem in Boden versinken. Ich komme mit dem Angestarrt-werden nicht klar, unfreundliche Blicke, schlaue Kommentare ... Manchmal denke ich schon, würde ich mein schreiendes Baby schieben und nicht tragen, wären die Leute freundlicher, weil es "normaler" ist ... Aber Schieben ist keine Option, das Schreien würde nicht mehr aufhören. Beim Tragen schläft er ja dann irgendwann friedlich ...


    Wenn ich mir das alles anschaue, dann ist es so, dass in diesen Situationen meine ganze Verzweiflung aus der Babyzeit mit meinem Großen hoch kommt. Ich hatte eine langwierige postpartale Depression – und war überzeugt, keine gute Mutter zu sein und dass es ein Fehler war, überhaupt Mutter geworden zu sein. Ich habe das alles therapeutisch aufgearbeitet, bin auch im Moment nicht depressiv, ... aber überfordert, traurig, und da triggert mich immer noch etwas.


    Ach, ich wäre froh über ein paar hilfreiche Gedanken oder beruhigende Strategien, Mantras ... :)


    Liebe Grüße
    Ginko


    EDIT: Buchstaben vergessen

    Ich hatte beim Schnuff, heute 4, Milchgangsoor und habe schließlich Fluconazol-Tabletten bekommen. Obwohl mein Baby da erst wenige Wochen alt war, musste ich mehrere Gyns konsultieren, bevor mir endlich geholfen wurde. #flop
    Achtung: Nicht immer wirkt Nystatin gut bei Pilzerkrankungen. Hat mir meine neue Gyn mal erklärt. Dann lieber den Kampf mit dem Arzt aufnehmen, um die richtigen Tabletten zu bekommen.
    Gute Besserung, falls es Soor ist!

    Zitat

    Original von Katinki


    Apropos Ginko: Hast du schon das neue Sondermodell bei Didymos gesehen? ;)


    LG, Katinki


    Oh ja, *schwärm ... Gefällt mir seeehr gut, das neue :) Aber das Ginkgo gab's leider nicht in 3,70 m (und TT selber kürzen würde ich mich nie trauen, ich weiß wirklich nicht, ob ich ne gerade Naht hinbekäme).

    Hm, mir geht das jetzt gar nicht aus dem Kopf (und ich habe wohl zu viel Zeit #augen): Schau doch mal bei Google und gib Baby Björn und Rabeneltern ein. Da bekommst Du sicher noch mehr Informationen zusammen ...


    Und, was mich noch beschäftigt: Ich denke, bevor jemand gar nicht trägt, geht auch der BB, auch wenn es eine schlechte Trage ist ... Meist führt Letzteres ja dazu, dass die Tragezeit insgesamt nicht sehr lange andauert, weil es einfach auf Dauer auch keine bequeme Trage für die Erwachsenen ist.
    Aber, ganz klar: Gut ist was anderes ... (eine andere Tragehilfe oder gar ein Tuch) :)

    Zitat

    Original von Kath
    Nochmal eine Frage zum Tragen, wir haben einen Babybjörn, der kommt hier bei euren diskussionen nie vor. Gibt es da irgendwelche Nachteile? Unser Zwerg sitzt da jedenfalls gerne und bequem drin.


    das liegt daran, dass der BB leider eine wirklich schlechte trage ist. das hat ganz sachliche gründe: beim BB ist die korrekte anhock-spreizhaltung nicht gegeben, da der steg viel zu schmal ist. damit wird babys rücken nicht rund gestützt, sondern recht gerade gedrückt, was nicht sein sollte, da sich die wirbelsäule erst mit der zeit in die typische s-haltung aufspannt!

    alle anderen tragehilfen, von denen hier schon die rede war, gewährleisten babys korrekte haltung mit rundem rücken. am besten stützt ein tragetuch. wer ungern mit dem tt hantiert (wobei man das prima lernen kann, eventuell mit persönlicher beratung), ist mit einem mei tai aus tragetuchstoff sehr gut bedient.


    ich persönlich würde auch lieber mein kleines baby schon in den ergo oder die manduca packen (wenn das baby es mag), bevor ich einen bb benutze ...

    Zitat

    Original von mel_kane
    ich habe letztens einen zwerg in der manduca gesehen, der darin hoffnungslos überspreizt war (beine gehen gerade/quasi waagrecht an mamas hüften entlang) ich glaube damit hängt das zusammen, dass das nicht soo optimal ist. die beine sollen/dürfen max im 90° winkel abgespreizt sein.


    Ja, genau, das ist der Grund. Quelle habe ich leider auch nicht. Vielleicht fragst Du mal Astrid aus dem Trageforum?
    Wenn Babys die korrekte Anhock-Spreiz-Haltung einnehmen, sieht das aus wie ein "M". Knie sind die beiden Spitzen links und rechts, der Po der tiefste Punkt.

    8o 8o Gestern hat sich mein Knuffelchen zwei Mal alleine auf den Bauch gedreht! Ich war schwer beeindruckt, kann mich nicht erinnern, dass der Schnuff das damals so früh schon gemacht hat.
    Es geht ihm wieder gut, toi, toi, toi ... KiÄ meinte, dass Babys mit RSV-Erkrankung recht anfällig für Folgeinfektionen seien, da schaue ich jetzt immer mit Argusaugen auf jede Rotznase in unserer Nähe. Natürlich quatsch, mit KiGa-Kind ... #augen


    Raven: Ui, klingt super anstrengend! Ist aber bestimmt nur eine Phase. Ich glaube auch nicht, dass es an der Milch liegt. Eher, dass manche Babys tagsüber so beschäftigt sind, dass sie nachts quasi viel reinholen. Klingt vielleicht blöd und hilft nur bedingt, aber ich gucke nachts nicht mehr auf die Uhr. Will ich gar nicht wissen, wie oft er da manchmal stillt :D


    @ Tragen: Sling würde ich echt testen, die einseitige Belastung ist nicht jedermanns Sache.
    Bei uns ist jetzt gerade noch ein kurzes Tuch für Känguruh und Rucksack eingezogen #schäm :), das ist klasse. Und an den tuchfaulen Tage trage ich auch Mei Tai, besser kann ich es nicht haben mit meinem (schon zweiten) Kiwa-Verweigerer.
    U4 haben wir erst Ende Juni, impfen lasse ich erst ab einem Jahr. KiÄ meint, je später, desto besser, finde ich gut.

    Dankeschön, Ihr Lieben!


    @ Nine: Stimmt, das fiel mir schon mal auf, unsere zwei sind ja gleich alt :)
    Au ja, schreib mal, ich lese so gerne die Berichte!

    Hallo,
    meines Wissens sollte man mit einem elastischen Tuch gar nichts anderes binden als die WXT, da die Webart anderes nicht zulässt. TT eignet sich da viel besser. Aber es ist sooo individuell! Leistet Euch doch eine Trageberatung und probiert einfach verschiedene Tücher und Tragehilfen aus. Oft verleihen Trageberaterinnen auch Tragehilfen, da könntet Ihr dann sehen, was wem bequem ist.
    Ich habe neuerdings einen Hopetye und finde den klasse, weil die Bindebänder aus TT-Stoff sind und sich toll anpassen lassen. Auf dem Rücken kann man auch sehr hoch binden, damit das Babylein genug sieht ...
    Viel Spaß beim Ausprobieren! Und denk dran: Die meisten Tücher/Tragehilfen haben einen hohen Wiederverkaufswert, wenn die Tragezeit dann mal vorbei ist ... :)

    Heute ist unser Knuffelchen 12 Wochen alt. Ich reiche hier meinen Bericht nach:


    In der Nacht zum Sonntag, dem errechneten Termin, wachte ich oft von Wehen auf, veratmete und schlief weiter.
    Morgens erwachte ich früh, mit regelmäßigen, aber schwachen Wehen. Ich fand es lustig, dass es nun der errechnete Termin werden könnte, dachte aber auch noch an Fehlalarm. Nach dem Frühstück rief ich die Freunde an, die sich um den Schnuff kümmern wollten. Sie holten ihn gegen elf ab. Der Schnuff war sehr entspannt, ich freute mich über seine gute Laune und hatte das Gefühl, dass er gut versorgt sein würde. – Alles in diesen Stunden hatte eine entspannte und gleichzeitig vorfreudige Atmosphäre. In der Badewanne ließen die Wehen dann nach. Ich ging schlafen und freute mich sehr über die Pause. Nach dem Mittagessen bekam ich einen riesigen Bewegungsdrang – ich wollte raus und wir brachen zu einem langen Spaziergang auf. Der Tag war sonnig und kalt. Die Wehen hatten wieder eingesetzt und ich musste stehen bleiben, um sie zu veratmen.
    Wieder zu Hause legte ich mich noch einmal hin, hielt es im Bett aber nicht mehr so gut aus. G., mein Mann informierte die Freunde, dass der Schnuff dort über Nacht bleiben solle – danach konnte ich wirklich loslassen und begriff zum ersten Mal wirklich, dass heute unser Baby kommen würde.
    Gegen 17 Uhr rief ich unsere Hebamme, K., an. Sie schickte mich in die Wanne. Diesmal wurden dort die Wehen stärker und regelmäßiger. Mich erfüllte ein großer Respekt vor dem, was kommen würde. Mein Mann bat die Hebamme, zu uns zu kommen. Sie war gegen 19 Uhr hier. Ich löffelte noch schnell Apfelmus und lutschte Traubenzucker, um mich zu stärken. Dabei hatte ich kräftige Wehen. Das CTG-Schreiben auf dem Sofa fand ich dann schon total doof. Ich wollte auf keinen Fall mehr liegen. Die letzten Wehen am Gerät veratmete ich im Stehen und in der Hocke. Die Wehen kamen nun alle 3 Minuten und waren ziemlich kräftig. K. untersuchte mich: 8 cm schon. Ich war stolz auf meinen Körper, der schon so viel Arbeit geleistet hatte. Gleichzeitig bekam ich einen Heidenrespekt vor diesen Kräften, die da wirkten, weil mir nun auch klar wurde, dass es von jetzt an heftiger werden würde. Und ich wurde ungehalten: Was sollten diese Schmerzen?! Wann hört das endlich auf? Muss ich jetzt wirklich?
    Ich ging erst einmal aufs Klo, da war ich allein, das wollte ich in dem Moment. K. rief C. an, die zweite Hebamme, die Ihre Hebammenschülerin P. mitbringen würde. Mein Mann baute den Geburtspool im Kinderzimmer auf. All das bekam ich mit, obwohl ich ganz in mir war, waren doch alle Sinne offen.
    Dann, noch im Bad, ich war gerade vom Klo zum Waschbecken gekommen, die Übergangswehen. Die zwirbelten ordentlich. Ich wurde zum ersten Mal laut, hielt mich in der tiefen Hocke an K. fest. In den Wehenpausen wollte ich nun schlafen ... auf den angenehm kühlen Badfliesen schlafen, einfach einschlafen, Schluss mit dem Ganzen ...
    Dann wollte ich zum Bett, es war für die Geburt bezogen. Auch da glaubte ich noch nicht, dass ich den Pool überhaupt nutzen würde. Im Schlafzimmer blieb ich vor dem Bett am Boden. Ich erinnere mich, das C. angekommen war und mich begrüßte. Ich war in einer Art Trance, voller Kraft, die ich aber zurückhielt, denn ich wollte am liebsten alles stoppen. Jemand schlug nun vor, dass ich den Pool ausprobieren solle. Ich krabbelte auf allen Vieren rüber und gelangte irgendwie ins Wasser. Es war 20.30 Uhr.
    G. war da, er hielt mich. Das Wasser war angenehm. Ich vertönte nun laut die Wehen, hielt mich am Poolrand im Vierfüßler, dann in der Hocke, der Druck nach unten nahm zu, die Fruchtblase platzte und alles beschleunigte sich. Das Tempo überrannte mich, ich schrie, ein, zwei Wehen war ich außer mir, dann erreichte mich C., die mich bat, ihr fest in die Augen zu schauen und mir sagte, wie toll sie mich fand. Ihr Blick hielt mich, das war so ein gutes Gefühl! Unser Baby arbeitete die ganze Zeit toll mit, so steht es im Geburtsverlaufsbericht von K. Die Herztöne waren die ganze Zeit sehr gut.
    Dann gleich Presswehen ... Es ging los. Ich wechselte noch einmal die Position und streckte mich halb sitzend im Pool aus, sodass ich an G.s Oberkörper lehnte, mich in den Wehen bei ihm einhaken und in den Pausen an ihn kuscheln konnte. Ich brauchte ein paar Presswehen, um zu begreifen, wohin ich schieben musste und dann schob und drückte ich bei jeder Wehe, bestärkt von K. und C. Ich war jetzt sehr laut, brüllte, schrie, knurrte und schimpfte auch ordentlich. Es tat soooo weh, das machte mich richtig wütend! Das kannte ich von meiner ersten Geburt nicht, da hatte ich fleißig getönt, aber keinesfalls geschimpft. Ich fand das Schimpfen sehr befreiend.
    K. sagte mir, ich könne das Köpfchen tasten, wenn ich wollte. Erst traute ich mich nicht, fürchtete mich vor etwas »Fremdem« zwischen meinen Beinen, aber dann tastete es sich so weich und warm, so vertraut! Da dachte ich: Mein Baby kommt, es muss raus und ich werde ihm helfen. Und dann konzentrierte ich mich aufs Öffnen, aufs Weitwerden.
    Das Köpfchen gebäre ich in meine Hand, ganz langsam, mit zwei Wehen. K. wickelt die Nabelschnur ab, die das Knuffelchen einmal um den Hals liegen hat. Eine weitere Presswehe bleibt ungenutzt, ich muss alle meine Kräfte zusammennehmen, dann, mit der nächsten Wehe schiebe ich so doll ich nur kann mein Baby heraus.
    Laut Partogramm war unser Baby zu diesem Zeitpunkt »deprimiert«, C. holte ihn auch gleich aus dem Wasser und gab ihn mir in die Arme, warme Handtücher über unserem so winzigen, tapferen Baby. Dem Knuffelchen war es wohl am Schluss etwas zu schnell.


    Si*las
    Zu Hause geboren am 20.02.2011, 21.32 Uhr
    3980 g
    51 cm


    Jetzt, nach getaner Arbeit wurde mir im Wasser kühl, die Nachwehen wollte ich auch nicht mehr im Pool beackern. G. legt sich mit dem Knuffelchen auf dem Bauch ins Bett. Ich bin froh, mich einen Moment lang nur um mich kümmern zu können und schiebe die Plazenta vor dem Bett heraus. Wir betrachten sie fasziniert, sie fühlt sich ganz seidig an.
    Ich bin nicht gerissen, unverletzt. Lege mein Baby an und wir liegen schön kuschelig im Bett. Die U1 macht die Hebammenschülerin viel später, gleich bei uns im Bett. Um halb eins verabschieden sich die Hebammen und wir drei schlafen ein wenig.


    Hier gibt es Bilder (fünfter Beitrag von oben).

    Der Oball ist ja toll, habenwill ...
    Das Knuffelchen hat heute Fieber :(, ob das immer noch sein Virus ist (RS-Virus, soll so 6 Wochen dauern, bis die Babys ihn los sind. Vor ziemlich genau sechs Wochen waren wir ja im KH ...)
    Vorhin, als es mal ziemlich weit unten war und er ein bisschen auf der Decke lag, fiel mir auf, dass er jetzt seine Händchen zusammennimmt ... Hui, ich finde, das geht alles so schnell :) Eben war er doch noch so winzig!


    Kurse mache ich diesmal nicht, habe ich beschlossen. Ich gehe davon aus, dass es vom großen Bruder beizeiten viel zu lernen gibt :D Von dem mit dem Schnuff damals besuchten Pikler-Kurs weiß ich auch noch viel und mache das einfach hier in Ruhe. Mir ist es einfach zu viel, Termine und sowas mag ich gerade nicht so sehr. Hoffentlich bleibt es aber so, dass sich ein paar liebe Mütter von der RüBi weiterhin regelmäßig treffen, das wäre toll.


    Solche Weisheiten wie von dem Arzt finde ich so erschreckend! Da fällt mir dann immer schmerzhaft auf, wie verbreitet es bei der Mehrheit ist, respektlos mit Kindern umzugehen, wie wenig - ja auch wissenschaftlich untermauerte - Erkenntnisse zum Stillen, Tragen etc. doch den meisten bekannt sind. Mein großer Bruder hat so eine Sicht auf Kinder: Sie manipulieren Dich schon als Neugeborene, schon beim Stillen, erst recht beim Schlafen, und man muss sofort gegensteuern ... Der Vergleich mit Hundeerziehung kam auch schon mal :( Ich denke immer: Was für eine Angst vor Kinder ist da ... Aber bei so Ansichten-Sachen nützt diskutieren meist nicht viel.

    Zitat

    Original von Schimell
    Tragt ihr bei der Hitze weiterhin oft im Tuch? Bienchen schwitzt so stark und im Tuch dann erst recht. Es gibt wohl auch extra Sommertücher, oder?


    Tja, ja :) Denn anders wird hier tagsüber nicht geschlafen (außer im Liegen Einschlafstillen, aber das geht halt nur zu Hause ;)) Kinderwagen ist nur gut, wenn er wach ist und herumgucken und strampeln möchte.


    Ja, manche Tücher sind dünner. Aber bei der Hitze ist es einfach heiß, durch die Körperwärme, egal welches Tuch man nimmt. Beim Schnuff war es damals so, dass er sich quasi an die Hitze gewöhnt hat (sein erster Sommer 2007 war super warm). Hoffentlich klappt das beim Knuffelchen auch.
    Die Känguru-Bindeweise finde ich gut, da ist man nicht so eingewickelt. Und wir haben jetzt einen Mei Tai, den finde ich auch luftiger als die WXT mit dem Tuch ...


    Na, dann hoffe ich mal, dass diese unruhige Phase bald vorbei ist. Es ist schon auffällig, dass das Knuffelchen mehr guckt und anders auf seine Umwelt reagiert. Er lautiert auch viel mehr #love, arbeitet mit den Händchen, macht Anstalten, sich auf die Seite zu drehen ...


    Gute Nacht!

    Vermelde auch ein kopfstehendes Babylein. Wirklich anstrengend, dieses Schreien vor dem Schlafen tagsüber. Haben wir nun seit vier Tagen und die ersten beiden Tage war ich echt schlecht drauf deswegen. Vorher gab es nur ein wenig Weinen beim Einbinden, so Übergangsweinen. Jetzt dauert es manchmal richtig lange.
    Ich schließe mich an, Katinki: #yoga#yoga#yoga#yoga#yoga#yoga#yoga#yoga


    Was mich stresst, sind die unfreundlichen Blicke, die man so auf sich zieht. Wenn die Leute wenigstens freundlich blicken würden ... Ja, ich bin nun mal viel unterwegs, weil ich den Schnuff immer nachmittags abholen muss. Und das Knuffelchen schläft nur im TT oder im Mei Tai. Ich brauche da wieder ein dickeres Fell ... !


    Mein direktes Umfeld hütet sich glücklicherweise vor irgendwelchen Bemerkungen zum Thema TragenSchlafenStillenVerwöhnen ... Da hat unsere Beratungsrenitenz beim Schnuff wohl irgendetwas bewirkt (auch wenn wir die Großeltern und andere sicher nicht mehr von unserem Weg überzeugen werden).


    Ich stille auch zur Beruhigung, so oft es geht und akzeptiert wird ... Schnuller habe ich probiert – doch unbeliebt. Wenn sich das Knuffelchen nun ärgert, wenn Milch kommt beim Nuckeln, dann nehme ich es in den Arm und tröste es so.


    Mein Mann würde nie auf die Idee kommen, mir beim Stillen reinzureden, dafür bin ich ihm sehr dankbar. Für mich ist das eine Sache wie die Geburt: etwas zwischen meinem Baby und mir, für das mein Mann uns den Rücken freihält.
    Ich habe mir aber auch nie Sorgen gemacht in Richtung: "dann geht es nur mit Brust und der Papa kann nichts tun", weil das nach meiner bisherigen Erfahrung gar nicht zutrifft. Der Papa kann manchmal viiiiel besser beruhigen als ich. :)

    Ich finde das auch total spannend. Und sehr berührend zu lesen, wie es bei anderen ist. Für mich ist das ein großes Thema, dem ich erst aktiv nachgegangen bin, als ich mein erstes Baby bekam. Meine damalige PPD hatte viel mit meiner Mutter zu tun, mit dem Kalten zwischen uns ... Im Grunde ist es genau, wie bei Dir, Liedertante, mit dem großen Unterschied, dass ich nicht mit meiner Ma reden kann und dass sie viel Abwehr gegen den bedürfnisorientierten Umgang mit Kindern hat. Was dann zu den üblichen Ratschlägen dieser Generation führt. Ich nehme an, dass bestimmte Einsichten, die für uns heute selbstverständlich sind, zu sehr schmerzen und das Gefühl auslösen, sich rechtfertigen zu müssen. Daher die Abwehr.
    Ich bin oft noch immer traurig, dass ich nicht mehr bewirken kann, dass wir nicht wirklich zueinander kommen. Neulich erzählte sie mir, sie habe so ein Interview mit einem Dänen gelesen, den habe sie ganz vernünftig gefunden. Dass hier alle möglichen Juul-Bücher unseren Umgang mit unseren Kindern prägen, war ihr gar nicht bekannt.
    Bei uns verhindert der Graben zwischen uns leider auch engeren Kontakt zu den Enkeln. Das würde ich mir auch anders wünschen, schlicht auch deswegen, weil es für meine Eltern ja auch schön wäre, ihre Enkel mehr zu genießen.
    Nun, für mich ist das Thema noch nicht durch, aber auch kein Grund mehr für Depression. Es ist eher eine Spurensuche. Und Hoffnung, dass ich doch mal ein paar gute Gespräche anstoßen kann, wenn ich soweit bin.