Beiträge von Nala

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    Original von Öko-Tante

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    Original von Julii
    Trotzdem war der allgemeine Grundton dieses Threads (du eingeschlossen), dass das Anbrüllen, Anschnauzen, Schlagen etc. halt mal passieren kann und nur zu menschlich ist. Ist es ja auch, aber es ist trotzdem schlimm!


    Was aber eben bei solchen Eingangspostings nervt, ist dass man als Mutter, die auch schonmal in Extremsituationen steckte, in denen sie ihre Kinder am liebsten gewürgt hätten (ich denke da an mein Beispiel mit zwei schreinden Kindern auf der Fussgängerzone, die nicht weiter wollen oder türmen, den umkippenden Buggy und den auslaufenden tonnenschweren Tüten) den gleichen voyeuristischen Blick auf den Rücken inklusiver missbilligender naseweiser Heringsbemerkung spürt, die die Idioten auf der Fussgängerzone so auf Lager haben. Und zwar ANSTATT einem zu helfen, das türmende Kind einzufangen oder den Buggy aufzuheben oder ein Taschentuch zu reichen. Nein, da wird geglotzt und blöde Sprüche abgelassen, dass man eben keine Kinder bekommen darf, wenn man nicht sicher ist, dass laberlaber....und dann gutgelaunt weitergelatscht, vermutlich in dem Glauben, dass man der schweissgebadeten Mutter jetzt aber echt mal weitergeholfen hat. Ich meine, was genau hat die Strangeröffnerin eigentlich getan ausser zuzugucken und hier zu meckern? Muss ich gleich mal nachgucken.

    ich finde es traurig, wenn einige ihr schreien gegenüber ihren kindern mit dem argument zu enschuldigen versuchen, es wäre die schuld der kinder dass man das tut, weil diese ja so frech, ungehorsam, anstrengend usw. seien.


    es liegt definitiv bei den eltern wie sich sich gegenüber ihren kindern verhalten.
    das anschreien oft aus überlastung resultiert, ist ja nur eine erklärung und keine entschuldigung.


    wenn ich mir dessen bewusst werde, was ja schon ein toller schritt ist, muss ich doch versuchen mir eine andere strategie zurecht zu legen.



    das anschreieen kein reguläres mittel ist um miteinander umzugehen, darauf können wir uns doch hier einigen, oder?


    Sonja37
    sorry, ich weiß, dass selbstvorwürfe nicht helfen, aber du scheinst dein agressives verhalten deinen kinder gegenüber so locker zu nehmen, dass es mich graust.
    wenn meine kontrollmechanismen schon so sehr versagt hätten, würde ich das nicht so locker betrachten. uns ja, du hast dich deinen kindern gegenüber "versündigt". das ist keine lappalie. wie oft passiert dir denn sowas?
    ehrlich gesagt ist einmal schon zuviel.



    liebes freefallinggirl, vielen dank für deinen tollen beitrag.


    ich bin mir dessen bewusst, dass man den kindern, die es nötig haben, am meisten hilft, indem man (auch) den eltern hilft.


    das die eltern probleme mit sich selbst und ihrem leben haben und ich auch durchaus in der lage bin dafür verständnis aufzubringen, ändert aber nichts an meinem tiefen mitgefühl mit diesen kindern. den sie sind der situation hilflos ausgeliefert. meistens haben sie noch nicht mal eine vorstellung davon, dass das was mit ihnen passiert nicht in ordnung oder sogar kriminell ist und nehmen diesen ganzen sch..ß in sich auf.


    wenn ich jetzt berichtet hätte (ich ziehe mal gonzales hinzu) das ich die situation zwischen mann und frau mitbekommen hätte? wie hätten da wohl die antworten dazu gelautet? kann doch mal passieren? ist jetzt aber wirklich nicht so wild, die sind bestimmt sonst gaaaanz lieb zu einander?


    für mich fängt misshandlung ganz klar auf verbaler und psychischer ebene an.
    und kann sogar schlimmer als schläge sein.


    ich selbst bin nur mittelmäßig heftig und in größeren abständen körperlich misshandelt worden. und habe erst als erwachsene person, die jahrelang nicht mehr zu hause gelebt hat, begriffen das es nicht in ordnung war, was meine mutter da gemacht hat. und auch nur, weil ich irgendwann mal die bücher von alice miller in die hände bekommen habe. natürlich war mir aber davor klar, dass schlagen nicht in ordnung und etwas schlimmes ist. fand ich irgendwie witzig.


    verbaler und psychischer terror haben mich ständig begleitet. noch in der schwangerschaft war ich deswegen total fertig. und auch wenn es vielleicht weit hergeholt erscheint, ich glaube der druck der dies in mir erzeugt hat, hat zur frühgeburt meines kindes geführt. erst durch die ankunft meines sohnes konnte ich anfangen mich, aus liebe zu ihm, davon zu befreien. ich bin seit seit zwei jahren in therapeutischer behandlung und nehme antidepressiva.


    ich weiß auch, dass meine mutter ihrerseits ein opfer war, bevor sie zur täterin wurde. aber deswegen muss man ja irgendwo anfangen.


    und ja, ich werde, wann immer ich etwas höre, dass aus dem rahmen fällt, nachschauen was da wohl los ist und ob ein eingreifen erforderlich ist.

    für mich fängt misshandlung nicht erst bei körperlicher gewalt an!!!


    schlimmer geht natürlich immer, aber soll ich die ohrfeigende mutter (kleinkind + säugling (nein sie hat keine biene verscheucht)) jetzt damit entschuldigen?


    mißverständnisse gibt es immer mal wieder, aber ich kann nicht alles was mir unterkommt mit dem gadanken abtun "wer weiß, was da gerade los ist. da darf ich mir kein urteil erlauben, schließlich habe ich heute meinen sohn beim windelwechsel auch angemosert".


    und ich maße mir jetzt einfach mal an (im normalfall), unterscheiden zu können ob es sich um normale eltern/kind-streitigkeiten handelt, oder ob jmd. grob und offensichtlich über das ziel hinausschießt.


    vor einer woche habe ich auf dem spielplatz einen lieben papi mit seiner kleinen tochter gesehen, die mit sand um sich schmiss. auf seine ermahnungen hat sie nicht gehört. das ganze wurde mit einem "klapps" beendet. war das nun ok?
    weil, ich weiß ja nicht, was bei denen heute eventuell am frühstückstisch passiert ist.


    Zitat:Original von seven
    Heute stößt es mir sehr auf, dass so viele Antworten in die Richtung gehen, dass doch jeder mal überfordert ist (sicher, das ist so) und Anschreien u.s.w. irgendwie dazugehört. Jemand hat etwas beobachtet, das ihm/ihr wie Kindesmisshandlung schien - und von allen Seiten wird bagatellisiert, obwohl keiner dabei war.
    Keine Ahnung, ob man versteht, was ich ausdrücken will...


    danke, hier schließe ich mich an.


    ich mache auch mist. klar, ich bin auch nur ein mensch. und bin bereit mir auch mal was zu verzeihen. aber es gibt grenzen. und wenn ich die überschreite, dann muss ich dazu stehen und daran arbeiten.


    zu dem artikel:
    ach herrje....das wäre noch mal eine weitere diskussion.


    also, ich bin ab und an (manchmal sogar täglich) in bestimmten situationen überfordert. aber ich habe noch nie mein kind, oder einen anderen menschen, in einem solchen ton angefahren. und ich meine nicht ein genervtes "hör auf zu jammern" sondern einein kreischenden ton, bei dem die stimme wegbricht. und das mehrmals. und "halts maul" geht gar nicht. überforderung hin oder her. das ist beleidigend und agressiv.


    zu dem spiegel-artikel: nicht erwähnt wird, das viele menschen in büchern nach anregung und alternativen suchen, weil sie selbst nichts mitbekommen haben, dass sie mal eben entspannt und unreflektiert weitergeben könnten. im täglichen umgang kommen doch die meisten menschen bevor sie selbst eltern werden gar nicht mit säuglingen/kleinkindern in berührung. woher soll da die erfahrung kommen, die einen gelassen werden lässt?


    vielleicht war mein erstes urteil zu pauschal. natürlich hat der artikel in einigen teilen sicher auch recht. aber ich glaube der förderwahn hat auch positive aspekte, die jetzt noch nicht so sehr erkennbar sind.


    nala


    nala

    gerade eben saß ich auf dem balkon unserer erdgeschoßwohnung.


    auf einmal höre ich eine stimme kreischen. "hör auf zu jammern!!!". und noch mal einige oktaven höher: "hör auf zu jammern!!!!". habe mich hingestellt um zu sehen was da passiert. ein mutter hat ihren ca. 7 jahre alten sohn angeschrien. mutter läuft weiter, ihr sohn 2-3m hinter ihr. zum schluß höre ich noch ein "halts maul!" von der mutter. na toll.


    das macht mich so traurig. unabhängig davon welche erfahrungen die mutter zu der gemacht haben die sie ist. mir tut das kind so leid. es ist seiner mutter auf gedeih und verderb ausgeliefert. ich kann mir vorstellen wie es seiner seele geht.


    eine bekannte hat mir vor einiger zeit ihre beobachtung im park erzählt. eine mutter geht mit kleinkind und säugling im kinderwagen spazieren. aus welchen grund auch immer ohrfeigt sie das kleine kind, das neben ihr läuft und "klappst" dann noch zweimal nach dem kind im kinderwagen, das angefangen hat zu weinen.


    als sie sieht, das meine freundin sie beobachtet, geht sie schnell weiter.


    und so oder noch schlimmer ergeht es so vielen kindern. nicht nur irgendwo weit weg, sondern direkt in der nachbarschaft. das meiste und wohl auch heftigste bekommt man gar nicht mit.


    kommt irgendwann eine zeit, in der solche dinge nicht mehr passieren?


    und hat jemand diesen schrecklichen, unreflektieren artikel im aktuellen spiegel gelesen? gerade in zusammenhang mit solchen geschichten könnte ich kotzen vor wut.


    nala

    unsere katze heißt blanca. den namen hat sie im tierheim bekommen
    und wir haben es dabei belassen, weil er gut zu ihr passt.


    sie ist plüschig und weiß, ein ohr und der schwanz sind schwarz.


    nala

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    Original von Yari
    so unrecht hast der Artikel nicht ;)


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    Um ihre Existenz zu rechtfertigen, reden sie uns nun ein, die Welt der Produkte sei so kompliziert, dass wir jemanden brauchen, der für uns prüft, denkt und entscheidet, bevor wir etwas kaufen. Der ständig warnt: Fallt nicht auf die Werbung herein.


    Diesen Passus zumindest unterschreibe ich: Wir neigen immer mehr dazu, Verantwortung abzugeben - und uns dann aufzuregen, wenn jemand die nicht in unserem Sinne wahrt. Anstatt zu lernen, wie man die selber wahren kann. Und das geht von einer reflektierten Impfentscheidung über die Schulwahl bis hin zum Joghurt. Meiner Meinung nach.


    du hast natürlich recht. aber manchmal finde ich die welt sehr unübersichtlich, und es gibt sooo viele entscheidungen zu treffen. da bin ich manchmal froh, dass es einen verein usw. gibt, bei dem ich mal gucken kann, ohne selbst recherche betreiben zu müssen. dazu gehört auch, dass ich vertrauen in die organisation habe. enttäuschungen bleiben nicht aus.


    wenn ich nur an den lebensmitteleinkauf denke!
    ausschließlich bio aus dem bio-laden können wir uns nicht leisten. also kommt viel auch vom discounter.
    z.b. meeresfrüchte und fisch. kauf ich aus zucht in asien? warscheinlich ist dafür eine menge umwelt für eine lange zeit vernichtet worden. bio aus chile? ewig langer transportweg. nicht so toll für den bio-gedanken. also dann doch lieber frisch gefangen aus dem pazifik? ufz....überfischte meere......na gut. dann doch lieber aus zucht in norwegen. ich hoffe dann mal, dass die norweger, dafür nicht die umwelt ruinieren, antibiotika verfüttern und norwegen ist nicht sooooo weit weg. und so geht es bei jedem posten auf dem einkaufszettel. da bin ich schon froh, dass sich auch andere leute gedanken machen.


    nala

    lange bevor ich überhaupt schwanger war, habe ich mir immer nur töchter vorgestellt. ich hatte richtig angst vor dem kinderkriegen, weil ich dachte ich könnte einen sohn gar nicht so sehr lieben.


    mit den jahren hat der "schrecken" abgenommen und ich habe mich an das "kind machen" ran getraut. wollte in der schwangerschaft unbedingt wissen, welches geschlecht das kind haben wird, um mich darauf einzustellen.


    es ist ein sohn geworden. und ich könnte manchmal platzen, weil ich so übervoll mit liebe für ihn bin.


    nala

    bei uns in der gegend gibt es viele zigeuner die betteln gehen. ganz schlimm sind die frauen, die mit ihren kindern dasitzen. hier gebe ich nichts. aus dem einfachen grund, weil diese personen nicht betteln, weil sie es nötig haben, sondern dies als regulären broterwerb (eher zubrot) betrachten.


    ansonsten gebe ich gerne, wenn ich entsprechende münzen dabei habe.


    und du?