Beiträge von -Sabine-

    Shakes, es ging um "unbedarft" ;)


    Und davon ab: Doch, wenn ich morgens um 5.00 in den Spiegel schaue, seh ich da schon was anderes - leider ;)

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    Original von TalpaZeit: ich sehe das relativ entspannt. Erstens tut sich durchaus was - und zweitens hat sowohl die Menschheit als auch die Erde schon einiges überlebt.


    Ja, hat/haben sie. Aber das ist kein Freibrief und irgendwann ist der Bogen überspannt. Und leider neigen wir dazu, Signale zu übersehen bzw. passend umzudeuten.

    Hier ein Bild von mir - ich hab Talpa gesagt, dass es Bilder gibt, wo ich ausseh wie unbedarfte 16 :D (ich bin fast 50, das Bild ist vom April, meine Tochter hat mich fotografiert). Ich garantiere: In natura schau ich älter aus #cool


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    Original von Talpa

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    Bleibt nur eine geänderte Kindererziehung und die Hoffnung auf die nächste Generation ...


    Süss :D


    :P #cool :P Ich schwör Dir, das ist so ziemlich die letzte Bezeichnung, die jemand, der mich kennt, auf mich oder eine meiner Ideen anwenden würde :D Wobei: Es gibt ein Bild von mir vom April diesen Jahres, da seh ich aus wie eine unbedarfte 16jährige - na fast ;) Wenn ichs auf die schnelle finde, stell ichs nachher in die Fotogalerie.


    Spaß beiseite: Ich denke tatsächlich, dass das unsere einzige Chance ist. Leider sind "wir" eine Minderheit, d.h. es wird noch ziemlich lange dauern ...


    Und nein, nicht Erziehungslager, sondern Eltern, die das überzeugt vorleben und eine Schule, die das auch tut. Ich weiß schon, Utopie ... Aber man könnte ja zumindest drauf hinarbeiten ;)

    Hallo Sav,


    meine Tochter war auch so, ich auch allein, draußen vor der Tür der Hof und die Tiere, die versorgt werden wollten. Ich hab sie ins Tragetuch gepackt und da war sie dann ungefähr ein Jahr lang - mehr oder minder rund um die Uhr. Das ging gut. Ich weiß nicht, ob das für Dich eine Option ist. Meine Tochter war gottseidank sehr klein und leicht, so dass meine Trage-Fitness gut mit ihr mitwachsen konnte. Trotzdem brauchte ich ab etwa 6 Monaten einen Ergo, weils im Tuch nicht mehr gegangen wäre.


    Baden ging auch nur mit ihr ;) Ich hab sie sogar teilweise im TT gelassen, wenn ich Auto fuhr, weil sich das nicht umgehen lies. Hat mir hier im Forum schon viel Schelte eingetragen ;) Aber anderweitig hätte ich uns beide umgebracht beim Fahren ...

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    Original von carlotta
    rein logisch betrachtet wäre das vermutlich kein problem. aber ich denke, die meisten menschen haben irrationale, emotionale gründe gegen den verzehr von pferdefleisch.


    Ja, zeigt sich hier ja auch. Leider haben Schweine ein sehr artwidriges Leben, bevor sie geschlachtet werden. Aber der Druck auf die Bauern ist auch enorm: Ich habe heute mit einem gesprochen, der mit das Heu liefert: Der Dioxonskandal hat dazu geführt, dass Schweinefleisch gelagert (eingefroren) wurde, jetzt hat sich das gebessert, aber nun drängt das neue Schweinefleisch auf den Markt, während das alte auch noch verkauft werden soll. Das heißt Überangebot => zu niedrige Preise => Bauer unter Druck. Ich wusste nicht, dass das Schwein nicht mal den Erlös einer Schachtel Zigaretten bringt 8I


    Da wäre also - wieder einmal - der Verbraucher gefragt.


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    Wobei ich mich manchmal auch frage, inwieweit es überhaupt möglich ist, ein "ethisches Gewissen" in den Massenkonsument zu bekommen...


    Ich glaube, das geht nicht. Bleibt nur eine geänderte Kindererziehung und die Hoffnung auf die nächste Generation ...

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    Original von carlotta

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    Original von -Sabine-
    Es wird Pferdefleisch für einen vorhandenen Markt produziert. Das ist genauso sinnlos oder nicht sinnlos wie der Tod jedes anderen Fleischlieferanten.


    der vorhandene markt ist aber maßgeblich in süd-italien und die ponyhofbetreiber (!) nehmen in kauf, dass ihre fohlen einen qualvollen tiertransport vor sich haben..


    Nein, der Markt wäre auch hier. Man könnte durchaus darauf hinwirken, dass ortsnah geschlachtet wird.


    Zum Ponyhof: Ich kenne keinen, der einigermaßen über die Runden kommt, ohne sich zusätzlich was einfallen zu lassen. Und sorry, Gäste kommen nicht von allein und viele Mütter glauben, man könne die Mädels da kostenlos 5 Stunden am Tag "parken". Und jetzt wag ich mal eine gar nicht so abwegige Spekulation:


    Es gibt immer mehr "Tierschützer", die zum Reiten ungegeignete Pferde zu einem überhöhten Preis "frei" kaufen. Auch das kann man kalkulieren. Und nein, davon halte ich gar nichts. Ich habe zu oft gesehen, welches Schicksal unreitbare oder schwierige Pferde haben. Es kann doch kaum jemand richtig reiten. Und um das einfach Draufsitzen unbeschadet überstehen zu können, muss ein Pferd schon ein nahezu perfekte Gebäude und Temperament haben. Die vermeintlichen Tierschütze tun dem Tier also langfristig keinen Gefallen.

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    Original von Elternpaar-Alias
    So, jetzt will ich es mal wissen. Diese ganze EHEC-Hysterie kann ich absolut nicht nachvollziehen. Wenn Leute erzählen, sie schmeißen ihre bereits gekauften Gemüse-/Obstbestände weg und kaufen Desinfektionskram in Massen.... stehe ich nur da mit großem Fragezeichen über dem Kopf und denke: "Meinen die das ernst?" 8I :S


    Ich hatte auch so gehalten: Wir waren völlig unberührt von dem Ganzen. Und die Zeit hat uns ja offensichtlich recht gegeben :)

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    Original von schneeflo
    Sabine: ne, Ziegen muss man (genausowenig wie Kühe) jedes Jahr zulassen um Milch zu bekommen - nur hat man dann halt nicht den maximalen Milchertrag ... aber ich versuch halt einen Mittelweg - dh. die Jungen dürfen anfangs natürlich auch bei der Mutter trinken, werden später nur nachts weggesperrt und dann erst abgespannt - ausserdem hab ich nicht vor, die MIlchleistung mit Kraftfuttergaben zu puschen ...


    Hört sich gut an Dein Konzept #top - Ich hatte tatsächlich grade maximale Milcherträge im Kopf.

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    Original von Isis
    Aber gut, jetzt verlieren wir uns in Nebenkriegsschauplätze. Das ist auch noch was anderes, ob man sich Ziegen hält, weil sie so gute Kumpels sind und die Böcke aber tötet oder ob man Ziegen züchtet, um davon zu leben...


    Isis, Schneeflo macht ihre Milch selber, dafür hat sie Milchziegen und damit eine Ziege Milch gibt, braucht sie ein Zicklein - jedes Jahr. Kühe dito. Die weiblichen geben irgendwann aber wieder Milch - nur: was machst Du mit den Böcken?


    Und sorry, ich finde es wesentlich tiergerechter und umweltfreundlicher, seine Milch selbt zu machen als um Supermarkt zu kaufen, wo die Lebendbedingungen der herstellenden Kühe deutlich schlechter sind - und die Kälber auch geschlachtet werden. Nach einer artwidrigen mutter- und muttermilchlosen Aufzucht.

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    Original von Talpa

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    weil sie hier keiner schlachtet, scheint der Markt nicht wahnsinnig groß zu sein. Wie man an unseren Fleischtheken besichtigen kann.


    Isis: Dein Fleisch ist regional - meines auch. Aber Du hast "unsere Fleischtheken" genannt - und darauf bezieht sich meine Antwort.
    Tiere werden in ganz Europa herumgekarrt, um sie dort zu schlachten, wo sie am meisten Gewinn abwerfen und wo Bedarf an billigem Fleisch ist.
    DAS finde ich eben deutlich zynischer als einige Fohlen, die immerhin an der Sonne aufwachsen durften.


    Es gab und gibt immer wieder auch Prämien für irgendwelches Hin- und Hergeschiebe. Vor ein paar Jahren haben findige Viehhändler hier ihr Fleisch zweimal über irgendwelche Grenzen gekarrt, bevor die Tiere dann endlich geschlachtet wurden - oft wieder fast "zuhause".


    Das ist eingedämmt - aber die Tiere werden immer noch viel zu weit gefahren. Und DAS haben wir als Vebraucher in der Hand. Und sorry, weder die Eier, noch die Milch, noch überhaupt irgendetwas ist im Supermarkt aus der Region.


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    Kein Bauer kann vom Urlaubshof leben - genauso wie die wenigsten Bergbauern (oder auch Bauern im "Bergrandgebiet", also grossen Teilen Bayerns) komplett von der Landwirtschaft leben kann.


    Stimmt. Die meisten sind Nebenerwerbsbauern. Ich kenne einige Vollerwerbsbetriebe: Die haben riesige Flächen (an die 100 ha), der eine eine Schweinemast, der andere eine Biogasanlage.


    Ein normaler Stundenlohn in der Landwirtschaft liegt hier bei uns bei 3 bis 10 Euro - je nach Qualifikation. Ein für eine große Alm in der Schweiz verantwortllicher Senn, der Zusenn und Hirten hat, die Alm führt, verdient bei extrem schwerer Arbeit so 10,00 € rum, mit Glück etwas mehr. Durcharbeitszuschlag für 100 Tage ohne frei inklusive.


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    Der Film hat doch eine Aussage, über die habe ich meine Meinung geschrieben. Es ging darum, dass der Bauer Fohlen zum Streicheln züchtet und nicht darum, dass er sie züchten muss, weil er sonst nix zu essen hat.


    Isis, Du scheinst was zumindest das betrifft, nicht ganz in der Realität zu leben. Kein Bauer kann es sich leisten, auch nur auf einen Euro zu verzichten. Er muss, um von dem Fohlen leben zu können, es nicht selbst essen. Auch ein Verkauf ist ein Brotwerbwerb.


    schneeflo


    Soweit bin ich noch nicht. Ich habe aber auch keine Milchziegen.



    Du. Mit Deiner Formulierung, der Bauer gaukle den Leuten ein heile Bauernhofwelt vor. Da er nach Eurer Ansicht der gezielten Täuschung schuldig macht, wenn er nicht offensiv bekannt macht, dass das Schlachtfohlen sind, heißt das für mich im Umkehrschluss in einer heilen Bauernhofwelt werden im Normalfall keine Tiere getötet.


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    Original von -Sabine-
    Wovon soll der Bauer denn leben?


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    Der Bauer züchtet doch nicht zum Broterwerb Fohlen.


    Woher weißt Du das? Kennst Du das Betriebskonzept? Die Kalkulation? Hetero hats oben gesagt: Damit das Tier als reines Streicheltier den Schlachterlös einbringt, muss es zwei Köpfe haben.


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    Der würde seinen Hof doch nicht zumachen müssen, wenn er statt 5 Fohlen nur jedes Jahr eines hat. Oder glaubt das hier jemand? Ergo kann mir keiner einreden, der Bauer wäre bankrott, wenn er eine andere Lösung finden würde. Ich hab "den Bauern allgemein" ja nicht verboten, Schlachtvieh zu produzieren.


    Tut mir leid, ein Pferd ist ein Herdentier und gerade die Fohlen brauchen für ein artgerechtes Aufwachsen gleichaltrige Spielkumpel. Die 5 wachsen also weit artgerechter auf als ein einzelnes mit Mama oder lauter alten Tanten.


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    Ich habe meine Meinung zum sinnlosen Tod von diesen Fohlen erklärt.


    Es wird Pferdefleisch für einen vorhandenen Markt produziert. Das ist genauso sinnlos oder nicht sinnlos wie der Tod jedes anderen Fleischlieferanten.


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    Der Bauer schadet den Fohlen. Und zwar nachweislich.


    Womit denn? Mit den Tod? Da ist er - siehe oben - nicht allein und so lange Du Fleisch isst, wird sich daran nichts ändern. Und doch. auch Schlachttiere kann und sollte man hegen, pflegen, wertschätzen und gern haben. Danns sehen sie z.B. den Menschen nicht als Feind an und haben keinen Stress beim Schlachten.

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    Original von *jada*
    @hetereo: In dem Beitrag ging es um Bauern die Fohlen NUR zu Streichelzwecken hielten. Nix Schlachtvieh!!!


    Und woher wisst Ihr, dass der Bauer nicht von vornehereion den Schlachtwert kalkuliert hat? Sorry, ALLE Bauern sind selbständig und daher knallharte Rechner. Ich verwette meinen Kopf, dass der Schlachtwert kalkuliert ist und der Streicheleffekt ein netter Zusatzeffekt ist. Er hängt es nicht an die große Glocke, warum und wieso wurde hier schon hinlänglich aufgeführt.

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    Original von Isis

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    Original von -Sabine-
    Isis, ich habs weiter oben beschrieben und vor gerechnet. Das Tier hat von vorneherein vermutlich nicht nur den Nutzen "Streicheltier", es wird nur nicht kommuniziert, weil der "Kunde" die Augen davor verschließen möchte. Der Bauer bedient also nur den Markt und schadet damit ja auch niemandem. Der "Böse" ist - wenn denn - der Kunde, der das haben will.


    Da bin ich anderer Meinung. Der Bauer belügt die Urlauber, indem er ihnen die heile Bauernhofwelt vorgaukelt. Der täuscht sie, weil er genau weiss, wenn er ehrlich wäre, würde er sehr viele Kunden verlieren. Da bin ich ganz sicher. Das Argument, was Du bringst, kenne ich aus der Nahrungsmittelindustrie: "Schokolade für 70 Cent von Kakaoplantagen zweifelhafter Herkunft, geerntet von wie Sklaven gehaltenen Arbeitern und noch dazu gepanscht mit 20 Hilfsmitteln und Aroma, damit sie nach was schmeckt? - Aber bitteschön, das WILL der Verbraucher doch so!" Nein, will der Verbraucher nicht. Der ist nur nicht informiert!


    Aber Isis: Eine heile Bauernhofwelt ist eine Welt, in der keine Tiere getötet werden 8I? Wovon soll der Bauer denn leben?


    Eine heile Bauernhofwelt ist eine Welt, in der die Tiere artgerecht aufwachsen dürfen, nicht in dunklen Ställen vegetieren müssen und wo sie stressfrei geschlachtet werden - am besten am Hof. Ein Bauerhof IST KEIN Tierheim, auch KEIN Zoo. Der Bauer würde seine Kunden verlieren, wenn er sie mit der Realität konfronieren würde, weil die naturfremden Städter es nicht ertragen könnten. Damit bedient er tatsächlich deren Wünsche: Aber er schadet niemandem, wie im Fall der Schokolade. Und: Auch da könnte der Verbraucher sich informieren, wenn er wollte und nicht nur auf den Preis schauen würde. Der Verbraucher WILL ABER NICHT - er macht vor vielem einfach die Augen zu.