Beiträge von Susanne Zapf

    Liebe Nick Drei,
    schön dass du den Weg hierher gefunden hast. Deine Zeilen klingen sehr verzweifelt, und ich kann verstehen, dass du dir Sorgen machst.
    Ich hab erstmal ein paar Fragen an dich, die mir wichtig erscheinen:


    Bist du alleine mit den Kindern - wer unterstützt dich und kann dich ein bisschen freispielen?


    Wie sieht es mit deinem Schlafverhalten aus?


    Wie setzt du deine Prioritäten - wie sieht bei euch der Tagesablauf aus?


    Wo kannst du auftanken?


    Welche positive Momente erlebst du mit deiner Tochter?



    Leider kann ich dir aus der Ferne und im Augenblick nicht mehr anbieten, bitte melde dich erst nochmal wieder, du wirst sehen, du kommst bestimmt aus der Situation wieder raus. Fürs Erste kann ich dir nur sagen, dass wir alle immer wieder an unsere Grenzen gelangen, das ist keine Frage der "guten vs. schlechten Mutter". Der Punkt ist nur, dass wir alle unterschiedlich agieren in Grenzsituationen, aber auch hier kann man lernen, "im Rahmen zu bleiben". Du hast einen ganz wichtigen Schritt schon gemacht, nämlich, dass du dir Rat und Hilfe suchst, und dich jemanden mitteilst.


    Alles Gute vorerst und melde dich bitte wieder!
    Susanne :)

    Liebe Floria,


    ich kann mich tatsächlich nur meinen Vorschreiberinnen anschließen - ich habe das Gefühl, dass du hier wirklich schon sehr gut beraten wurdest.
    Vielleicht magst du dich ja nochmal melden, wenn du einen kleinen Schritt "weiter" gekommen bist, du kannst natürlich auch so jederzeit "klingeln".
    Du hast wirklich sehr Großes geleistet in den letzten Jahren, und bist die beste Mutter, die deine Kinder haben können - nämlich IHRE.
    Zur Aussage deiner Mutter fiel mir spontan noch ein, dass es unter Umständen auch sein könnte, dass sie... "aus richtigen Gründen etwas Falsches sagte"... ich meine damit, dass wir uns oft sehr von Aussagen unter Druck bringen lassen, die manchmal nur getätigt werden, um Hilfbereitschaft oder Sorge zu signalisieren, und einfach ein bisschen ungeschickt formuliert sind.


    Ich wünsch dir von Herzen alles Gute!


    Susanne :)

    Liebe yyalraune,
    ich kann mir gut vorstellen, dass du zur Zeit belastet und auch verunsichert bist. Das erste Lebensjahr unserer Kinder fordert uns enorm viel ab (alle weiteren auch ;) ). Erfahrungsgemäß geht es für viele Mütter, die in ihrem Umgang mit dem Baby einen Weg einschlagen, der vielleicht etwas abseits des „Hausbrauches“ liegt, in einem großen Maße darum, SICHERHEIT nicht nur in dem zu finden, was sie tun, sondern diese Sicherheit auch nach Außen auszustrahlen.
    Ich kann dir mit Gewissheit sagen, dass du in deinem bedürfnisorientierten, akzeptierenden Umgang mit deinem Baby auf einem guten Weg bist. Klar gibt es auch andere Ideen, wie man mit einem Säugling „tun“ kann – versuch dich davon abzugrenzen und nicht zuviel Energie dafür zu verschwenden, dich mit Dingen auseinanderzusetzen, die sich von vorneherein für dich nicht richtig anfühlen.
    Ich glaube, dass viel Sachinformation und fundiertes Wissen dabei helfen können, mehr Sicherheit zu gewinnen und innerlich ruhiger zu werden in dem, was man tut. Erstaunlicherweise hören viele Außenstehende damit auf, einen mit „guten Ideen“ zu bombardieren, sobald man ihnen nicht mehr das Gefühl gibt, man würde sie um Rat fragen. Vor allem Schwiegermütter scheinen oft richtiggehend zu „riechen“ ;), wenn man sich in manchen Punkten nicht ganz sicher ist.


    Zu deinen konkreten Fragen:
    Kann ich mein Kind tatsächlich verwöhnen, indem ich es rumtrage oder sie bei mir habe?


    Nein, kannst du nicht, dein Baby wird sich daran gewöhnen, immer ganz nah bei dir zu sein, dennoch wird es, wenn es soweit ist, sich von dir ablösen.


    Sollte ich versuchen sie an den Kinderwagen zu gewöhnen?


    Wenn dir der Kinderwagen praktisch erscheint, und es dich ein wenig entlasten würde, wenn deine Kleine von anderen Familienmitgliedern, die vielleicht nicht so gerne tragen, herumkutschiert werden könnte, dann könntest du es versuchen. Viele Kinder lieben den Wagen, viele auch nicht, beides ist absolut im Normbereich.


    Sollte ich meine Arbeitspläne zugunsten meines Kindes verschieben? Oder es doch weiter mit der Eingewöhnung bei der Tagesmutter versuchen?


    Diese Frage solltest du vielleicht eingehend mit deinem Partner diskutieren. Überleg genau, wo deine Priorität liegt, was wirklich wichtig ist für dich, wie sehen eure finanziellen Möglichkeiten aus, wie schauts mit deiner beruflichen Karriere aus?
    Diese Entscheidung verlangt innere Klarheit, dann wird es bei Bedarf auch möglich sein, eure Kleine gut einzugewöhnen. Schön übrigens, dass es bei deinen Eltern so gut zu klappen scheint, das ist eine unheimlich wertvolle Ressource.


    Du wirst sehen, es kommen wieder Phasen, in denen auch deine Tochter sehr entspannt sein wird, ich denke mir, es ist liegt ganz oft auch daran, wie manche Kinder „präsentiert“ werden, und wie reflektiert die Eltern sind – das ist aber nur meine persönliche Meinung.


    Ich wünsch dir erstmal alles Gute und hoffe, dass du dich bald wieder ein wenig besser fühlst. Als Tipp noch: wir haben einige seriöse Artikel zu diesem Thema auf unserer Website, vielleicht magst du da mal reinschnuppern.
    Alles Gute! :)

    Hallo Du, :)


    Erstmal: entschuldige bitte die verspätete Antwort, ich habe deinen Thread leider übersehen.


    Nun ist schon einiges gesagt und geraten worden, und ich kann mich grundsätzlich anschließen. Auch die genannten Verlinkungen geben einiges zum Thema her.
    Ich meine, aus deinem Posting herauszulesen, dass du erstmal gut damit leben könntest, wenn dein Sohn sich fürs große Geschäft ins Bad zurückziehen würde, und nicht mehr am Gang bleiben würde. Das halte ich für einen guten Ansatzpunkt, und ja - wenn du für dich entscheidest, dass dir der Ortswechsel als erster Schritt wichtig ist, dann hast du auch das Recht, dich in diesem Punkt durchzusetzen.
    Ich schlage vor, nochmal in Ruhe zu überlegen, was ihr genau von eurem Sohn erwartet und warum. Dann geht es in einem zweiten Schritt darum, ihm klar und gut verständlich zu sagen, dass ihr z.B. wollt, dass er ... ab nun zum Windelgeschäft ins Badezimmer gehen soll. Ich würde auch mit ihm gleichzeitig ausverhandeln, was er gerne im Badezimmer dabei hätte, damit es ihm dort gefällt. (Ich hatte beim Durchüberlegen irgendwie das Gefühl, dass es auch um "kleine geschlossenen Räume" gehen könnte, die ihm womöglich Unbehagen bereiten).
    Ist euer Clo gemütlich? Ist der Deckel warm? Wärmeflasche? Clozauberspruch? Musik? Bilderbuch? Hörspiel?... erlaubt ist, was gefällt! Es gibt auch viele nette Bücher, die sich mit diesem Thema auseinandersetzen, eins davon mag ich besonders: Geschichten vom Klöchen.
    Ich bin mir sicher, dass der "Sprung" vom Flur ins Badezimmer erstmal gut zu schaffen sein wird.
    Bestimmt könnt ihr dann alle mal durchschnaufen, und sehn, was passiert.


    Wenn du später ein Belohnungsystem einbauen magst, musst du darauf achten, dass du sofort nach der erwünschten Handlung ;) eine kleine Belohnung gibst (meist nimmt man Aufkleber, Punkte, kleinen Steine, Puzzelteile etc.), die dein Kleiner sammeln kann, und dann gegen "etwas Großes" eintauschen kann. Sehr beliebt sind hier nicht nur materielle Geschenke, sondern besondere "Familienaktionen", extra exklusiv Mama od. Papa Zeit oder eine kleine Feier mit Freunden, etc.
    Und beim Toilettentraining beginnt man generell so, dass die Kinder nach jeder Mahlzeit (3x täglich) für ein paar Minuten am Clo sitzen, das Ziel ist vorrangig nicht der "Treffer" sondern nur das entspannte Sitzen und langsame Gewöhnen ans Gelände. Im Regelfall gewöhnt sich der Darm an die "Öffnungszeiten" und es geht bald mal los. (Dies nur als Kurzinfo - bitte nichts überstürzen).
    Ich hoffe, euch ein wenig weitergeholfen zu haben und grüße euch ganz lieb
    Susanne :)

    Liebe Sapirini,


    ich kann dir leider deine Frage, welche Ursachen das Schlafverhalten deines Kindes haben könnte nicht klar beantworten.
    Mit hoher Wahrscheinlichkeit ist davon auszugehen, dass es einen Zusammenhang zwischen dem Stillen und dem nächtlichen Aufwachen gibt. Es ist wird jedoch schwer möglich sein, abzustillen, wenn du nicht gänzlich dazu bereit bist, und das ist auch ok so – dieser Entschluss muss reifen und kann nicht auf äußeres Anraten spontan durchgezogen werden.
    Aber auch ohne Abstillen könnte es vielleicht die eine oder andere Möglichkeit eben, die Situation ein wenig zu entschärfen. Ich kann dir hier nur eine Reihe von Punkten anreißen, die mir einfallen:
    Schlafprotokoll => möglicherweise wird daraus ablesbar, welcher Schlafrythmus am ehesten angepeilt werden könnte, du könntest erheben, wieviel Schlaf dein Kleiner insgesamt in 24 Stunden braucht, und wie er seine tiefsten Schlafphasen legt. Daraus könnte man vielleicht die eine oder andere Änderung in der „Schlaforganisation“ ableiten.


    Stillen=> vielleicht könntest du versuchen, die erste(oder z.B: letzte) nächtliche Nuckelmahlzeit durch Wasser o.ä. zu ersetzen, tagsüber das Stillen reduzieren, …


    Entlastung und Ruheinseln für dich tagsüber=> Puffer nach der Arbeit, d.h. Kind nicht sofort abholen; zusätzliche Stunden bei der Tagesmutter, in denen du nicht arbeitest; gibt es in der Familie jemanden, der dich entlasten könnte? ein fixes Angebot wie z.B. Mutter-Kind Turnen/Yoga?; Kooperation mit einer anderen Mutter …


    Externe Experten=> Stillberatung ;Schlafmediziner; Homöopathische Behandlung; Cranio-Sacrale Therapie.
    Seid ihr eigentlich wegen des verspäteten Laufens in Kontakt mit einem Entwicklungspsychologen bzw. nehmt ihr Frühförderung in Anspruch? Hinsichtlich Fachberatung muss man halt sehr gut gucken, wo man wirklich in guten Händen ist, aber es wird sich bestimmt jemand finden lassen, der einen ganzheitlichen Zugang inne hat.


    Am wichtigsten fände ich in deiner Situation, erstmal ein bisschen Luft für dich zu schaffen, damit du etwas Ruhe findest, um für dich zu klären, wie du weitermachen magst. Natürlich wird sich sein Schlafrhythmus auch irgendwann von selbst einpendeln, erfahrungsgemäß kann das aber schon noch einige Zeit dauern.
    Vielleicht findest du ja unter den oben genannten Punkten etwas, womit du dich anfreunden kannst, ich wünsch dir erstmal alles Gute und würde mich freuen, wenn du dich noch mal meldest!
    :) Susanne Schrittwieser

    Liebe Patti,


    so als ersten Eindruck nach deiner Schilderung würde ich meinen, dass dein Sohn gerade dabei ist, einfache Zusammenhänge zwischen Aktion und Reaktion zu erkunden und dabei Spaß hat. Du beschreibst, dass er sich nicht aus Wut oder Verzweiflung den Kopf anhaut, sondern anscheinend auf spielerische Art und Weise.
    Ich würde vorschlagen, dass du erstmal nicht zu viel Aufmerksamkeit auf das Anhauen richtest (für mich klingt es deiner Beschreibung nach so, als ob er sich auf keinen Fall wehtun würde), nicht ignorieren, sondern einfach ein bißchen ?drüber hinwegsehen?. Ich nehme an, diese Phase wird schnell vorbei sein ? stell dir vor, er wird bald laufen, da hat er für ?so was? sicher keinen Zeit mehr.
    Du kannst ihn auch auf sehr sanfte Art und Weise von seinem Verhalten ablenken und ihm eine andere Alternative anbieten (mit der Stimme ?sehr schmackhaft? machen hilft oft Wunder) z.B. mit der Hand auf einen Ball klopfen ?Ui schau, du kannst auf den Ball klopfen ?Bumm Bumm? oder etwas ähnliches.
    Solltest du beobachten, dass sich sein Verhalten verstärkt, oder du hast das Gefühl, dass er das Verhalten einsetzt um sich zu stimulieren, bzw. ähnliche andere Verhaltensmuster auftauchen, dann solltest du ihn bitte auf alle Fälle bei einem guten Kinderarzt durchchecken lassen.


    Melde dich doch noch mal wieder, wies euch geht ? bis dahin alles Gute, du wirst sehen ? alles in Ordnung!


    Liebe Grüße!

    Liebe Dagmar,
    wenn ich dich richtig verstehe, dann benutzt euer Sohn fürs ?kleine Geschäft? die Toilette, es gelingt ihm jedoch noch nicht, auch sein ?großes Geschäft? dort zu erledigen.
    Dies ist in seinem Alter eine sehr oft vorkommende und ?gesunde? Verhaltensweise.


    Als Erklärungsansatz kann man (unter anderem) annehmen, dass das ?kompetente Handling? von Urin auch deswegen einfacher für Kinder sein könnte, weil man sich dabei vielleicht weniger schämt, es weniger stinkt und praktischer zu beseitigen ist (auch vielen Erwachsenen geht?s letztendlich so).
    Vorschlagen würd ich dir jetzt erstmal, einen Schritt zurück zu machen und zu signalisieren, dass es für euch ok ist, wenn Joschua für den Stuhlgang die Windel nimmt, und dabei in Kauf nehmen, dass er dann ab und zu auch reinpieselt.
    Wichtig ist ganz bestimmt, den Druck rauszunehmen, und die Situation für beide Seiten zu entschärfen. Euer Sohn ist noch sehr jung, und hat noch jede Menge Zeit. Sauberkeitsentwicklung ist immer ein Prozess , meist mit Höhen und Tiefen. Reifeschritte im Gehirn sind dabei unabdingbare Voraussetzungen, müssen jedoch von den Kindern erst in adäquates Verhalten integriert werden. Dies passiert in den allermeisten Fällen ?von selber?, unterstützend können u.a. folgende Punkte wirken:
    Vorbildwirkung
    Bequeme sichere Toiletten (Stockerl für die Füße, Sitzverkleinerung, Heizung)
    Vielleicht doch einen coolen Topf?


    Insgesamt würde ich jedoch jetzt in eurem Fall (so wie du es beschrieben hast) mal eher so wenig wie möglich thematisieren, und ein bisschen Gras über die Sache wachsen lassen.
    Gebt Joschua Zeit, ihr schafft das ganz bestimmt, wenn er wirklich dazu bereit ist.


    Alles Gute!

    Servus miteinander!
    Ich bin 38 Jahre und lebe gemeinsam mit meinem Mann und unseren beiden Söhnen (2003/2006) in der Steiermark, Österreich.
    Als Klinische- und Gesundheitspsychologin bin ich im Bereich der mobilen Beratung und psychologischer Diagnostik für Kinder im Vorschulalter tätig.
    Zurzeit bin ich gerade im Endspurt für meine Zusatzqualifikation ?Kinder- und Jugendpsychologie?, Mitte 2011 starte ich in freier Praxis, Schwerpunkt Diagnostik im Kleinkind- und Vorschulbereich.
    Ich freue mich, hier bei den Raben nach langjähriger Mitgliedschaft (seit 2008 auch im Bereich Moderation und Team) auch etwas von meinem fachlichen Wissen und meiner beruflichen Erfahrung einbringen zu können.

    Hallo,
    erstmal herzlichen Glückwunsch zur Schwangerschaft!
    Es ist gut, dass du einen Weg gefunden hat, über deine Gefühle zu reden, und du bist ganz sicher nicht alleine mit deinem Problem.
    Das von dir beschriebene Gefühlschaos begleitet viele werdende Eltern über lange Strecken der Schwangerschaft und auch später gibt es im Elternsein immer wieder Phasen, in denen unsere Kinder so gar nicht unseren Erwartungen und Wünschen entsprechen ? sich genau in jene Richtung entwickeln, die wir fürchten oder ablehnen und unser Weltbild auf den Kopf stellen.
    Gerade der Wunsch nach einem bestimmten Geschlecht ist oft stark bestimmt von der persönlichen Biografie, dem sozialen Umfeld sowie spezifischen Interessen der Elternteile. Du hast dir offensichtlich ganz stark ein Mädchen gewünscht, nun hast du erfahren, dass ein kleiner Babyjunge in dir wächst und bist traurig und enttäuscht. Das ist nachvollziehbar und darf auch so sein. Lass dir soviel Zeit, wie du brauchst, dich an die Situation zu gewöhnen. Schwangerschaft und Elternsein lehren uns unter anderem auch Geduld und Akzeptanz, genau das solltest auch mit dir selber üben.
    Du kannst dir ganz sicher sein, spätestens dann, wenn du dein Baby erstmal berührt und beschnuppert hast, wird es nicht mehr so wichtig sein, ob Bub oder Mädel.
    Ich kann dir nur raten, dich hier im Forum auszutauschen und dir Unterstützung zu holen, du wirst sicher auf Verständnis treffen und Menschen kennenlernen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Wenn es dir nicht allzu schwer fällt, könnte es womöglich entlastend sein, wenn du für eine kurze Weile nicht mit deinem Partner über dieses Thema sprichst, warte damit, bist du selber einen klaren Kopf hast - manche Dinge lassen sich leichter lösen, wenn jeder für sich schon ein wenig ?vorgekaut? hat. Vielleicht gibt es dazu auch in einem Umfeld die Möglichkeit, professionelle Beratung von einer neutralen Person in Anspruch zu nehmen, wenn dein Leidensdruck zu groß wird.
    Du wirst sehen, alles wird gut gehen, und du wirst die Mama werden, die dein Sohn braucht ? SEINE!


    Alles Liebe und Gute :)
    Susanne

    Hallo schnacki,
    Erstmal zu deinen konkreten Fragen:
    -Nein, es ist nicht kontraproduktiv, wenn die begleitende Person in der Eingewöhnungsphase im Kindergarten bzw. beim Kind bleibt, das ist der Kernpunkt sanfter Eingewöhnung.
    -Die Wahrscheinlichkeit, dass es deine Tochter nach dem 2./3. Tag schafft, nicht mehr ständig jemanden dabei zu haben, ist schwer einzuschätzen. Erfahrungsgemäß dauert es bei 3 jährigen Kindern durchaus etwas länger. Wenn der grundsätzliche Ablauf der Eingewöhnung mit der Einrichtung geklärt ist, kann es auch keine Frage der Dauer von ?xy Tagen auf oder ab? sein, laß dich nicht unter Druck setzen!
    -Nein, es ist sicher nicht besser, gleich wegzugehen, dein Kind weiß auch ohne diese Maßnahme, dass Kinder im Kindergarten im Laufe der Zeit ohne Eltern betreut werden.
    -Der Vorschlag, mit dem Kind im Gruppenraum etwas zu spielen, bevor man weggeht, ist verbunden mit einer darauf folgenden ?Übergabe? an eine Erzieherin sicher sinnvoll.
    -Zu deiner Frage nach dem Rahmen, den du einfordern darfst, verlinke ich dich an dieser Stelle noch mal auf unseren Text von Ines Gärtner auf der Homepage, den du dir zur eigenen Sicherheit nochmals durchackern kannst: eingewöhnung


    Der Schlüssel zu einer glücklichen Eingewöhnung und zum positiven Bewältigen solch einer Übergangssituation liegt letztendlich im Vertrauen, das alle Beteiligten einander entgegenbringen. Du hast dieses Vertrauen zum Kindergarten noch nicht aufgebaut, es wäre wichtig, dass du an dieser Stelle ansetzt. (Dazu gehört auch das von dir angesprochene ?Übertragen von Gefühlen?). Auch wenn nicht du persönlich deine Tochter zum Kindergarten bringst, wird sie spüren, dass etwas nicht in Ordnung ist, und du dir unsicher bist.
    Meine Idee dazu wäre in erster Linie, nochmals zu überdenken, ob es wirklich diese Form der Betreuung sein muss. Oft gibt es im Hinterkopf doch Lösungen, die nur darauf warten, belebt zu werden. Bei all dem, was du über den Kindergarten erzählt hast, ist es naheliegend, dass sich die Probleme, die du wahrnimmst, nicht von Heute auf Morgen lösen werden. Ist die Entscheidung unumstößlich, dann würde es Sinn machen, nochmals einen Gesprächstermin zu vereinbaren, um den Eingewöhnungsplan konkret durch zu besprechen und deine Vorstellungen klar zu deponieren.
    Ich wünsche euch alles Gute und schicke euch liebe Grüße
    Susanne :)