Beiträge von Lissi23

    Erst mal: Ich kann mir schon vorstellen, dass so ein Nasenspray für ein Kind in dem Alter für ihn unangenehm sein kann, so dass er es als Schmerz definiert. Mein Mann kann z. B. Nasenspray auch absolut nicht leiden und es wäre ihm ein gräuel, eines nehmen zu müssen.


    Zuerst würde ich auch dringend klären, ob dein Sohn Pendel- oder Gleithoden hat, such dazu am Besten noch einen zweiten Arzt auf (Urologe). Allerdings kannst du das auch ganz gut selbst beurteilen, indem du immer wenn du ihn wickelst, schaust, wo die Hoden denn grade sind und das dann am Besten aufschreibst (als Protokoll für den Arzt). Wenn der eine Hoden ab und zu im Hodensack ist, ist es ein Pendelhoden und muss nicht operiert werden.


    Mein Sohn hatte einen Gleithoden, der wurde mit 14 Monaten operiert (die OP selbst war nicht schlimm und auch danach hatte er wenig Probleme), der andere ist ein Pendelhoden. Die Hormontherapie haben wir auch gemacht, es ist zwar in dem Alter noch einfacher, aber ohne festhalten ging auch nichts und ganz am Anfang gab es wie bei euch, die meisten Probleme und auch immer Tränen. Am Schluss hat er sich dran gewöhnt und es ging so schnell, dass ich ihn danach sofort ablenken konnte. Ich hab ihm das Spray immer im Hochstuhl gegeben, kurz angekündigt, dass ich es jetzt mache und dann von hinten ran und den Kopf seitlich mit dem Arm an meinen Bauch gedrückt und mit der anderen Hand zweimal abgedrückt. So schnell konnte er sich gar nicht wehren, wie das ging.


    Im Endeffekt würde ich die Hormontherapie aber nicht mehr machen, er ist dadurch in seinem Wesen total anders geworden, sehr unruhig und ruhelos (so steht es auch im Beipackzettel) und auch danach hat sich das meiner Meinung nach nicht mehr ganz gelegt. Gebracht hat es nicht wirklich was (obwohl der Hoden auch in Höhe vom Penisansatz war). Operiert werden kann auch ohne Hormontherapie vorher.

    Wie hoch ist denn die Dosierung, die eure Baby's von den Antobiotika bekommen (ich meine jetzt als Prophylaxe, wenn ein akuter Infekt vorliegt, wird es natürlich höher dosiert).
    Mein Sohn hat als Prophylaxe das AB immer nur einmal Täglich bekommen, und davon vom Cefaclor (das 125er) 4 ml (bei 10 kg Gewicht) und vom Infectotrimet, das er vorher bekommen hat, hat er 2 ml bekommen (bei ca. 8 kg Gewicht). Davon hatte er nie Probleme mit der Verdauung.
    Wenn er allerdings einen HWI hatte und das AB hochdosiert nehmen musste, hatte er immer Durchfall (und weniger Appetit).
    Die Dosierung hat immer gereicht, um bei ihm einen Infekt zu vermeiden, dass sich eure Ärzte so sperren, ein anderes Antibiotikum zu verschreiben, finde ich echt merkwürdig. Wir hatten immer einen Saft und wenn er sich an den Geschmack gewöhnt hat (dauerte ein paar Tage), dann hat er ihn auch immer gerne genommen (aus der Pipette oder Spritze).

    Hallo,


    ich habe mich jetzt auch registriert, weil es hier noch einige Kinder gibt, die an wiederholten HWI's leiden und ich hier schon einige neue Tipps gelesen habe, die auch uns helfen könnten.


    Mein Sohn ist jetzt 17 Monate alt und ist mit nur einer Niere auf die Welt gekommen - anstelle der anderen Niere hatte er viele Zysten, die sich mit der Zeit zurückbilden. Deshalb hat er schon mit 10 Tagen eine MCU machen müssen, da man sich nicht sicher war, ob die Zysten nich auch ein Reflux sein könnten - aber alles war in Ordnung.
    Mit 5 Monaten hatte er seinen ersten heftigen Harnwegsinfekt, mit Nierenbeckenentzündung und natürlich mit Krankenhausaufenthalt. Nach der Antibiose hatte er keine Bakterien mehr (er hat immer E-Coli) und 4 Wochen später waren wieder Leukos im Urin - die Kultur ergab wieder Colibakterien. Also hat er Dauerantibiose bekommen, da wir seine einzige Niere (die auch zu 100 arbeitet) nicht gefährden wollen. Eine zweite MCU brachte auch kein Ergebnis, deshalb wurde das Antibiotikum nach einem halben Jahr versucht abzusetzten - mit der Folge dass wir 6 Wochen später wieder im Krankenhaus waren - ich habe trotz sticksen den Infekt zu spät erkannt, da 4 Tage vorher der Urin noch ganz unauffällig war und ich gleichzeitig auch krank war.
    Jetzt bekommt er wieder seit einem halben Jahr Antibiotikum (das er aber gut verträgt) und die Ärztin möchte in zwei Wochen nochmal versuchen es abzusetzten und ich suche jetzt nach Mitteln, ihm vorbeugend zu helfen. Trinken tut er recht viel, oft fast einen Liter am Tag. Cranberrysaft hab ich schon mal probiert, mag er aber nicht, vielleicht wäre das Pulver ja was. Auf das Uro-Vaxom werd ich die Ärztin mal ansprechen.
    Hat jemand schon Erfahrung mit D-Mannose gemacht? Das soll eine Zuckerart sein, die das "Andocken" der Bakterien in der Blase verhindern soll. Ich weiß nicht, ob ich das mal probieren soll - eigentlich will ich nichts ohne die Zustimmung meiner Ärztin machen (die auch Spezialistin bei Nierenproblemen bei Kindern ist), allerdings scheint sie etwas skeptisch gegen "alternative Methoden" zu sein.


    @ katch: Wie sieht denn die Vorhaut bei deinem Sohn aus, hat er (noch) eine starke Phimose - manche Ärzte meinen auch, dass das eine Mitursache bei wiederholten Infekten sein kann. Bei meinem Sohn lässt sie sich jetzt schon ganz zurückschieben, nachdem ich eine Salbentherapie gemacht habe, weil meine Ärztin empfohlen hat, ihn (vorsorglich) beschneiden zu lassen - jetzt ist das Thema Beschneidung zum Glück aus der Welt. Ihn sauber zu bekommen, halte ich hier auch für unrealistisch, vielleicht kann man ja relativ früh versuchen, dass wenigstens das "große Geschäft" nicht mehr in der Windel landet, wir sind da aber auch noch weit davon weg, aber ich dränge ihn auch nicht. Man kann auch unter der Vorhaut regelmäßig reinigen, wenn das bei deinem Sohn schon möglich ist - aber nur mit klarem Wasser (oder einem sauberen feuchten Tuch).
    So schlimm fand ich unsere MCU's nicht, beim Kathederlegen wurde natürlich geweint (aber allein schon wegen dem Festhalten), aber das festschnallen zum Röntgen hat er immer akzeptiert - ich war aber auch immer dabei.
    Wir haben es beide male ohne Beruhigungsmittel geschafft, jetzt würde ich ihm allerdings eines geben lassen.