Beiträge von Milch&Schokolade

    ich verstehe dich.


    meine beste (!!) freundin erzählte mir heute am telefon von den "negern" die auf mallorca witzige brillen verkaufen.


    #augen #confused #flop


    ich kläre sie dann immer wieder gerne auf, daß es doch viel bessere worte für schwarze menschen gibt (zb schwarze menschen :D).


    ich ärgere mich schon länger nicht mehr soooooo riesig über die ignoranz einiger mitbürger (meine tochter ist afrodeutsch und ich durfte mir schon so einige blöde kommentare anhören #augen).


    eine landärztin bei meinen eltern fragte mich übrigens mal im beisein meiner tochter, ob sie adoptiert sei. und das wegen einer erkältung! #confused #augen

    meine tochter ist sehr impulsiv (wie ich auch ;)) und reagiert auf wut/enttäuschung/frustration/trauer gerne mit schlägen/tritten/boxen gegen mich!


    es ist schon ein kleines muster bei ihr geworden, leider habe ich es viel zu spät erst ernstgenommen und auch lange zeit gar nicht unterbunden bzw. sogar ignoriert #schäm. das war total falsch, das merke ich nun. denn meine tochter (5) reagiert oft schon automatisch auf für sie schwierige situationen damit, daß sie mich direkt attackiert (auch in der öffentlichkeit #schäm)!


    bisher waren meine erfolglosen strategien:


    + ich habe ihr klar und deutlich gesagt, daß ich nicht gehauen oder beleidigt werden möchte
    + ich habe sie festgehalten, so daß sie nicht mehr um sich schlagen kann
    + ich habe sie bestraft. #schäm (mit tv+süßigkeiten-entzug, weil ich weiß, daß ihr dies am meisten wehtut #schäm )
    + ich war verständnisvoll, habe versucht, ihre gefühle zu benennen und neue wutstrategien aufzuzeigen: sie kann auf den boden aufstampfen, mit den händen in die luft boxen, schreien... NICHTS davon will sie ausprobieren. lieber geht sie dann mit wut im bauch abends ins bett (obwohl ich natürlich immer mit ihr über ihre gefühle/wutausbrüche spreche).


    ich habe ihr schon intensiv erklärt, daß alle ihre gefühle ok sind, nur die art und weise damit umzugehen muss geändert werden! und dass wut die nicht ausgelebt werden kann auch bauchweh machen kann (was sie in der tat oft hat)...


    nichts hat bisher geholfen. :Sich denke, die wurzeln liegen viel tiefer.


    ich war sogar schon bei der erziehungsberatung deswegen, die beraterin fordert mehr empathie von mir (was schwer fälllt wenn man mehrmals täglich attackiert wird #augen und das schon seit über 2 jahren) und schlug ein positives belohnungssystem vor. das machen wir jetzt hier seit 1 woche, findet aber eher mäßigen anklang. (töchterchen darf jeden tag einen smily an den kühlschrank kleben, wenn sie es geschafft hat, mich an dem tag nicht zu schlagen. bei 5 smileys machen wir ein schönes spiel zusammen oder etwas anderes das sie sich wünscht). damit soll ein umdenkprozess bei ihr stattfinden, sagt die beraterin.


    ich bin da etwas skeptisch, meine tochter ist für sowas viel zu schlau. schon am ersten tag tat sie so, als wäre sie wütend und meinte dann "kriege ich jetzt einen smiley? ich bin wütend und schlage dich aber nicht!" ich will aber, daß sie versteht daß schlagen keine gute idee ist, seine wut herauszulassen, sondern daß sie andere methoden probiert (die ich ihr ja durchaus anbiete)....


    hm. #confused


    hat noch jemand gedanken dazu?


    ich denke schon über die festhaltemethode nach... und im übrigen schlage ich sie nicht, ich habe das noch nie getan (allerdings schreie ich sie manchmal an #schämwas ja auch sehr unschön ist).

    cashew,


    klar, es hat definitiv mit der gesamtsituation zutun: aufregung den papa und die freundin wiederzusehen (freundin ist fast noch wichtiger #augen), anderes klima, anderes essen, langer flug.... für einen sensiblen menschen nicht ganz sooo leicht wegzustecken. änderung allgemein bekommt ihr nicht so gut.


    für nen homöopathen haben wir keine zeit (und noch keine versicherung) mehr, also muss ich erstmal selbst rumprobieren.


    bei whole foods sind wir übrigens stammkunde, ich liebe den laden! :D

    meine schwester (erzieherin) erhzählte mir gestern eine lustige geschichte, die zur ehec-panik passt:


    die erzieher sagten zu allen eltern, daß sie bei geburtstagskuchen keine beläge aus frischen früchten mitbringen sollen (wobei ja niemand von offizieller regierungsseite jemals auf früchteverzicht hinwies #augen) - und wißt ihr was die eine mutter dann zum geburtstag ihres kleinen mitbrachte? :arrow:http://www.ichkoche.at/cms/rez…286&action=detail&image=0 (man achte nur auf das 1. foto!)


    #lol #lol #lol(sie wußte einfach nicht, womit sie den kuchen belegen durfte #augen)

    Zitat

    Original von cashew
    Ich frage mich, was für eine tiefgreifende Ernährungsumstellung Euch in den Staaten trifft? Wenn man sich selbst versorgt, kann man doch eine gewisse ähnliche Basis schaffen.


    Cashew.


    lisero hat es ganz gut beschrieben.


    mein kind ist sehr sensibel und reagiert auf die gesamtsituation (die sie allerdings schon kennt, ist also nicht ganz neu) - sie reagiert aber auch auf das essen, das schon etwas anders ist (zwar im gros das gleiche, aber eben nicht identisch zu dem was sie zuhause so ißt: das brot schmeckt anders, die wurst ist eklig #augen, das obst schmeckt auch anders, der joghurt ungenießbar...).


    danke für die anderen tipps, da werde ich mich mal einlesen! :) :) :)

    ...oder ist der zu klobig um sich damit richtig bewegen zu können?


    hintergrund: meine tochter macht im sommer einen crash-schwimmurs; da sie aber echt eine frostbeule ist, hatte ich im letzten jahr so einen halbarm/bein-neoprenanzug gekauft. und frage mich nun ob sie den zum schwimmenlernen tragen kann.... oder lieber nur nen badeanzug?

    hintergrund: wir fliegen jährlich in die usa damit unsere tochter ihren papa sieht.


    die erste woche hat sie aber so mit dem klima und der gesamten umstellung (einschließlich jetlag). #augendas ist echt nervig, sie ißt dann nämlich wirklich eine ganze woche lang fast gar nichts!! und da sie so dünn ist, finde ich das eher minderwitzig und sie hat bisher auch bei jedem usa-trip 1-2 kilos verloren (und das wo andere in den usa immer zunehmen :P).


    nun möchte ich dieses jahr mit globulis unterstützen, damit sie vor allem mit jetlag und ernährungsumstellung besser zurecht kommt.


    kennt sich da jemand aus??

    Zitat

    Original von -Sabine-
    Eine bewusste Sprache mag was in den Köpfen anstoßen oder zumindest den Anschein erwecken, aber die Änderung passsiert im Denken, das wiederum dann Einfluss auf die Sprache hat. Nur auf die Sprache abzustellen, ist für mich zu kurz gedacht.


    nicht NUR die sprache, aber AUCH. ;) es ist EIN teil davon, rassistische denkweisen zu verändern.


    Zitat

    Original von coccolone

    Zitat

    Original von -Sabine-
    Mag sein. Aber ich wage zu bezweifeln, dass HEUTZUTAGE noch TATSÄCHLICH jemand mit Neger verbindet, dass das ein dicker Mensch mit Baströckchen und Knochen im Haar ist. Nicht mal in hintersten bayerischen Wald.


    Das Klischee ist einfach mittlerweile wirklich ZU überholt. Manchmal sterben die auch einfach aus, weil die Realität sie überholt ;)


    Dafuer haften andere Klischees und Vorurteile an dem Wort...


    "baströckchen und knochen im haar" könnte man auch zb durch "unzivilisiert" ersetzen. das ist zb das was mein vater (und der ist keine 200 jahre alt, sondern grad mal mitte 60) schon immer über afrikanische völker dachte - "die sind doch alle unzivilisiert, naja, irgendwann werden die auch nochmal ordnung lernen". diese worte von ihm sind noch gar nicht sooo lange her.


    so bin ich auch aufgewachen: mein vater hielt schwarze menschen schon immer für minderwertig, geistig minderwertig und unterentwickelt. eigentlich fing das schon bei südländern an, je weiter südlich, desto schlimmer. nicht so toll, mit so jemandem aufzuwachsen. komischerweise konnte ich trotz dieses vorbildes meine eigenen wertvorstellungen entwickeln (und sicherlich auch mithilfe meiner tollen mutter).


    als meine tochter (afrodeutsch) dann zur welt kam, brach erstmal eine sehr schwierige zeit für unsere vater-tochter-beziehung an....

    sutje
    #top


    Zitat

    Original von -Sabine-
    Niemand hier empfiehlt die Verwendung, denke ich, aber imn Sinne einer gewaltfreieren Gesellschaft macht es schon Sinn, nicht immer gleich davon auszugehen, dass er andere Böses mit dem Begriff will. Wenn die 90jährige Oma im hintersten Bayerischen Wald oder auf der einsamen ostfriesischern Insel zu ihrem 4jährigen Urenkel sagt "ui, schau, ein Neger" ist das reines Erstaunen, nichts weiter. Zu sehen an der Intonation, der Mimik, der Körpersprache.
    Wer hat was davon, wenn jetzt jemand einen Konflikt vom Zaun bricht?


    es geht nicht darum, diese menschen zu kritisieren und automatisch als rassist anzusehen, sondern sie (freundlich) zu informieren (sofern sie es nicht wissen, wie im fall der 90jährigen oma), daß gewisse worte soviel historischen schmerz beinhalten, daß man sie besser nicht verwenden sollte. eben WEIL worte etwas bewirken können, weil sie dazu führen, daß man gedankenmuster weiter behält und verstärkt.


    warum sollte man nicht bei der sprache anfangen? sprache beeinflußt doch das denken und handeln, das ist doch ein guter start!

    Zitat

    Original von Marisa_83ich finde es ist an der Zeit echte handyfreie Zonen einzurichten, so wie rauchfreie Zonen.


    da stimme ich dir absolut zu! ich bin bus/bahn-fahrerin (täglich) und es NERVT echt, wirklich überall bimmelt ein handy überlaut, jemand sabbelt laut ins handy, fast alle leute (sogar schon ne oma hab ich gesehen) laufen mit knöpfen im ohr, mp3 player....


    ich wäre echt auch für eine handyfreie zone!! aber das durchzusetzen könnte sehr schwierig werden...


    interessanter ansatz, der eine gewisse logik nicht verbirgt. ;)


    in meiner vorstellung sollte auch kein verbot der benutzung gewisser worte (oder gar vorstellungen und assoziationen) erfolge, sondern ich wünsche mir, daß menschen empathischer werden und erkennen, was hinter einem wort oder einer denkweise steht! so daß sie dann mittelfristig ihr denken umschwenken und auch ihre sprache entsprechend anpassen.


    worte haben nun mal eine wirkung, auf unser eigenes denken und auf unsere umgebung. insofern finde ich es schon wichtig, auf seine sprache zu achten.